Marengo Spezialdiäten:
Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)

 

Generelles zur Fütterung bei EPI

Ein Hund mit EPI ist im besonderen Maße auf ein hochwertiges Futter angewiesen, da er unter erheblichen Verdauungsstörungen leidet, die die Nährstoff- und Mikronährstoffaufnahme negativ beeinflussen. Neben qualitätvollen Zutaten setzen wir auf Diäten, die in Abhängigkeit des Schweregrades der vorliegenden Erkrankung, des Futterzustandes und der eventuellen Beigabe von Verdauungsenzymen erstellt werden. Darüber hinaus gibt es noch weitere Kriterien, die generell von Belang sind.

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Marengo Fütterungskonzept für Hunde mit EPI

Fettversorgung

Da bei einer EPI die Fettverdauung als erstes und in der Regel am meisten beeinträchtigt ist, empfehlen wir eine fettarme Fütterung mit einem Fettanteil zwischen 8%-12%.
Fette und Öle werden vom gesunden Hund leicht und zu einem hohen Prozentsatz (ca. 95%-99%) verdaut. In sich stabile tierische Fette zeigen allerdings im Gegensatz zu den pflanzlichen Fetten eine etwas niedrigere Verdaulichkeit, da sie keine oder nur wenig ungesättigte Fettsäuren enthalten.

Um bei niedrigem Gesamtfettgehalt den Fettbedarf des EPI kranken Hundes zu decken, sollte aus diesem Grund der überwiegende Teil über hochwertige, pflanzliche Fette, die einen hohen Anteil an essentiellen (lebensnotwendigen) Fettsäuren enthalten, zur Verfügung gestellt werden. Auch in der Praxis hat sich gezeigt, dass EPI kranke Hunde u. U. eine erhöhte Empfindlichkeit zeigen können, wenn die Ration einen zu hohen Anteil an tierischem Fett enthält.

Proteinversorgung

Der EPI kranke Hund sollte ausschließlich hochverdauliche Eiweißträger auf seinem Speiseplan wiederfinden, was bei allen Marengo Produkten garantiert ist. Einmal um den Verdauungstrakt nicht unnötig zu belasten, zum anderen, um die Eiweißversorgung nicht zu gefährden. Die von uns verwendeten tierischen Proteinquellen enthalten darum einen hohen Anteil an essentiellen (lebensnotwendigen) Aminosäuren (Eiweißbausteinen) wie z. B. Lysin und Methionin. So werden Mangel- bzw. Fehlversorgungen vermieden und gleichzeitig eine hohe Verdaulichkeit der Proteine sichergestellt.

Wir lehnen es ab, den Eiweißbedarf des Hundes über schwerverdauliche pflanzliche Eiweißträger wie Kleber bzw. Eiweißextrakte, Schälkleien, Sojaerzeugnisse etc. zu decken. Da selbige aber kostengünstiger sind, findet man sie leider häufig selbst in Diätfuttermitteln wieder.

Die Höhe des Proteingehaltes sollte in Abhängigkeit der Schwere der Erkrankung und dem damit in der Regel verbundenen Futterzustand und einer eventuellen Enzymgabe zwischen 22%-27% einreguliert werden. Je magerer der Hund ist, desto wichtiger ist es, dass er wieder an Gewicht zulegt, ohne die Bauchspeicheldrüse zu überlasten. Aus diesem Grund sollten hier tendentiell Rohproteingehalte zwischen 24-27% bevorzugt werden. Bei normalgewichtigen Hunden sind Werte zwischen 22-24% angezeigt, damit es nicht – auch in Anbetracht einer eventuellen Enzymsubstitution – zu Übergewicht kommt.

Kohlenhydratversorgung

Kohlenhydrate können in Form von hochwertigem Getreide zur Verfügung gestellt werden. Alternativ können auch getreidefreie, qualitätvolle Kohlenhydratquellen wie Kartoffelflocken, Maniokmehl, etc. zum Einsatz kommen.

Wir raten von Flocken oder „kaltgepressten" Futtersorten wegen des niedrigen Stärkeaufschlusses ab. Das Marengo Trockenfutter enthält hochwertige pflanzliche Komponenten, deren Kohlenhydrate mit dem modernen Herstellungsverfahren der Extrusion aufbereitet werden. Der hohe Stärkeaufschluss macht das Futter für den Verdauungstrakt des Hundes hochverdaulich und somit leicht bioverfügbar.

Rohfasergehalt

Bei einem EPI kranken Hund sollte die Gesamtration in jedem Fall nur den unbedingt notwendigen Anteil (ca. 2,5%- 3,5%) an Rohfaser aufweisen, um unnötige Verdauungsschwierigkeiten und Beeinträchtigungen der Bauchspeicheldrüse zu vermeiden.

Synthetische Zusatzstoffe

Wir verzichten auf alle verdauungsbelastenden Substanzen in der Fütterung, was auch EPI kranken Hunde zugute kommt. Hierzu zählen sowohl chemische Zusatzstoffe wie BHA, BHT, Konservierungsstoffe, Lock-, Aroma- und Geschmacksstoffe als auch synthetische Vitamine und Spurenelemente. Neben dem Risiko der direkten Schädigung – der Darmschleimhaut und der Verdauungsorgane – besteht ebenfalls die Gefahr über die hormonellen Irritationen der Verdauungsenzymtätigkeit, unerwünschte Krankheitssymptome hervorzurufen oder zu fördern. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie unter Hintergrundinfos EPI.

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Apropos ungewollte Futteraufnahme

Ein relativ wichtiger Gesichtspunkt bei der Fütterung von EPI erkrankten Hunden ist das Thema der ungewollten Futteraufnahme bzw. dem Aufnehmen von schwerverdaulichen, belastenden Substanzen wie z. B Kadaver, Kot, etc.

Grundsätzlich liegt die Neigung zum Kotfressen – insbesondere der Exkremente von Pflanzenfressern – in der Natur des Hundes und muss zwar als unangenehm aber auf keinen Fall immer als krankhaft eingestuft werden. Jeder weiß, wieviel konsequente Erziehungsarbeit es kostet, Hunden, die diesem Hobby nachgehen, eine andere Verhaltensweise anzuerziehen. Neben der vorhandenen instinktiven Neigung kann es ebenfalls gesundheitliche Umstände geben, in denen der Hund z. B. wegen Hunger, Verdauungsstörungen, Hormonumstellungen etc. vermehrt eine Neigung zu diesem Verhalten zeigt.

Kotfressen ist oft ein Zeichen für eine gestörte Mikroflora des Darms. Aber auch eine vom Hund empfundene Übelkeit bzw. ein allgemeines Unwohlsein z. B. durch eine akute Stoffwechselüberlastung kann diesen Drang auslösen bzw. verstärken. Der Hund versucht in diesen Fällen, durch die Aufnahme von Kot oder Erde seine Darmflora zu sanieren bzw. möchte instinktiv sein Unwohlsein kompensieren.

Da bei einer EPI von Anfang an bereits eine Störung der Mikroflora vorliegt, neigt der EPI kranke Hund vermehrt dazu, Kot und anderen Unrat aufzunehmen. Durch den vorbelasteten Gesundheitszustand reagieren aber gerade diese Hunde empfindlicher und bilden schnell mittelgradige bis schwere Symptome aus. Eine Art Teufelskreislauf entsteht. Aus diesem Grund ist es unumgänglich, dem EPI kranken Hund die Aufnahme von Kot und Unrat abzugewöhnen und über die Einstellung der Fütterung Einfluss auf die Gesundung der Darmflora zu nehmen.

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Leckerchen, Trockenfleisch und andere Zugaben

Wenn Sie gerne Belohnungsleckerlis, Trockenfleischprodukte oder Ergänzungen wie Gemüse. Quark etc. zusätzlich füttern möchten, sollten Sie als erstes prüfen, ob Ihr Hund diese grundsätzlich verträgt bzw. gut verdauen kann. Es ist sicherlich für die Gesundheit des Hundes besser auf das ein oder andere Leckerchen zu verzichten, als eine höhere Dosis an Enzymen verordnet zu bekommen.
Zudem ist es sinnvoll, darauf zu achten, dass das Gesamtnährstoffverhältnis der Tagesration bestehen bleibt. Mit anderen Worten: alles, was der Hund frisst, sollte in die Ration eingerechnet werden. Dies ist bei den verschiedenen Marengo Snacks relativ unkompliziert möglich. Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich.

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Praktische Fütterung von Hunden mit EPI

Fütterungstechnik
Um den Bedarf an Verdauungsenzymen relativ konstant zu halten und so eine Überlastung der Bauchspeicheldrüse zu vermeiden, empfehlen wir für alle EPI kranken Hunde, 3-4 Mahlzeiten am Tag einzuplanen. Dies gilt auch für den Fall, dass Verdauungsenzyme nötig sind. Sprechen Sie bitte mit dem behandelnden Tiermediziner die Art der Verabreichung und die Dosierung ab, damit es nicht zu unerwünschten Reaktionen kommt.

Futtermenge
Die Futtermenge muss wie bei allen anderen Hunden auch individuell in Abhängigkeit insbesondere des Futter- und Gesundheitszustandes vom Besitzer einreguliert werden. Die passende Gesamtfuttermenge für Ihren Hund entnehmen Sie bitte den Tabellen unter Futtermenge.

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Diäten für EPI kranke Hunde

Allgemeine Hinweise:

Normalgewichtige Hunde Schlanke bis untergewichtige Hunde
Variante 1: Marengo Wolfshappen + Marengo Country + Marengo Wellness-Cracker
Marengo Wolfshappen + Marengo Country (55% : 45%) + Marengo Wellness-Cracker Marengo Wolfshappen + Marengo Country (58% : 42%) + Marengo Wellness-Cracker
Variante 2: Marengo Bio beef + Marengo Country + Marengo Wellness-Cracker
Marengo Bio beef + Marengo Country (55% : 45%) + Marengo Wellness-Cracker Marengo Bio beef + Marengo Country (58% : 42%) + Marengo Wellness-Cracker
Variante 3: Marengo Native Way
Marengo Native Way (100%) Marengo Native Way (100%)
Variante 4: Marengo Premium + Marengo Country
Marengo Premium + Marengo Country (80% : 20%) Marengo Premium + Marengo Country (90% : 10%)
Variante 5: Cura naturalis Magen und Darm, Spezielles Diätalleinfuttermittel von Marengo
Cura naturalis Magen und Darm (100%) Cura naturalis Magen und Darm (100%)

Welpen, die unter 6 Monate alt sind, leiden seltener unter einer EPI. Wenn doch, dann benötigen sie in der Regel eine besondere Diät. Hier gilt es den erhöhten Eiweißbedarf aufgrund des Wachstums zu decken und gleichzeitig eine Überversorgung zu vermeiden. Bitte kontaktieren Sie uns in diesem Fall, damit wir einen individuellen Fütterungsplan für Ihren Welpen erstellen können.

Ausführliche Informationen zu allen Produkten finden Sie im Marengo Shop.

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Copyright by Marengo - EnRa GmbH & Co. KG
Aktualisiert Januar 2022

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