Gibt es eine Neigung zu Zahnstein durch Nierenfunktionsstörungen?

Zahnsteinprobleme beim Hund sind heutzutage leider keine Seltenheit. Im Allgemeinen wird mangelnde Beanspruchung durch Kauen von Knochen, fester Nahrung, Kauartikeln etc. dafür verantwortlich gemacht.

Die meisten Hundehalter wissen nicht, dass die allermeisten Zahnsteinprobleme auf Nierenfunktionsstörungen hinweisen. Die Nieren sorgen innerhalb des Stoffwechsels nicht nur für die Ausscheidung von nicht benötigten bzw. giftigen Stoffen aus dem Körper, sondern sie regulieren den gesamten Flüssigkeitshaushalt. Dadurch haben sie einen entscheidenden Einfluss auf die Zusammensetzung der Schleimhautsekrete, darunter auch der Maulschleimhaut. Sind die Nieren z. B. durch Eiweißüberfütterung überlastet oder aus anderen Gründen in ihrer Funktion eingeschränkt, so verändert sich das Schleimhautmilieu bzw. die Speichelzusammensetzung im Maul, wodurch es zu einer vermehrten Zahnsteinbildung kommen kann.

Bei Zahnstein handelt es sich nicht, wie fälschlicherweise oft vermutet, um verhärtete Nahrungsreste, sondern um mineralische Substanzen aus dem Speichel, die sich durch eine gestörte Nierenfunktion an den Zähnen anlagern. Aus diesem Grund sollte man bei Zahnsteinbefall grundsätzlich auch einmal den Futterplan überprüfen, ob gegebenenfalls Fütterungsfehler vorliegen, die man mit wenig Aufwand abstellen kann. Hierbei kann Ihnen der Artikel Gesundes Belohnen leicht gemacht behilflich sein.

Der Fachbeitrag unter Hintergrundinfos Nierenstörungen (externer link) beschäftigt sich ausführlich mit fütterungsabhängigen und fütterungsunabhängigen Ursachen für Nierenprobleme. Unter Spezialdiäten: Nierenstörungen werden spezielle Nierendiäten aufgezeigt. In der Regel bringt selbst bei hartnäckigen Zahnsteinproblemen die Fütterung des nierenfreundlichen Marengo Hundefutters in trockener Form auch ohne den Einsatz von zusätzlichen Kauartikeln und Zahnputzstangen den gewünschten Erfolg.
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