Die Natürlichkeit des Futters steht im Mittelpunkt

Zwei spielende Australian Shepherds

 

„Ohne synthetische Zusatzstoffe, ohne synthetische Vitamine” – das sind keine bloßen Slogans. Im Gegenteil. Ein Futter herzustellen, das frei ist von allen künstlichen Zutaten, liegt uns am Herzen. Es ist Kernpunkt unserer gesamten Firmenphilosophie.

Was für unser Futter so wesentlich ist, kann zur Herausforderung werden. Denn es geht nicht darum, dass nur wir keine künstlichen Zusätze beimischen. Das wäre nicht schwer. Aber gemäß unserer Philosophie darf keiner der von uns eingekauften und für unser Futter verwendeten Rohstoffe synthetische Zusatzstoffe enthalten. Nicht die Fleischgrundlage, nicht das Öl – keine einzige der Komponenten.

Das bedeutet: wir können nur mit Lieferanten arbeiten, die genauso denken wie wir. Und die ebenfalls auf synthetische Vitamine oder Antioxidantien komplett verzichten. Das ist gar nicht so einfach: um diese Reinheit der Zutaten garantieren zu können, müssen wir uns manchmal in der Auswahl erheblich einschränken. Doch das tun wir gerne – um Ihrem Hund bestmögliche Qualität zu bieten.

 

Naturbelassene Vitamine haben keine Nebenwirkungen

Es gibt keinen Grund, synthetische Vitamine zu verwenden. Ein Hund ist – wie sein Vorfahr, der Wolf – nicht auf sie angewiesen. Im Gegenteil: die Nahrungsversorgung in freier Natur enthielt bzw. enthält ausschließlich natürliche Vitamine und Spurenelemente. Natürliche Vitamine sind daher alles, was ein Hund in dieser Hinsicht braucht.
Synthetische Vitamine können sogar schädlich sein. Bei ihnen fehlt die schützende Struktur der Flavonoide, in denen die natürlichen Vitamine „verpackt” sind, und die der Körper erst mit Enzymen oder anderen körpereigenen Stoffen aufspalten muss. Daher kommt es bei der Aufnahme synthetischer Vitamine leicht zu einer Überversorgung.
Eine solche Hypervitaminose kann Leber und Nieren über Gebühr belasten: das Risiko von Allergien und Stoffwechselstörungen wächst. Durch die Erhöhung des Umsatzes im Stoffwechsel kommt es eventuell sogar zu Mangelerscheinungen an anderen Nährstoffen. Ganz zu schweigen von möglichen Auswirkungen auf das Nervensystem des Hundes, wenn „entpackte” synthetische Vitamine mit ihrer künstlichen Struktur die Blut-Hirn-Schranke durchbrechen. Warum sollten wir für Ihren Hund schädliche Nebenwirkungen in Kauf nehmen, wenn sie sich vermeiden lassen? Wir verzichten deshalb komplett auf synthetische Vitamine.

Zum Beispiel: Beta-Carotin
Synthetische Vitamine sind kein angemessener Ersatz für echte. Das ist ein Mythos. Im Labor lassen sich Vitamine nur sehr rudimentär nachbilden. Beispielsweise gibt es in der Natur etwa 200 verschiedene Carotinoide. Aus der Retorte gibt es genau eins, nämlich das Beta-Carotin. Die Vielfalt der natürlichen Vitamine lässt sich künstlich niemals nachbilden oder ersetzen.

 

Erkenntnis aus Erfahrung - der empirische Marengo Weg

Marengo setzt auf empirische Wissenschaft. Neben genauer Kenntnis der klassischen Ernährungskunde stützt sie sich auf Erfahrungen, aus denen wir Erkenntnisse über die Hundeernährung gewinnen. Dabei handelt es sich nicht nur um unsere Erfahrungswerte. Auch traditionelles Wissen über die Nahrungsaufnahme von Hund und Wolf spielt für unsere Empirie eine große Rolle.

Darin unterscheiden wir uns komplett von Methoden, wie sie sonst in der industriellen Futterherstellung üblich sind. Bei diesen wird in Laborsituationen versucht, vermutete Bedarfswerte durch Tierversuche zu bestätigen. Solche vermuteten Werte weichen oft stark voneinander ab. Sie sind mehr oder minder willkürlich und damit lebensfremd. Darunter leidet nicht nur die Qualität des Futters. Auch die Tiere in den Laboren leben bzw. sterben würdelos und nicht selten unter Qualen.

Ein solches Vorgehen wollen und werden wir unter keinen Umständen unterstützen. Deswegen gehen wir bei unseren Rezepturen von realistischen Bedarfswerten aus, die wir wissenschaftlich aus Erfahrungen ermittelt haben.

Zum Beispiel: Vitamin-A-Bedarfswerte eines 25 kg schweren Hundes
Laut den Angaben von Helmut Meyer und Jürgen Zentek benötigt ein Hund mit 25 kg Körpergewicht 2500 bis 6250 IE (Internationale Einheiten) Vitamin A pro Tag. Unsere empirisch gewonnenen Bedarfswerte für eine selbst zubereitete bzw. naturbelassene Ration betragen jedoch 500 IE pro Tag.

Im Vergleich mit auf natürliche Weise gewonnenen – und damit realistischen – Bedarfswerten wird eins deutlich: Tabellenwerte, wie sie in Laborexperimenten entstehen, übersteigen die natürlichen Werte um ein Vielfaches. Mit natürlichen Zutaten können solche Labor-Tabellenwerte in der Regel gar nicht oder nur bei der Zusammenstellung völlig unangemessener Rationen erreicht werden. Dies gilt sowohl für selbst zubereitete Rationen als auch für Fertigfutter.

 

Wie erkennt man, ob ein Hundefutter synthetische Zusatzstoffe enthält ?

Synthetische Vitamine, Konservierungsstoffe und Antioxidantien müssen auf der Verpackung ausgewiesen sein, insbesondere wenn sie Bestandteil der Rezeptur sind, also zusammen mit den Komponenten vermengt werden. Und dies ist auch gut so. Diese auszuweisenden Stoffe sind nämlich ab einer gewissen Menge giftig für den Hund. Man findet die Auflistung der zugesetzten Stoffe unter “Zusatzstoffe je kg“, “Zusammensetzung“ oder “Inhaltsstoffe“.

Schwierig wird es, wenn bereits einzelne Rohstoffe mit Antioxidantien oder anderen Zusätzen versehen wurden. Das Futtermittelrecht fordert nur eine Deklaration dieser Zusatzstoffe, wenn sie im Endprodukt über einen gewissen Grenzwert nachweisbar bleiben. Dieser Grenzwert orientiert sich an einer Wirksamkeit des Zusatzes im technologischen Sinne. Darunter liegende Mengen sind nicht deklarierungspflichtig, obwohl es sich eindeutig um die Beimengung von synthetischen Zusatzstoffen handelt.

Dem Hundebesitzer hilft hier nur Transparenz von Seiten des Herstellers sowie eine Garantie, dass tatsächlich auch die Rohstoffe frei von allen synthetischen Zusätzen sind. Darum betonen wir immer wieder, dass unser Hundefutter keine – auch keine versteckten – synthetischen Zusatzstoffe enthält.

Zum Beispiel: Maiskeimöl
Maiskeimöl enthält von Natur aus sehr viel natürliches Vitamin E, wenn es, wie bei dem von uns verwendeten Öl, auf schonende Weise raffiniert wird. Durch bestimmte Raffinationsverfahren wird das natürliche Vitamin zum großen Teil zerstört. Viele Lieferanten setzen daher anschließend synthetisches Vitamin E zu, um den Verlust aufzufangen. Dieses synthetische Vitamin E, das eindeutig künstlich im Genlabor hergestellt wurde, muss nicht als Zusatzstoff deklariert werden.

 

Vitamine bis die Synapsen qualmen

Vom Einfluss synthetischer Vitamine auf das Verhalten unserer Hunde

Photo Tierschutzhunde Podencorüde Rosi und Dobermannhündin Johanna im Spiel

Einleitung

I. Was ist ein normales, was ein gestörtes Verhalten ?

Um beurteilen zu können, inwieweit synthetische Vitamine das Verhalten unserer Hunde beeinflussen können, ist es sinnvoll, sich vorab klarzumachen, was ein normales bzw. was ein gestörtes Verhalten ist. Ob ein gestörtes Verhalten vorliegt, kann man häufig nicht nur am Symptom selbst ausmachen. Z. B. Schreckhaftigkeit oder Aggression sind erst dann als verhaltensauffällig zu bezeichnen, wenn sie dauerhaft unangemessen auftreten. Hier einige Bespiele für gestörtes Verhalten:

Liegt ein gestörtes Verhalten vor, ist eine Differenzierung zwischen Verhaltensauffälligkeiten mit und ohne primäre neurologische Veränderungen sehr wichtig.

Störungen ohne primäre neurologische Ausfälle

Mögliche Ursachen

Störungen mit primären neurologischen Ausfällen

Angeborene und erworbene Erkrankungen

Das Nervensystem

Das Nervensystem besteht aus dem Zentralnervensystem (ZNS) und dem Peripheren Nervensystem (PNS). Zum Zentralnervensystem zählt man Gehirn und Rückenmark, zum Peripheren Nervensystem gehören alle Teile des Nervensystems, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegen. Im Gegensatz zum Zentralnervensystem ist das Periphere Nervensystem nicht durch Knochen oder die Blut-Hirn-Schranke geschützt.

Das Zentralnervensystem (ZNS)

Das Zentralnervensystem hat verschiedene und vielfältige Aufgaben. Primär beschäftigt es sich mit der Verarbeitung und Integration aller Signale/Reize, die dem Gehirn und dem Rückenmark über das Periphere Nervensystem weitergeleitet werden wie z. B. Sinneswahrnehmungen und körpereigene Reize. Darüber hinaus ist es für die Koordination der motorischen Eigenleistungen des Körpers sowie für die Regulation und Abstimmung des Hormon-, Immun- und Organsystems sowie anderen Systemen zuständig.

Aufbau des Zentralnervensystems

Graphik: Aufbau des Gehirns

Großhirn (1.)
Das Großhirn ist geteilt in die linke und rechte Gehirnhälfte, die durch den Balken (2.) verbunden werden. Es gilt nach heutigem Kenntnisstand als Sitz von Intelligenz, Wille, Gedächtnis, Gefühl und Steuerung der Körperbewegungen.

Kleinhirn (6.)
Das Kleinhirn dient primär als Bewegungskontrollzentrum (Motorik) und besitzt trotz seiner geringeren Größe genauso viele Neuronen (Nervenzellen) wir das Großhirn.

Zwischenhirn (5.)
Ein Teil des Zwischenhirns (5.) wird vom Hypothalamus gebildet. Als Steuerzentrum des vegetativen bzw. autonomen Nervensystems ist er für alle durch Reflexmechanismen gesteuerte Aktivitäten verantwortlich wie z. B. Atmung, Herzfunktion, Kreislauf und Peristaltik.

Hirnstamm (4.)( 7.)
Den übrigen Teil des Gehirns bezeichnet man als Hirnstamm. Hierzu gehören neben dem Mittelhirn (4.), das verlängerte Rückenmark (7.) und die sogenannte Brücke. Der Hirnstamm leitet insbesondere Informationen zwischen Rückenmark und Groß- und Kleinhirn in beide Richtungen weiter.

Rückenmark
Das Rückenmark ist mit dem Hirnstamm verbunden. Es bildet die größte Bahn für Informationen von der Haut, den Muskeln und den Gelenken zum Gehirn hin und zurück. Die Kommunikation des Rückenmarks mit den speziellen Körperpartien erfolgt durch die Spinalnerven, die immer über zwei Äste (Hinter- und Vorderwurzel) miteinander verbunden sind.

Schutz des Zentralnervensystems

Um das äußerst produktive und gleichzeitig auch hochsensible Zentralnervensystem zu schützen, weist der Organismus insbesondere drei verschiedene Schutzmechanismen auf. Starke Schädelknochen sowie der knöcherne Wirbelsäulenkanal betten das sensible Nervengewebe ein. Weiteren Schutz bieten drei Hirn- bzw. drei Rückenmarkshäute (harte Haut, Spinngewebshaut, weiche Haut). Von großer Wichtigkeit ist auch die sogenannte "Blut-Hirn-Schranke". Sie bildet eine physiologische Barriere zwischen Blutkreislauf und Gehirn und kontrolliert gleichzeitig die Zu- und Abfuhr von Nährstoffen und anderen Substanzen.

Blut-Hirn-Schranke

Graphik:Blut-Hirn-Schranke

Die Blut-Hirn-Schranke ist eine wichtige Einrichtung der Natur, um das Zentralnervensystem vor "Eindringlingen" aller Art zu schützen. Im Wesentlichen besteht sie aus einem Verbund an Zellen (Endothelzellen), die über Bänder – den sogenannten Tight junctions eng miteinander verknüpft sind. Diese physiologische Barriere verhindert, dass im Blut zirkulierende Erreger, Toxine, Botenstoffe oder medikamentöse Substanzen ins Zentralnervensystem gelangen. Zudem dient sie als Filter für die Zufuhr von Nährstoffen und sorgt gleichzeitig für die Abfuhr von anfallenden Stoffwechselabbauprodukten.

Risiko durch synthetische Vitamine im Futter

Um den Nährstoffbedarf des Zentralnervensystems zu decken, muss die Blut-Hirn-Schranke die Zufuhr der benötigten Nährstoffe ermöglichen. Vitamine wie z. B. Vit. C, Vit. B1, Vit. B3, Vit. B6, Vit. B12 etc. können darum bei Bedarf die Blut-Hirn-Schranke problemlos passieren. Solange es sich um natürliche Vitamine handelt, greift das körpereigene Kontroll- bzw. Regulierungssystem, so dass nur angeforderte Vitamine ins Zentralnervensystem gelangen bzw. auch eine Abfuhr von überschüssigen Nährstoffen unkompliziert scheint.

Anders sieht es bei den synthetischen Vitaminen aus. Dass synthetische Vitamine, die in der Regel in der Retorte bzw. aus genmanipulierten Substanzen gewonnen werden, eine andere Wirkung im Körper entfalten, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Immer mehr Wissenschaftler warnen aufgrund von alten und neuen Studien vor den Risiken, die mit der Einnahme von synthetischen Vitaminen verbunden sind. Diese Tatsache betrifft auch unsere Hunde, wenn sie mit Futter versorgt werden, dass mit synthetischen Vitaminen angereichert wird. Die hier enthaltenen synthetischen Vitamine gelangen ebenfalls ins Zentralnervensystem und greifen dort riskant in den Stoffwechsel ein (siehe Beispiel unten). Vergessen sollte man an dieser Stelle auch nicht, dass die Dosierung der synthetischen Vitamine z. B. in einem Trockenalleinfutter, die normale Konzentration an natürlichen Vitaminen einer selbst zusammengestellten Ration um ein Vielfaches übersteigt. Diese Tatsache verstärkt das Problem.

Beispiel: MDR1-Defekt bei Collies

Um einen Eindruck zu gewinnen, wie wichtig eine intakte Blut-Hirn-Schranke ist und welche Gefahren lauern, wenn die Zufuhr an Substanzen nicht mehr der Kontrolle des Organismus unterliegt, soll hier das Beispiel des MDR1-Defektes erläutert werden.

Bei dem MDR1-Defekt handelt es sich um einen Defekt des MDR1-Gens, der bei Collies und Colliemischlingen auftritt. Als Folge dieses Defekts kann der Organismus ein bestimmtes Protein (P-Glykoprotein) nicht mehr oder nicht mehr vollständig synthetisieren. Da dieses Protein ein wichtiger Bestandteil der Blut-Hirn-Schranke ist, kann diese ihre Schutzfunktion insbesondere gegenüber bestimmten Arzneimitteln nicht mehr aufrecht erhalten. So gelangen nach Verabreichung von bestimmten Antiparasitika, Zytostatika, Durchfallmitteln oder Antibiotika unerwünschte Substanzen ins Zentralnervensystem, was zu gravierenden neurotoxischen Nebenwirkungen bishin zum Tod des Tieres führen kann. Bekannt wurde dieser Defekt durch die in der Praxis aufgetretene Überempfindlichkeit der Collies gegenüber Ivermectin (Inhaltsstoff einiger chemischer Wurmkuren).

Beispiel: Nanomaterialien

Die Nanotechnologie spielt im Zusammenhang mit der Ernährung ebenfalls eine zunehmend wichtigere Rolle. Schon seit mehreren Jahren werden Nanoteilchen auch in Lebensmitteln verwendet, ohne dass die Risiken überhaupt letztendlich geklärt wären.
Laut einer Studie des BUND aus dem Jahre 2008 (Aus dem Labor auf den Teller, Die Nutzung der Nanotechnologie im Lebensmittelsektor) entstehen Risiken insbesondere dann, wenn Nanoteilchen in den Körper gelangen. Bei der Aufnahme über die Atmungsorgane − etwa in Form von Reinigungs- oder Pflegesprays − dringen die sogenannten "freien" Nanoteilchen tief in die Lunge ein und gelangen von dort aus ins Blut. Werden Nanopartikel über die Nahrung aufgenommen − wie z. B. Silizium­dioxid als Riesel­hilfe für pulv­erisierte Nahrungs­mittel wie Gewürze oder als technischer Hilfsstoff in Ketchup − gelangen sie über den Magen-Darm-Trakt ins Blut- und Lymph­system und verteilen sich im Organismus. Hierbei kommt es zu Akkumulationen (Anreicherungen) in den Organen. Auch die Blut-Hirn-Schranke oder die Plazenta verlieren ihren Status als natürliche Barriere zum Schutz des Körpers und des ungeborenen Lebens.
Besonders bedenklich scheint, dass die Industrie sich nicht scheut, synthetische Vitamine und synthetische Zusatzstoffe in Nanoteilchen einzubetten. In dieser Form ist der Weg u. a. ins Zentralnervensystem ein Kinderspiel. Die Folgen und Risiken für Mensch, Tier und Umwelt sind noch absolut unzureichend erforscht.

Peripheres Nervensystem (PNS)

Das Periphere Nervensystem (PNS) umfasst alle Teile des Nervensystems die außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegen. Hierzu gehören die Nerven, die direkt dem Gehirn (Hirnnerven) bzw. dem Rückgrat (Spinalnerven) entspringen sowie die Nerven, die die Wände der inneren Organe auskleiden (intramurales Nervensystem).

Aufgaben des Peripheren Nervensystems

Die Signale bzw. Reize, die über die Sinnesorgane von 'außen' empfangen werden oder auch jene, die der Organismus im Inneren erzeugt, werden über die Nervenbahnen (PNS) an Gehirn oder Rückenmark bzw. an beide weitergeleitet. Die Weiterleitung der Reize und Signale erfolgt von Nervenzelle zu Nervenzelle über die Synapsen.

Nervenzelle
Eine Nervenzelle ist eine auf Erregungsleitung spezialisierte Zelle. Sie besteht aus dem Zellkörper, den Dendriten und den Axonen. Axone sind zum Teil sehr lange, faserige Fortsätze, an deren Ende mit Hilfe der Synapsen die Erregungsübertragung zwischen den Zellen stattfindet.

Synapsen
Als Synapsen bezeichnet man die Kontaktstellen zwischen Nervenzellen untereinander oder auch zwischen Nervenzellen und anderen Zellen wie Sinnes-, Muskel- oder Drüsenzellen. Synapsen bilden das Axonsende und übertragen das sogenannte Aktionspotential, das Basis der Erregungsleitung ist.

Reizleitung mit Hilfe von Neurotransmittern
Die in einer signalgebende Nervenzelle erzeugte elektrische Ladung (Aktionspotential) provoziert insbesondere unter Mithilfe von Calcium die Ausschüttung von Neurotransmittern an der präsynaptischen Membran in den sogenannten synaptischen Spalt.
Die den Reiz empfangende Synapse nimmt die Neurotransmitter an der postsynaptischen Membran auf und wandelt sie wieder in elektrische Ladung (Aktionspotential) um. Wichtige Neurotransmitter sind z. B. Acetylcholin, Dopamin, Noradrenalin oder Serotonin.

Synthetische Vitamine als Risiko für den Neurotransmitterstoffwechsel

Ein gut funktionierender und ausgewogener Neurotransmitterstoffwechsel ist die Voraussetzung für ein ausgeglichenes Temperament und ein artgerechtes Verhalten. Damit der Organismus ausreichend Neurotransmitter zur Verfügung stellen kann, benötigt er eine Reihe von Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren. Gleichzeitig sind die Stoffwechselvorgänge im synaptischen Spalt sehr empfindlich gegen Beeinträchtigungen durch Nährstoffimbalancen und Gifte (Toxine) aller Art. U. a. darum spielt die Ernährung eine wichtige Rolle.

Wirkung von synthetischen Vitaminen auf Neurotransmitter

Synthetische Vitamine greifen aufgrund ihrer chemischen Strukur verbunden mit der häufig riskant hohen Dosierung anders in den Neurotransmitterstoffwechsel ein als natürliche Vitamine. Sie können direkt zu Imbalancen bei der körpereigenen Produktion von Neurotransmittern sowie innerhalb des Neurotransmitterstoffwechsels führen. Zudem können sie auch indirekt in Form von Stoffwechselgiften, die z. B. bei einer überhöhten Zufuhr an synthetischen Vitaminen über die Nahrung anfallen, die Vorgänge im synaptischen Spalt beeinflussen.

Beispiel Serotonin und Vitamin B6

Serotonin ist ein Gewebehormon und Neurotransmitter. Als wichtiger Neurotransmitter beeinflusst es unmittelbar oder mittelbar fast alle Gehirnfunktionen. Bezogen auf das Verhalten führt ein zu hoher Serotoninspiegel im Gehirn z. B. zu Unruhe und Halluzination, ein zu niederiger Anteil kann Angst, Depression und impulsive Aggressionen auslösen.
Für die Herstellung von Serotonin benötigt der Körper u. a. die essentielle Aminosäure Tryptophan sowie Vitamin B6. Vitamin B6 (Pyridoxin) ist als Baustein eines Enzyms, das innerhalb des Eiweißstoffwechsels benötigt wird, unentbehrlich für die Herstellung von Serotonin. Obwohl Vitamin B6 zu den wasserlöslichen Vitaminen zählt, führen schon mäßige Überdosierungen zu sogenannten Neuropathien (Nervenerkrankungen). Die Aufnahme von synthetischem Vitamin B6 stellt insbesondere ein Risiko für den Neurotransmitterstoffwechsel des Serotonins dar und kann Verhaltensauffälligkeiten wie Unruhe, Hyperaktivität, Angst oder Aggression beim Hund verursachen.

Resümee

Copyright by Marengo - EnRa GmbH & Co. KG
Aktualisiert März 2016

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