Chemiekeule oder natürlicher Weg - der meist vergessene Blick auf den Beipackzettel...

Chemische Antiparasitenmittel haben neben ihrer antiparasitären Wirkung immer auch nicht zu verharmlosende Nebenwirkungen. Präparate zum Aufträufeln bzw.Aufsprühen (Spot-On-Präparate) sowie Flohhalsbänder enthalten belastende Substanzen, die sich im Körper des Hundes anreichern und entweder in das Blut des Hundes oder über Haut und Fell fortlaufend in kleinen Mengen abgegeben werden.

Die meisten dieser chemischen Antiparasitenmittel enthalten Kontaktgifte wie z. B. Fipronil oder Permethrin, die die Reizleitung der Nervenzellen der Parasiten unterbrechen und sie abtöten. Andere Präparate enthalten z. B. den Wirkstoff Lufenuron, der eine Entwicklungsstörung (Genveränderung) der Parasiten auslöst. Leider lesen die wenigsten Hundebesitzer einmal in Ruhe den Beipackzettel der Präparate durch. Dort finden sie zum Teil zu beachtende Nebenwirkungen und Vorsichtsmassnahmen aufgeführt, die bei der Verwendung unumgänglich sind.

Bitte bedenken Sie:
Was für die lästigen und enorm widerstandsfähigen Parasiten tödlich endet, kann natürlich auch für den Hund stark immunsystembelastend und hochgradig allergieträchtig sein, von möglichen anderen stoffwechselbeeinträchtigenden Risikofaktoren einmal ganz abgesehen. Auch die Vorstellung, dass unsere Hunde mit Kontaktgift besprüht oder beträufelt werden, mag den Hundefreund nicht wirklich beruhigen.
Bedenken Sie, dass die Anwendung der chemischen Präparate nicht nur Ihren Hund sondern auch Sie und Ihre Kinder belasten kann, auch wenn die meisten Hersteller von einer eher geringen Toxidität (Giftigkeit)für Mensch und andere Säugetiere sprechen. Zudem sollte man sich in diesem Zusammenhang auch noch einmal ganz klar den Tierschutzgedanken bewusst machen, da in der Regel jedes chemische Antiparasitenmittel, bevor es auf den Markt kommt, durch unzählige Tierversuchsreihen laufen muss.
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