Futterumstellung und Fütterungstechnik

Frau füttert Hund
 

Wie stelle ich die Fütterung um?

Wir verzichten bei allen Sorten des Marengo Hundefutters konsequent auf Konservierungs-, Lock-, Farb- und Aromastoffe, Zucker, Geschmacksverstärker etc.
Machen Sie es Ihrem Hund leicht und stellen Sie die Fütterung langsam auf die Marengo Futterringe um. Vermischen Sie Marengo Hundefutter mit dem bisher gewohnten Futter. Erhöhen Sie nach und nach den Anteil des Marengo Hundefutters über einen Zeitraum von 10-14 Tagen bis Sie nur noch Marengo allein füttern.
Die naturbelassenen Zutaten des Marengo Hundefutters bringen aufgrund ihrer hohen Nahrhaftigkeit desöfteren schneller ein Sättigungsgefühl als viele andere herkömmlichen Trockenfutter. Darum kann es sein, dass Ihr Hund schneller satt ist und einige Futterringe übrig lässt.
Lassen Sie in diesem Fall Ihren Hund entscheiden und reduzieren Sie mit ruhigem Gewissen die Futtermenge. Ihr Hund bekommt durch die Hochwertigkeit des naturbelassenen Marengo Hundefutters auch mit einer geringeren Menge alles, was ein gesunder Hund zum Leben braucht und fühlt sich zusätzlich angenehm satt.

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Zubereitung des Futters

 

Futterumstellung bei sensiblen Hunden

Wie stelle ich die Fütterung um?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Formen einer Futterumstellung:

  1. Abrupte Futterumstellung

    Bei der abrupten Futterumstellung wird der Hund von einer Mahlzeit auf die andere vollständig auf ein neues Futter umgestellt. Erstaunlich viele Hunde haben bei dieser Art der Umstellung wenig oder keine Probleme. Empfindlichere Hunde reagieren hierbei aber häufig mit Verstopfung, Durchfall, breiigem Kot oder mit einem nach 2-3 Tagen einsetzenden Appetitmangel.
    Fast immer problematisch ist eine abrupte Umstellung von Nassfutter (Dosenfutter/Selbstgekochtes/eingeweichte Trockennahrung) auf Trockenfütterung (uneingeweichte Fütterung von Trockenfutter). Die Ursache hierfür ist leicht ersichtlich. Ist der gesamte Organismus bei einer Nassfütterung darauf eingestellt, dem Nahrungsbrei zwecks Verdauung Wasser zu entziehen, muss er durch die Umstellung bedingt plötzlich Wasser für die Verdauung zur Verfügung stellen. Hierdurch werden der Wasser- und der Elektrolythaushalt stark gefordert und die Anfälligkeit für Störungen steigt. Um dies zu vermeiden, ist darum eine langsame, ca. 2-6 wöchige Umstellungsphase sinnvoller.
    Die abrupte Futterumstellung ist nur für Hunde geeignet, die sehr robust sind.

  2. Stufenweise Futterumstellung

    Bei der stufenweisen Futterumstellung, die am häufigsten praktiziert wird, werden neues und altes Futter gemischt. Ausgehend von z. B. ¼ des neuen und ¾ des alten Futters wird alle 2 Tage die Menge des neuen Futters um ¼ gesteigert und die Menge des alten Futters um ¼ reduziert. So ist der Hund nach 6 Tagen komplett auf das neue Futter umgestellt.
    Diese Art der Umstellung ist für Hunde geeignet, die keine besonderen Empfindlichkeiten aufweisen.

  3. Stück-für-Stück-Umstellung

    Die von einigen Hundefreunden betriebene Stück-für-Stück-Umstellung ist eine extrem langsame Umstellungsform, bei der jeden Tag nur minimale Mengen des alten durch das neue Futter ersetzt werden.
    Diese Umstellungsform hat sich in der Praxis als wenig effizient erwiesen. Entweder verträgt der Hund auch ohne Probleme die stufenweise Futterumstellung oder er benötigt eine sanfte Futterumstellung.

  4. Sanfte Futterumstellung

    Die sanfte Futterumstellung ist vor allen Dingen für magen-darmempfindliche Hunde geeignet, die in der Regel eine stark verarmte und unangemessen zusammengesetzte Darmflora haben. Dies führt nicht selten zu breiigem bis durchfälligem Kot, insbesondere wenn die Zusammensetzung bzw. die Komponenten von altem und neuem Futter wenig Übereinstimmungen aufweisen. Oft weichen hierbei ebenfalls Rohasche-, Rohprotein- oder Rohfettanteile weit voneinander ab.

    Bei den betroffenen Hunden, die dadurch bedingt leicht zu breiigem Kot, Durchfall, Blähungen etc. neigen, hat sich die Marengo Kurzdiät bestens bewährt. Hierbei handelt es sich um die Kombination eines Marengo Hundealleinfutters mit Marengo Country, der fleischlosen Korn-Gemüse-Krokette. In einer dreitägigen Phase wird ausschließlich (auch keine Leckerchen, Fleisch oder ähnliches) Marengo Country gefüttert, was zu einer Neutralisierung der alten Mikroflora führt und somit einen Neuaufbau ermöglicht. In der Regel kann der Organismus nur durch eine derartige Ausschlussdiät den falschen Bakterienbesatz des Darmes korrigieren. Dies schafft die Grundlage dafür, Fehlgärungen, breiigen Kot, Hefebefall oder Mykosen zu beheben. Danach wird das Alleinfutter Schritt für Schritt ca. eine Woche beigemischt, bis man komplett darauf umgestellt hat.

    Bei hochgradigen Schädigungen der Darmschleimhaut hat es sich bewährt, eine etwas längere Zeitsspanne ca. 1/3 der Ration durch Marengo Country zu ersetzen oder auf die Marengo-63-Tage-Diät zurückzugreifen. Auch bei akuten Durchfallproblemen empfiehlt sich neben der eventuell notwendigen tiermedizinischen Betreuung die gleiche Vorgehensweise.

    Als Lösung 2. Wahl kann statt Marengo Country auch Marengo Darmflocke verwendet werden. Marengo Darmflocke wird allerdings von mäkeligen Fressern nicht so gut angenommen, weil es ausschließlich aus Weißreis- und Haferflocken besteht.

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Probleme bei der Futterumstellung

Symptome wie z. B. leicht breiiger Kot, wechselnde Kotkonsistenz, wässriger Darmsaft am Ende des Kotabsatzes, Blähungen etc. können vorübergehend für ein paar Tage auftreten, ohne dass sie besondere Beachtung finden müssen.
Dies liegt meistens an der veränderten Zusammensetzung des Futters und der damit verbundenen Umstellung innerhalb des Stoffwechsels und der Verdauungsorgane. Voraussetzung für die Tolerierung dieser Umstellungssymptome ist das Wissen, dass diese nicht zufälligerweise Folgen von beginnenden Infektionen, Überanstrengung oder z. B. medizinischen oder anderen chemischen Behandlungen sind. Hierzu zählen z. B. auch chemische Antizecken/ Antiflohkuren.
Ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung hierbei ist, dass das Allgemeinbefinden des Hundes bei Problemen aufgrund der Futterumstellung trotz leichter Symptome gut bleibt, bei Verdauungsstörungen anderer Ursache in der Regel nicht.

Den meisten Symptomen, die während und nach einer Futterumstellung auftreten, liegen fütterungstechnische Fehler zugrunde. Die Erfahrung zeigt, dass tatsächliche Unverträglichkeitserscheinungen eher die Ausnahme sind.

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Fütterungstechnik bei Welpen

Der junge Welpe, der vom Züchter oder aus der Tierhilfe geholt wird, frisst in der Regel in den ersten 14 Tagen nicht besonders gut. Die komplette Umstellung seiner Situation, eventuell Heimweh aber auch die innere Aufregung, weil alles um ihn herum neu und interessant ist, lassen den Appetit bei vielen Welpen zuerst einmal etwas zurückgehen.
Dies ist ganz normal und sollte nicht dazu verleiten, dem Hauptfutter ständig geschmacksanregende Zusätze, Leckerchen, Fleisch oder gar ungeeignete Ergänzungen beizugeben.

Ein gesunder Welpe fängt aus instinktivem Überlebenstrieb ganz von allein an, das ihm angebotene Futter aufzunehmen – auch ohne intensive Geschmacksverstärker. Fehler, die man in den ersten Tagen und Wochen bei der Fütterungstechnik macht, kann man häufig das gesamte Hundeleben lang nicht wieder korrigieren. Die meisten nörgeligen Fresser sind selbst gemacht!

Viel wichtiger als Geschmacksverstärker ist die richtige Fütterungstechnik. Je nachdem wie häufig Sie den Welpen füttern wollen – in der Regel anfangs 3-4 mal pro Tag – sollte dies nach der Bewegung und dem Toben geschehen. Der Appetit ist dann größer und Magenirritationen durch zu starke Bewegung mit vollem Bauch werden vermieden.
Dem Welpen sollte das Futter grundsätzlich in einer ruhigen Umgebung für ca. 5-10 Minuten angeboten werden. Wichtig ist, dass der Welpe nicht durch spielende Kinder, allgemeine Hektik oder sonstiges abgelenkt wird. Welpen lassen sich auch gerne vom Frauchen oder Herrchen ablenken. Am besten entscheidet man sich für einen bestimmten Raum, in den das Futter gestellt wird und lässt den Welpen dann für diese Zeitspanne allein. So lernt der Welpe ganz schnell, dass er in aller Ruhe fressen soll und dass er auch keinen „erpresserischen“ Einfluss auf seinen Halter bzw. seine Halterin ausüben kann. Z. B., indem er erst einmal sein Futter verweigert und wartet, ob nicht doch noch etwas Schmackhafteres anstelle seines Futters aufgetischt wird.
Nach 5-10 Minuten – abhängig von der Fressgeschwindigkeit und der aufzunehmenden Futtermenge – entfernen Sie den Futternapf. Hat Ihr Welpe etwas übrig gelassen, so kürzen Sie die Ration zu dieser Tageszeit genau um die nicht aufgenommene Menge. Hat der Welpe alles aufgefressen und kann er vom Futterzustand noch mehr Futter vertragen, so erhöht man die Futtermenge zu dieser Tageszeit in kleinen Schritten. So verfährt man bis er zum ersten Mal wieder etwas übrig lässt. Bleibt ein Rest übrig, kürzt man die Futtermenge wieder etc.

Wichtiger Grundsatz ist, dass der Welpe nach dem Fressen immer vor einem leeren Futternapf steht. Das ist der beste Garant für einen stets guten Appetit. Fängt der Welpe an, zu einer bestimmten Tageszeit kein oder nur noch sehr wenig Futter aufzunehmen, so kann man, vorausgesetzt der allgemeine Futterzustand ist in Ordnung, ohne Bedenken diese Mahlzeit auslassen.

Für ein gesundes Wohlbefinden ist eine längere Ruhephase nach dem Fressen stets einzuplanen. So beugt man gefährlichen Magendrehungen aber auch anderen Magen-Darmproblemen am besten vor.

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Fütterungstechnik bei erwachsenen Hunden

Grundsätzlich gilt für erwachsene Hunde ähnliches wie für Welpen.
Füttern Sie Ihren Hund zu fest eingeplanten Tageszeiten nach der Bewegung und planen Sie auch hier mindestens ca. eine 1-2 stündige Ruhephase ein. So kann das Futter optimal verdaut werden und Magen-Darmirritationen werden verringert. Auch ein erwachsener Hund sollte sein Futter freudig und ohne Ablenkung aufnehmen können und wollen.

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Verweigerung des neuen Futters bei nörgeligen Fressern

Eine neue Futtersorte wird von Hunden meistens dann verweigert, wenn das neu angebotene Futter weniger oder keine Geschmacksverstärker, Lock- und Aromastoffe enthält. In diesem Fall ist es wichtig, den Hund zum wirklichen Probieren zu bewegen, da der gewohnt intensive Lockgeruch fehlt.
In den meisten Fällen wird das Futter nach dem Probieren, also dem Schmecken, dann doch gut angenommen. Rein psychologisch ist es in diesem Fall von Vorteil, das neue Futter anfangs als ein ganz besonderes Leckerchen anzubieten.

Wurde längere Zeit nur Dosenfutter, Dosenfutter und Trockenfutter gemischt oder nur Selbstgekochtes gefüttert, kann es bei zu abrupter Umstellung zur Verweigerung kommen. Ganz unabhängig davon, ob gleichzeitig eine Umstellung von Nass- auf Trockenfütterung erfolgen soll.
Es ist ganz verständlich, dass ein Hund, der z. B. lange Zeit sein Trockenfutter mit Dosenfleisch gemischt bekommen hat, bei der Futteraufnahme stutzt, wenn das Dosenfutter plötzlich fehlt. Dies liegt zum großen Teil auch an dem fehlenden intensiven Geruch – oft durch Zusatzzstoffe künstlich verstärkt.
Möchte man in diesem Fall ausschließlich Trockenfutter füttern, ist es sinnvoll, die Menge an Dosenfutter oder auch Selbstgekochtem langsam zu reduzieren. So kann der Hund sich ganz allmählich mit dem neuen Futter vertraut machen. Geduld hat schon viele Probleme gelöst.

Bei einigen Hunden führt die Praxis, einmal täglich z. B. Selbstgekochtes oder Dosenfutter und ein weiteres Mal nur Trockenfutter anzubieten, zu Problemen. Auch wenn das Trockenfutter alternativ den ganzen Tag zur freien Verfügung steht. Dieses Händling sollte wirklich nur bei guten Fressern angewendet werden.
Nörgelige Fresser reagieren bei dieser Fütterungsweise oft mit der prompten Verweigerung des Trockenfutters, akzeptieren aber auf Dauer auch das Dosenfutter nicht mehr. So beginnt eine ungewollte Dynamik, die den Hund immer nörgeliger und die Halter immer nervöser macht. Bei diesen Hunden sollte man grundsätzlich über eine FRISCH-Fütterung mit Marengo Country nachdenken. Hierbei werden Dose oder Fleisch und Trockenfutter vermengt. Keine Angst. Es ist ein Gerücht, dass Hunde diese Kombination nicht vertragen. Eine entsprechende Unverträglichkeit kommt wirklich nur in ganz seltenen Ausnahmefällen vor. In unserer Beratungspraxis empfehlen wir schon seit über 20 Jahren diese Art der Fütterung insbesondere bei empfindlichen und kranken Hunden mit viel Erfolg.

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Probleme bei gierigen Fressern

Ein guter und angemessener Appetit ist für einen Hund von der Natur vorgesehen. Leider gibt es aber auch viele Hunde, die die Angewohnheit haben, Futter nicht zu fressen sondern im wahrsten Sinnen des Wortes nur „einzusaugen“. Hierdurch werden der erste Akt der Verdauung – die Zerkleinerung der Nahrung durch das Gebiss – und der zweite Akt – die wichtige Einspeichelung (Vorverdauung) ausgespart. Dies hat zur Folge, dass Verdauungsstörungen aller Art auftreten können. Zudem wird häufig gleichzeitig mit dem Futter eine große Menge an Luft aufgenommen.

Im Zuge einer Futterumstellung, bei der der Hund das neue Futter als besonders lecker ansieht, nimmt er es nicht selten mit einer sehr hohen Geschwindigkeit zu sich. Dadurch kommt es schnell zu Symptomen wie Erbrechen, Schluckauf, breiigem Kot, Blähungen oder Durchfallerscheinungen. Die fehlenden Stufen der Vorverdauung lassen das Futter unvorbereitet in den Magen sowie ungenügend vorverdaut in den Darmtrakt kommen. Die überflüssig geschluckte Luft muss entsorgt werden. Dies kann dann die oben geschilderten Symptome auslösen.

Ein probates Mittel, um die Fressgeschwindigkeit zu verlangsamen, ist das Füttern des Hundes auf Kopfhöhe. Hierbei nutzt man entweder einen höhenverstellbaren Fressnapf oder stellt den Napf einfach auf einen Hocker, Stuhl etc. Der Hund kann bedingt durch die angewinkelte Kopfhaltung rein mechanisch nicht mehr so schnell fressen. Diese einfache Fütterungstechnik hat schon unglaublich viele Magen-Darmsymptome beseitigt, auch wenn sie vorher oft als Allergie oder Unverträglichkeit diagnostiziert worden waren.

Eine weitere Möglichkeit, die Fressgeschwindigkeit zu verringern, ist das Füttern auf Kopfhöhe bei gleichzeitigem Einlegen z. B. eines Apportierholzes in den Napf. Dieser sollte natürlich gut befestigt und groß genug sein. Der Hund muss so für jeden Happen zuerst einmal das Apportierholz mit der Nase zur Seite schieben. Das Gute am Apportierholz im Gegensatz z. B. zu Steinen oder anderen Gegenständen ist die Größe. Ein Apportierholz wird nicht versehentlich heruntergeschluckt!

Für phantasiereiche Köpfe sind dem Erfindungsreichtum im Bereich des Hobbybastelns hier keine Grenzen gesetzt. Von Schiebern, über auf Knopfdruck rauskullernden Futterringen bis zu den ungewöhnlichsten Fressnapfformen haben schon viele „Fressgeschwindigkeitsverlangsamer“ erfolgreich Magen-Darmstörungen behoben. Nicht zuletzt bieten wir seit ein paar Jahren auch den sogenannten Eat-Slowly-Napf an, der von unserer Schweizer Importeurin eigens für gierige Fresser entwickelt wurde.

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Aktualisiert Januar 2022

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