Wodurch entsteht eine Eklampsie?

Unter einer Eklampsie (Milchtetanie) versteht man einen Krampfanfall, den die Hündin innerhalb der ersten 21 Tage nach der Geburt der Welpen erleidet, ohne dabei das Bewusstsein zu verlieren. Eine Eklampsie ist auf einen akuten Calciummangel infolge der einsetzenden Milchproduktion für die Welpen zurückzuführen. Eine Behandlung muss durch den Tierarzt erfolgen, meistens mithilfe von Calciuminfusionen.
Obwohl das Auftauchen der Eklampsie auf einem akuten Calciummangel beruht, tritt diese Erkrankung häufig nach einer dauerhaften Calciumüberversorgung während der Trächtigkeit auf. Erhält die Hündin z. B. Alleinfutter mit einem überhöhten Calciumanteil in Verbindung mit synthetischem Vitamin D oder werden ihr Calciumzusatzpräparate verabreicht, kann der Organismus die Fähigkeit verlieren, in Stresssituationen Calcium aus den Depots in den Zellen zur Verfügung zu stellen. Während der Geburt oder auch in den ersten drei Wochen der Laktation benötigt der Organismus aber häufig mehr Calcium, als durch die Nahrung oder durch Zusatzpräparate zugeführt werden können. Natürlicherweise würde der Organismus in dieser Situation auf die körpereigenen Depots zurückgreifen und so einen Calciummangel verhindern. Ist diese Fähigkeit aber durch eine permanente Calciumüberversorgung nicht mehr vorhanden, entsteht ein akuter Calciummangel, der in seiner Folge u. a. eine Eklampsie nach sich ziehen kann. Ausführliche Informationen diesem Thema finden Sie unter Calciumüberversorgung (externer link) .
Aus diesem Grund ist gerade bei Mutterhündinnen auf eine angemessene Calciumversorgung zu achten. Weitere Infos zur Fütterung der Mutterhündin.
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