Vitamine bis die Synapsen qualmen

Vom Einfluss synthetischer Vitamine auf das Verhalten unserer Hunde

Einleitung

I. Was ist ein normales, was ein gestörtes Verhalten?

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Beispiele gestörten Verhaltens:

Wichtig!
Differenzierung zwischen Verhaltensauffälligkeiten mit und ohne primäre neurologische Veränderungen.

Mögliche Ursachen

Störungen ohne primäre, neurologische Ausfälle
  1. Charakter, Temperament, Intelligenz und Sensibilität
  2. Unangemessene Haltung, Erziehung und Traumata

Störungen mit primären, neurologischen Ausfällen
Angeborene und erworbene Erkrankungen

  1. Speicherkrankheiten
    (Enzymmangel bedingt Anhäufung von Toxinen, die Nervenzellen schädigen. )
  2. Wasserkopf (Hydrozephalus)
  3. Bakteriell oder virusbedingte Infektionen
    (Gehirn– und Gehirnhautenzündungen (Enzephalitis, Meningitis), Staupe, Tollwut)
  4. Metabolische Störungen (sekundär durch Organerkrankungen bzw. Stoffwechselstörungen)
    (Störungen der Leber, der Nieren und endokrine Erkrankungen z. B. Schilddrüsenproblematik)
  5. Toxikosen (Vergiftungen durch körpereigene und körperfremde Stoffe)
    Toxine durchbrechen nach einiger Zeit die Blut-Hirn-Schranke und schädigen das ZNS direkt.

Das Nervensystem

Das Nervensystem besteht aus dem Zentralnervensystem (ZNS) und dem Peripheren Nervensystem (PNS). Zum Zentralnervensystem zählt man Gehirn und Rückenmark, zum Peripheren Nervensystem gehören alle Teile des Nervensystems, die ausserhalb von Gehirn und Rückenmark liegen. Im Gegensatz zum Zentralnervensystem ist das Periphere Nervensystem nicht durch Knochen oder die Blut-Hirn-Schranke geschützt.

Das Zentralnervensystem (ZNS)

Aufgaben des Zentralnervensystems:

  • Verarbeitung und Integration aller Signale / Reize, die dem Gehin und dem Rückenmark über das Periphere Nervensystem weitergeleitet werden (Sinneswahrnehmungen und körpereigene Reize).
  • Koordination der motorischen Eigenleistungen des Körpers
  • Regulation und Abstimmung aller Systeme (Hormon, Immun, Organ etc.)

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Aufbau des Zentralnervensystems

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Grosshirn (1.)
Das Grosshirn ist geteilt in die linke und rechte Gehirnhälfte, die durch den Balken (2.) verbunden werden.
Es gilt nach heutigem Kenntnisstand als Sitz von Intelligenz, Wille, Gedächtnis, Gefühl, Steuerung der Körperbewegungen.

Kleinhirn (6.)
Das Kleinhirn dient primär als Bewegungskontrollzentrum (Motorik) und besitzt trotz seiner geringeren Grösse genauso viele Neuronen wir das Grosshirn.

Zwischenhirn (5.)
Ein Teil des Zwischenhirns (5.) wird vom Hypothalamus gebildet.
Als Steuerzentrum des vegetativen bzw. automatischen Nervensystems ist er für alle durch Reflexmechanismen gesteuerte Aktivitäten verantwortlich wie z.B. Atmung, Herzfunktion, Kreislauf und Peristaltik.

Hirnstamm (4.)( 7.)
Photo: Vitamine6 Den übrigen Teil des Gehirn bezeichnet man als Hirnstamm. Hierzu gehören neben dem Mittel-hirn (4.) das verlängerte Rückenmark (7.) und die sogenannte Brücke.
Der Hirnstamm leitet insbesondere Informationen zwischen Rückenmark und Gross- und Kleinhirn in beide Richtungen weiter.

Rückenmark
Das Rückenmark ist mit dem Hirnstamm verbunden. Es bildet die grösste Bahn für Informationen von der Haut, den Muskeln und den Gelenken zum Gehirn hin und zurück. Die Kommunikation des Rückenmarks mit den speziellen Körperpartien erfolgt durch die Spinalnerven, die immer über zwei Äste (Hinter- und Vorderwurzel) verbunden sind.

Schutz des Zentralnervensystems

Der Organismus schützt das Zentralnervensystem auf verschiedenste Weise.


Was ist die Blut-Hirn-Schranke?

  • Spezielle Zellkombination und Bänder (Tight junctions)
  • Schutz des Gehirns vor Erregern, Toxinen und Botenstoffen
  • Filter für die Nährstoffzufuhr
  • Abfuhr von Stoffwechselabbauprodukten
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Risiko durch synthetische Vitamine im Futter

Peripheres Nervensystem (PNS)

Rückenmark und Spinalnerven Nervenleitungen des PNS
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Aufgaben des Peripheren Nervensystems

  • Signale / Reize von jedem Punkt im Körper, die über die Sinnesorgane von 'aussen' empfangen werden oder auch jene, die der Organismus im Inneren erzeugt, werden über die Nervenbahnen (PNS) an Gehirn oder Rückenmark bzw. an beide weitergeleitet.
  • Die Weiterleitung der Reize und Signale erfolgt von Nervenzelle zu Nervenzelle über die Synapsen.
  • Unterscheidung zwischen somatischem ( Haut, Gelenke, Muskeln) und vegetativem (Organe, Blutgefässe, Drüsen)
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Nervenzelle
Eine Nervenzelle ist eine auf Erregungsleitung spezialisierte Zelle. Sie besteht aus dem Zellkörper, den Dendriten und den Axonen. Axone sind zum Teil sehr lange, faserige Fortsätze, an deren Ende mithilfe der Synapsen die Erregungsübertragung zwischen den Zellen stattfindet.
Synapsen
Als Synapsen bezeichnet man die Kontaktstellen zwischen Nervenzellen untereinander oder auch zwischen Nervenzellen und anderen Zellen wie Sinnes-, Muskel- oder Drüsenzellen. Synapsen bilden das Axonsende und übertragen das sogenannte Aktionspotential, das Basis der Erregungsleitung ist.
Reizleitung zwischen den Nervenzellen
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Wichtige Neurotransmitter sind z.B. Acetylcholin, Dopamin, Noradrenalin oder Serotonin.

Reizleitung mit Hilfe von Neurotransmittern

Die in einer signalgebende Nervenzelle erzeugte elektrische Ladung (Aktionspotential) provoziert insbesondere unter Mithilfe von Calcium die Ausschüttung von Neurotransmittern an der präsynaptischen Membran in den sogenannten synaptischen Spalt.
Die den Reiz empfangende Synapse nimmt die Neurotransmitter an der postsynaptischen Membran auf und wandelt sie wieder in elektrische Ladung (Aktionspotential) um.

Synthetische Vitamine als Risiko für den Neurotransmitterstoffwechsel

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Wirkung von synthetischen Vitaminen

Beispiel Serotonin und Vit B6

Die Aufnahme von synthetischem Vit B6 stellt insbesondere ein Risiko für den Neurotransmitterstoffwechsel des Serotonins dar und kann Verhaltensauffälligkeiten wie Unruhe, Hyperaktivität, Angst oder Aggression beim Hund verursachen.

Resümee

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Aktualisiert November 2011

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