So stellen wir unser Trockenfutter her

Seit März 2016 produzieren wir alle Marengo Trockenfuttersorten auf unserer eigenen Produktionsanlage

 

So stellen wir das Marengo Trockenfutter her

Marengo nutzt zur Herstellung des Trockenfutters ganz bewusst das hochmoderne und schonende Verfahren der Extrusion. Was das ist und warum unsere Wahl gerade auf die Extrusion fiel, sollen folgende Informationen deutlich machen.

Vorbereitende Maßnahmen für die Trockenfutterproduktion

Ob Extrudieren, Backen, Pressen bzw. Pelletieren – alle festen Rohstoffe müssen auf gleiche Weise vorbereitet werden: durch Erwärmung auf über 70 °C, Trocknung und Zerkleinerung (in der Regel Mahlen). Dies hat zur Folge, dass die Ausgangsstoffe ebenfalls die gleichen sind bzw. je nach Rezeptur und Qualitätsanspruch sein können.

Extrusion des Marengo Hundefutters

Die Worte Extrusion, Extrudat, extrudieren leiten sich von der Maschine ab, die für dieses Verfahren genutzt wird, dem Extruder.
Nach den vorbereitenden Maßnahmen wird das gemahlene Komponentengemisch dosiert von oben in den Extruder transportiert. Über den oberen Teil des Extruders (Förderschnecke) wird das Gemisch in den darunter liegenden mittleren Teil, den sogenannten Konditionierer gefördert. Der Konditionierer ist eine besondere Art Mischer, in den Wasser und Dampf zugeführt werden, was aus dem trockenen Gemisch einen Teig entstehen lässt. Dieser Teig wird in den unteren Teil des Extruders transportiert, in dem sich die Extruderwelle befindet. Die Extruderwelle befördert den Teig zum Extruderkopf (Ende der Extruderwelle)und drückt ihn durch eine Düsenplatte, die je nach gewünschter Krokettenform bestimmte Öffnungen hat. Direkt hinter der Platte sitzt ein Messerwerk, das den geformten Teig auf die gewünschte Länge bringt. Die Komponenten werden im unteren Teil des Extruders im Zusammenspiel von Dampf, Druck und Reibung für ca. 20-30 Sekunden auf eine Temperatur von ca. 110°-120°C gebracht. Durch schlagartiges Nachlassen des Druckes (beim Verlassen des Extruderkopfes) expandiert das Futter und wird so für den Verdauungstrakt des Hundes aufgeschlossen.
Dieser Vorgang ist vergleichbar mit dem Aufschließen der pflanzlichen Bestandteile im Verdauungstrakt eines Beutetieres, das notwendig ist, damit der Hund die enthaltenen Nährstoffe auch tatsächlich verwerten kann. Es handelt sich hierbei um einen Stärkeaufschluss, der im Vergleich zum Pelletieren oder Backen bei der Extrusion am höchsten ist. Hierin besteht (zusammen mit den weitaus höheren Herstellungskosten) der entscheidene Unterschied zu den anderen Herstellungsverfahren.

Trocknung nach der Produktion

Unabhängig von der Art des Herstellungsverfahren ist die Warmlufttrocknung bei Temperaturen bis ca. 180°C das übliche Trocknuungsverfahren. Die Dauer und Temperaturhöhe der Warmlufttrocknung ist von den verwendeten Komponenten und der nach dem Herstellungsprozess noch verbleibenden Restfeuchtigkeit des Futters abhängig. Die durchschnittliche Restfeuchtigkeit, mit der das Futter zur Trocknung geführt wird, ist unterschiedlich. Sie liegt beim Pressen bei ca. 16-18 %, beim Extrudieren bei ca. 20-25 % und beim Backen über 25 %. Die Dauer (ca. 10 -20 Minuten) der Warmlufttrocknung sowie die Temperaturen am Produkt selbst (ca. 110°C-120°C) sind beim Pressen und Extrudieren in der Regel gleich. Beim Backen sind die Zeiten länger und die Temperaturen höher.

Trocknung des Marengo Hundefutters

Ein großer Teil (ca. 70%) des im Komponentengemisch (Extruder) enthaltenen Wassers wird bei der Energiefreisetzung während der Expansion während des Extrusionsprozesses verbraucht. Die Restfeuchtigkeit vor der Trocknung liegt bei ca. 23 %-25 % Die Trocknung des Marengo Hundefutters erfolgt unter Warmluft (bei ca. 110°C-125°C am Produkt) für ca. 10-15 Minuten. Vor dem Befüllen der Verpackung kühlt das Futter noch für 1-2 Tage an der Luft aus. Die Restfeuchtigkeit des Endproduktes beträgt ca. 8-9 %

 

Zum Vergleich: Pelletieren/Pressen und Backen

Pelletieren/Pressen/Kaltgepresst

Futterpressen wurden nicht für Fleischfresser sondern für Pflanzenfresser im Nutztierbereich entwickelt, die Getreide und Gemüse von Natur aus - unaufgeschlossen - verdauen können. Getreide und Gemüse werden beim Pressen im Vergleich zum Extrudieren nur unzureichend für den Hundedarm aufgeschlossen, da der Stärkeaufschluss sehr viel geringer ist. Wichtige Inhaltsstoffe können aus diesem Grund nicht resorbiert werden. Auch hohe Rohaschegehalte des Endproduktes sowie größere Kotmengen zeigen oft die niedrigere Verdaulichkeit an. Darüber hinaus ist die Haltbarkeit von Pressfutter ohne Anreicherung mit Antioxidantien und Konservierungsstoffen sehr fraglich. Dies führt auch zu einer eingeschränkten Auswahl der Komponenten, die verwendet werden können.

Der Begriff „kaltgepresst" ist irreführend

Der Begriff „kaltgepresst" ist im Zusammenhang mit der Herstellung von Hundefutter irreführend. „Kaltgepresst" erweckt den Eindruck, als wenn Pressen das schonendste und beste Verfahren zur Herstellung eines Hundefutters wäre. Von Kaltpressung im eigentlichen Sinne spricht man aber bei der Gewinnung von Pflanzenölen, bei der ein anderes technisches Verfahren und eine andersartige Presse eingesetzt werden. Bei der Herstellung von Pressfutter hingegen werden (abhängig von den verwendeten Komponenten) für eine Dauer von ca. 50-60 Sekunden Temperaturen von 110°C - 120°C erreicht. Diese entsprechen in etwa den Temperaturen, die bei der Extrusion erreicht werden (siehe oben). Von „Kaltpressung" im eigentlichen Sinne kann hier also keine Rede sein.

 

Zum Vergleich: Backen

Das Backen erfordert, abhängig von den verwendeten Komponenten, Temperaturen zwischen 150°C – 350°C, die über einen längeren Zeitraum gehalten werden müssen. Dies beeinträchtigt hitzeempfindliche Vitamine in höherem Maße als beim Pressen oder Extrudieren.
Der Backvorgang führt nur zu einem teilweisen Aufschluss der enthaltenen Stärke. Darum liegt die Verwertbarkeit der Nährstoffe aus Getreide und Gemüse für den Hund bei einem gebackenen Futter deutlich unter dem eines extrudierten. Die Haltbarkeit von Backwaren ist ohne Anreicherung mit Antioxidantien und Konservierungsstoffen kritisch. Dies liegt u. a. auch an dem höheren Wassergehalt des als Basis dienenden Teigs.

 

Darum haben wie uns für die schonende Aufbereitung durch Extrusion entschieden

Um den Hund ohne die Beigabe von synthetischen Zusatzstoffen langfrisitig mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgen zu können, haben wir uns für die schonende Aufbereitung der Extrusion entschieden. Getreide und Gemüse werden bei der Extrusion für den Hundedarm optimal aufgeschlossen, was beim Pressen oder Backen nur unzureichend geschieht. Zudem bleiben Vitamine und andere Nährstoffe nachweislich erhalten, wie u. a. unabhängige Analysen der Marengo Endprodukte belegen. Der Verlust an Nährstoffen liegt mit nur 5 % deutlich unter dem eines normalen Kochvorgangs, so dass die Aufbereitung als besonders schonend bezeichnet werden kann. In Kombination mit hochwertigen Komponenten gibt uns die Extrusion die Möglichkeit, ein naturbelassenes Qualitätsfutter ohne alle synthetische Zusatzstoffe anzubieten.

Copyright by Marengo - EnRa GmbH & Co. KG
Aktualisiert April 2016

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