Deutschland im BARF-Rausch
Risiken einer getreidefreien Fütterung
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Kritisch angemerkt
Der Begriff BARFen wird häufig mit 'biologisch-artgerechte-Rohkostfütterung ' übersetzt, steht aber im ursprünglichen Sinne für 'bone and raw food' (Knochen und rohes Futter). War BARFen in den Neunziger Jahren noch eher eine sehr attackierte Fütterungsweise, scheint mittlerweile in Deutschland ein echtes BARF-Fieber ausgebrochen zu sein.
BARFen ist trendy und wie bei jedem Trend gibt es mittlerweile auch unzählige Trittbrettfahrer, die als selbsternannte Fachleute mit laienhaften Ratschlägen und Fütterungstipps um sich werfen, ohne dem eigentlichen Grundgedanken einer natürlichen und gesunden Rohfütterung treu zu bleiben. Dieser Trend geht sogar soweit, dass die Futtermittelindustrie, selbstredend in Angst vor Kundenschwund, mittlerweile auf den Zug aufgesprungen ist und sogenannte BARFER-Kroketten anbietet. Fertigfutter im BARF-Gewand, ein Widerspruch in sich, der aber von vielen Hundebesitzern aus Mangel an Information gar nicht mehr wahrgenommen wird.
Auch der zum Teil irrational hohe Anteil an zugefütterten Zusatzpräparaten scheint weniger eine konsequente als eine ängstliche Reaktion zu sein. 'Mutter Natur' wird nur dann vertraut, wenn es gerade argumentativ gut passt und im Angesicht chemischer Zusatzstoffe in Form von Calciumpräparaten, Vitaminzusätze oder anderen Nährstoffquellen wie Banane, Yucca Schidigera, Präbiotica, Spirulina und Co. drückt man gerne mal ein Auge zu, wenn man damit sein Gewissen beruhigen kann. Dies klingt sicher hart, ist aber notwendig, schliesslich geht es hier um nicht weniger als die Gesundheit unserer Hunde und nicht um ein lapidares Stammtischgeplauder.
Für alle, die gerne erfolgreich und konsequent BARFen möchten oder die sich einen freien Blick auf verschiedene Lösungsmöglichkeiten für die Fütterung ihres Hundes erhalten wollen, hier einige Gedanken rund um das Thema 'BARFen'
BARFen - Ganz oder gar nicht!
Grundprinzip des BARFens ist die ausschliessliche Verwendung von roher Kost, die für den Hund als optimal angesehen wird. Etwaige Nährstoffverluste durch Verarbeitung oder Kochen sollen vermieden und so die Basis einer artgerechten Fütterung im Sinne von 'Mutter Natur' geschaffen werden.
Gefüttert werden darf rohes Fleisch auch in Form von rohen Futtertieren wie Küken, Kaninchen oder Fische, Milchprodukte, Pflanzenöle, Knochen, Kräuter und zum Teil auch ein kleinerer Anteil an Getreide.
Das Gesamtnährstoffverhältnis ist durch den hohen Fleischanteil und den häufig kompletten Verzicht auf Getreide eindeutig eiweissdominant.
Laut Dr. M.Bucksch (hundkatzepferd01/09) kann rohes Fleisch Parasiten (Ascariidae, Taenia, Trichinella spiralis, Echinococcus, Toxoplasma goni etc.), Viren (Aujeszky-Virus in rohem Schweinefleisch - auch wenn die Aujeszkysche Krankheit in Deutschland schon seit Jahren nicht mehr aufgetreten ist, so gibt es durchaus im angrenzenden Ausland immer wieder auftretende Fälle) sowie eine Reihe von Keimen (Bacillus athracis, Campylobacter jejuni, Escheria coli etc.), auf Hund und Herrchen/Frauchen übertragen.
Obwohl von vielen BARFern immer wieder argumentiert wird, dass der hohe pH-Wert des Magensaftes beim Hund die meisten Bakterien unschädlich macht, kommt es in der Praxis z. B. vor, dass Hunde zu 'Ausscheidern' von Salmonellen werden, ohne selber Krankheitssymptome zu zeigen.
Darum gilt : Nur höchste Qualität an Fleisch einsetzen und auf rohes Schweinefleisch komplett verzichten.
Zur Zahnpflege und als natürliche Calcium- und Mineralsoffquelle werden rohe Knochen angeboten. Darmperforationen durch splitternde und zu spitze Knochen sowie Verstopfungen können bei unsachgemässer Verfütterung auftreten.
Darum gilt : Nur geeignete und /oder 'weiche' Knochen in angemessener Menge verfüttern.
Die BARFer und das Getreide
"Der Wolf stand auch nicht am Weizenfeld und hat Ähren gefressen, darum kein Getreide bitte."
Dieses Argument hört man leider in der letzten Zeit sehr häufig, nicht nur von BARFern. Nein, hat er sicherlich nicht, aber Beutetiere schon, deren Mageninhalt vorverdautes Getreide und Gemüse enthielten.
Die Abneigung vieler BARFer gegen Getreide hat verschiedene Ursachen und basiert zu allererst einmal darauf, dass rohes Getreide eine geringe Verdaulichkeit für den Hundedarm zeigt. Entwicklungsgeschichtlich kein Wunder, da sowohl Getreide als auch übrigens das von BARFern sehr begehrte Gemüse, den Vorfahren des Hundes nur in vorverdauter Form, nämlich über den Magen- und Darminhalt der Beutetiere zugute kam.
Das erklärt auch, warum Pflanzenöle in BARF-Rationen sehr häufig Anwendung finden und Getreide selbst nicht. Öle sind für den Hund roh in der Regel sehr gut verdaulich. Man macht sich hierdurch auf indirektem Wege doch einige der wichtigen Inhaltsstoffe von Getreide zunutze, so dass der Begriff 'getreidefrei' im Grunde genommen nicht ganz korrekt ist. Das sollte man bei der neuerdings verbreiteten Diskussion um eine komplett getreidefreie Hundefütterung immer ebenfalls bedenken.
Verdaulichkeit von Gemüse & Co im rohen Zustand
Rohes Gemüse wird von BARFern sehr gerne gefüttert. Was dabei aber leider vergessen wird: genauso wie rohes Getreide für den Verdauungstrakt des Hundes kaum verdaulich ist, ist dies auch bei rohem Gemüse der Fall.
Hier wird einfach vergessen, dass beides, Getreide und Gemüse, den Vorfahren des Hundes in vorverdauter Form offeriert wurden, nämlich als Mageninhalt der Beutetiere.
Eine Ode ans Getreide
Ganz zu Unrecht ist Getreide mittlerweile auf die Abschussliste gelangt. Immer wieder äussern meist verunsicherte oder einseitig informierte Hundebesitzer den Wunsch nach einem getreidefreien Hundefutter.
Neben dem recht fragwürdigen Argument, dass der Wolf eben auch kein Getreide gefressen habe (s.o.) wird insbesondere immer wieder die Allergieträchtigkeit von Getreide herangezogen, um es komplett vom Futterplan zu streichen oder durch sehr nährstoffarme, stärkehaltige Komponenten wie Reis und Tapioka bzw. der für Hunde schwer verdaulichen Kartoffel zu ersetzen.
Man sollte sich in diesem Zusammenhang bewusst machen, dass fast alle Getreideallergien entweder auf eine minderwertige Qualität des eingesetzten Getreides (Glutene, mit Schadstoffen belastetes Getreide) oder auf gleichzeitig enthaltene chemische Zusatzstoffe wie synthetische Vitamine, Spurenelemente, Konservierungsstoffe, Antioxidantien etc. im Futter also eine Pseudo-Getreideallergie zurückzuführen sind.
In einem ausgewogenen Hundetrockenfutter, in dem das Getreide durch Extrusion für den Verdauungstrakt des Hundes aufgeschlossen und somit sehr gut verdaulich ist, ist hochwertiges Getreide als Lieferant für Kohlenhydrate, essentielle Fettsäuren und einer hohen Mengen an Spurenelementen, Vitaminen und Mineralstoffen unverzichtbar. Zudem sorgt die natürliche Rohfaser aus hochwertigem Vollkorngetreide für eine gute Verdauung und Kotkonsistenz. Jeder weiss wie wichtig gerade im Zusammenhang mit Allergien der Darm als Sitz des Immunsystems ist. Gerade um eben die Allergieempfindlichkeit durch eine gesunde Darmflora zu senken, kann ein qualitätsvolles Getreide, dem Immunsystem entscheidene Nährstoffe und 'Trainingsmöglichkeiten' für eine gesunde Abwehr liefern.
Es stimmt, dass Getreide in Roh- oder Flockenform für den Hund nicht besonders gut verwertbar ist, aber im Bereich von Hundetrockenfutter als Extrudat aufbereitet, ist es sehr gut verdaulich, kann entscheidend zu einem gesunden Eiweiss-Energieverhältnis beitragen und liefert nur in Getreide enthaltene wichtige Nährstoffe für den Hund.
Darum keine Angst vor Getreide, sondern vor schlechter Getreidequalität, mangelnder Aufbereitung und chemischen Zusatzstoffen. Nutzen Sie hochwertiges Getreide als immunsystemstärkende Futterkomponente gegen Allergien!
Wolf- und Hundeleben im Vergleich
Machen wir uns nichts vor. Das Leben von Wölfen war und ist hart und enorm belastend. Hunger und dauernde körperliche Bewegung unterbrochen von langen Hetzjagden führen in günstigem Fall zu einem 2-3 wöchentlichen Jagderfolg. Je nach Rudelposition bleibt dem einzelnen Wolf meistens nur ein kärgliches, wohl sehr unausgeglichenes Menü, meistens gerade soviel, dass er überlebt. Die Verdauung variiert ständig in Abhängigkeit von dem aufgenommenem Futter zwischen hart (Knochen) und stark durchfällig (reines Fleisch). Dazu kommen ungünstige Witterungsbedingungen und eine anstrengende Aufzucht der Jungen.
Man kann sich vorstellen, dass diese Situation eine eiweisshaltige Ration nicht nur verträgt sondern erfordert, da ständig hohe Leistungsanforderungen an den Körper gestellt werden und zudem durch den meist mageren Futterzustand einem ständigen Muskelabbau entgegen gewirkt werden muss. Gemüse und Getreide werden nur in Form von Beutetiere nämlich als Mageninhalt und damit vorverdaut aufgenommen. Dies ist ein wichtiger Aspekt. Beides! ist für Wölfe und Nachfahren vom Verdauungstrakt nur in vorverdautem Zustand wirklich verdaulich. Auch die viel zitierten Beeren und Kräuter, die ein Wolf zu sich nimmt, werden realistisch gesehen nur zu einem geringen Anteil verwertet.
Die Lebenssituation eines Wolfes ist wohl kaum noch mit der unserer Hunde zu vergleichen.
Die meisten unserer Hunde führen ein 'Sofaleben' und werden körperlich in keinster Weise mit dem Wolf vergleichbar gefordert. Selbst ausreichend Bewegung oder 'normales' Training können die körperlichen Strapazen und Leistungen eines Wolfes nicht im geringsten nachstellen.
Die Domestikation fordert ihr Recht - und vergessen wir nicht - das ist auch so gewollt. Sie sollen immer schön brav, ruhig und entsprechend der gerade geltenden Hundeverordnung gut erzogen sein. An Verdauung und Haarkleid werden die höchsten Ansprüche gestellt und es ermangelt den meisten Hunden an nichts mehr, im Gegenteil, wir schlagen uns mit Übergewicht, Diabetes und Allergien herum, die häufig auf ein Zuviel an Futter und Pflege zurückzuführen sind.
Darum ist der Nährstoffbedarf eines Hundes wirklich nicht mehr mit dem eines Wolfes zu vergleichen - auch bei ganz natürlicher Fütterung nicht.
Auch aus der menschlichen Ernährung ist hinlänglich bekannt, dass sich mit geringerer körperlicher Betätigung, der Nährstoffbedarf senkt und verändert abhängig zudem von der jeweiligen Lebenssituation. So auch im Fall von Wolf und Hund.
In der Praxis erleben wir Tag für Tag, dass Rohproteingehalte, die einer Wolfsration entsprechen könnten, beim Hund insbesondere in Form von Trockenfertigfutter erhebliche Schäden anrichten können. Stoffwechselprobleme, Wachstumsstörungen und Eiweissallergien sind mittlerweile nicht mehr selten.
Darum hat sich insbesondere in den letzten Jahren auch der Trend von Eiweiss in Richtung Kohlenhydrat entwickelt und dies mit erheblichem Erfolg und wirklich zum Wohle des Hundes!
Take home
Wölfe haben aufgrund ihrer Konstitution und ihrer Lebenssituation einen ganz anderen Nährstoffbedarf insbesondere was die Höhe des Eiweiss- und Fettanteils in der Ration entspricht als Hunde.
Darum sollte man weder die Ernährungsgewohnheiten noch die Nährstoffzusammensetzungen 1:1 auf den Hund übertragen.
Wodurch kommen die Erfolge der BARF-Fütterung?
Es gibt viele Hundebesitzer, die gute Erfahrung mit BARFen gemacht haben. Woran liegt das?
Neben den echten 'Überzeugungstätern', die eine konsequente Rohkostfütterung für optimal halten, finden sich auch viele Problemhundebesitzer, die nach der üblichen Odyssee durch den konventionellen Hundefuttermarkt, trotz dauerndem Futterwechsel immer noch keine Besserung der vorhandenen Krankheitssymptome bei ihrem Hund feststellen konnten.
Da in der Regel alle Hundefutter - ausgenommen Marengo selbstverständlich - mit einem chemischen Cocktail aus synthetischen Vitaminen, Spurenelementen und darüber hinaus auch mit Konservierungsstoffen, Antioxidantien und allem was die High-Tech-Labor- und Genwelt so zu bieten hat, versehen sind, reagieren die meisten Hunde anfangs sehr positiv auf eine Umstellung von Hundetrockenfutter auf BARFen.
Der Stoffwechsel erholt sich, Krankheitssymptome und allergische Reaktionen auf chemische Zusatzstoffe verschwinden komplett. Je konsequenter nur Fleisch, Gemüse und natürliche Rohprodukte gefüttert werden, desto höher ist demenstprechend dann auch die Erfolgsquote und desto länger dauert der Erfolg auch an.
Leider gibt es aber auch eine Schattenseite dieser Art von Fütterung. Der Eiweissanteil einer BARF-Ration ist bedingt durch die hohe Fleisch- bzw. Eiweissmenge sehr erhöht. Letztendlich kann dies zu einer Eiweissüberversorgung führen, die mit den dafür typischen Symptomen einhergeht (siehe Leber- und Nierenstörungen im Vergleich). In der Regel stellen sich diese Symptome aber nicht sofort nach Umstellung auf die BARF-Fütterung ein, sondern dies kann einige Zeit bis zu Jahren dauern. Leber und Nieren sind in der Regel lange Zeit in der Lage, das überschüssige Eiweiss zu verstoffwechseln und das Eiweiss-Energieverhältnis im Körper trotzdem einzuregulieren. Anders als bei der Belastung des Stoffwechsels durch synthetische Zusatzstoffe, scheint der Organismus den Überschuss eines 'natürlichen Stoffs', hier dem Eiweiss aus Fleisch, besser und länger in die natürlichen Abläufe integrieren zu können.
Ein ganz wichtiger Aspekt der gleich zum nächsten Problem führt.
Take home
Der hohe Eiweissanteil innerhalb der BARF-Fütterung wird aufgrund der Tastsache, dass es sich um einen 'natürlichen' Eiweissträger (in der Regel Fleisch) handelt vom Organismus des Hundes erheblich länger kompensiert als z. B. die Belastung des Stoffwechsels durch synthetische Zusatzstoffe und synthetische Vitamine. Trotzdem stellt diese Eiweissüberversorgung eine zusätzliche Stoffwechselbelastung dar, die auf Dauer ebenfalls zu Störungen der Leber- und Nierenfunktion oder immunologischen Reaktionen führen kann.
Inkonsequent und riskant: Zusatzstoffe in der BARF-Fütterung
Es ist inkonsequent einerseits 'Mutter Natur' als Quelle für die Erkenntnisse über die richtige Art zu füttern zu nehmen und andererseits ihr dann doch nur bis zum nächsten Futtershop zu trauen. Ganz klar gesprochen: Wenn ich ein Anhänger der Rohkostfütterung bin und dies für optimal halte, ständig den Urahn 'Wolf' im Munde führe und dann doch an keinem Zusatzpräparat vorbei gehen kann, dann sei die Frage erlaubt: Sind Sie sich dieser Inkonsequenz bewusst, dass Sie 'Mutter Natur' damit etwas in der Regel 'chemische' Nachhilfe geben und zudem alle Risiken einer Stoffwechselstörung bedingt durch Zusatzstoffe in Kauf nehmen?
Die Praxis zeigt, dass viele Probleme beim BARFen erst in dem Moment anfangen, indem von der konsequenten Rohkostfütterung abgewichen und zusätzlich Präparate wie Calcium, Calciumcitrat, Vit K, synthetische Vitamin- und Spurenelemente, Präbiotika eingesetzt werden. Auch der ekzessive Einsatz von Konzentraten aus Algen, Kräutern und exotischen Komponente ist in der Regel im günstigsten Fall wenig hilfreich.
Häufig importieren sich die Hundebesitzer auf diesem Weg wieder die 'alten' Probleme, die einst zum BARFen geführt haben und sind nun komplett verzweifelt.
BARFen will wie alles andere gelernt sein und wenn es als praktikables und erfolgreiche Fütterungsbasis dienen soll, braucht man das Know-how eines Fachmanns und ein echtes Vertrauen in die Natur, das nicht beim ersten breiigen Häufchen aufhört und dann gleich mit einem geeigneten (?) Zusatzpräparat bekämpft wird.
Take home
Die übermässige Verabreichung von Zusatzpräparaten zu einer BARF-Ration ist inkonsequent und riskant. Inkonsequent, weil synthetische Zusätze oder Konzentrate aus natürlichen Vitamin- und Mineralstoffquellen wohl kaum im Labor von 'Mutter Natur' aufbereitet wurden. Und riskant, weil durch die Beifütterung in Kombination mit dem hohen Eiweissgehalt der BARF-Ration, eine hohe Stoffwechselbelastung besteht, die die Gefahr von Leber- und Nierenstörungen deutlich erhöht.
Irrsinn Pur: die BARFer Krokette
Sinn und Zweck der BARF Fütterung ist eine natürliche Rohkostfütterung. Wie soll dies mit einem Fertigfutter gelingen?
Roh ist an einem Trockenfutter nun wirklich nichts mehr und auch ein noch so herrliches Schlemmertöpfchen in der Dose entspricht nicht mehr der einstigen rohen Fleischquelle zumal wenn es mit dem üblichen chemischen Vitamin- und Spurenelementcocktail versehen ist.
Zudem birgt die direkte Übertragung der Zusammensetzung einer hocheiweisshaltigen Frischration(mit einem hohen Anteil an Fleisch und extrem niedrigen Kohlenhydratanteil) auf eine Krokette wirkliche Gefahren in sich. Die Vergangenheit hat im umfangreichen Masse durch viele ALlergien, Wachstums- und Stoffwechselstörungen gezeigt, was ein dauernd zu hoher Rohproteingehalt im Trockenfutter für erhebliche Schäden anrichten kann.
Take home
In der Praxis sieht man immer wieder, dass Hunde, die mit selbstzubereiteten Rationen und ohne Zusatzstoffe gefüttert wurden, längere Zeit eine aussgewöhnlich hohe Toleranz gegenüber hohen Eiweissgehalten aufweisen. Dem ist aber im Trockenfutterbereich definitiv nicht so.
Rohkostfütterung kann nicht mit den gleichen Massstäben wie eine Trockenfutterfütterung gemessen werden. Die Aufbereitung per Extrusion verlangt andere Voraussetzungen und hat ihre eigenen Gesetzte genauso wie eine echte Rohfütterung. Darum ist eine individuelle Beurteilung beider Fütterungsansätze in Bezug auf Verträglichkeit und Erfolges in der Praxis wichtig.
Wie sieht die Realität aus? Das Billigfutter im Schrank für den Notfall.
Kosten einer guten BARF Fütterung
An dieser Stelle auch noch einmal etwas zu den Möglichkeiten und Kosten einer konsequenten BARF-Fütterung. Wir wollen es nicht verschweigen, je grösser der Hund, je mehr Hunde ich halte, desto schwieriger wird es, qualitativ wirklich hochwertiges Fleisch in angemessener Menge zu besorgen und ein tiefer Griff ins Portemonnaie tut Not. Gerade grosse Hunde, die fast ausschliesslich mit Fleisch gefüttert werden, brauchen oft 'Unmengen'. Zudem sollte man an die Fleischqualität gleich hohe Ansprüche wie an die Fleischgrundlage eines Trockenfutters stellen. Denn auch Rohkostfütterung kann mit medikamentenbelastetem oder minderwertigen Fleisch- oder Knochenabfällen nicht erfolgreich sein.
Leider sieht die Realität nicht selten so aus, dass darum oft ein Billigfutter angereichert mit synthetischen Zusatzstoffen für den Notfall im Schrank steht, weil gerade nicht genügend Fleisch zu besorgen oder manchmal auch leider nicht zu bezahlen ist. Verständlich, aber wirklich nicht optimal für den Hund.
Viele Wege führen nach Rom.....
Vergleichen Sie nicht BARF-Rationen mit Trockenfutterzusammensetzungen.
Für eine Rohkostfütterung gelten andere Spielregeln als für die Bereitstellung eines Trockenalleinfutters.
Der Erfolg eines natürlichen Fütterungskonzept erfordert jedoch immer:
1. Einsatz ausschliesslich von hochwertigen, artgerechten Futterkomponenten nach einer in sich schlüssigen Rezeptur und auf die Art der Zubereitung abgestimmt.
2. Freiheit von allen synthetischen Zusatzstoffen, exotischen Komponenten und im Labor hergestellten 'must haves', die gerade im Trend liegen
3. Konsequentes Vertrauen in die Natur zum Wohle des Hundes
Was für Moglichkeiten einer natürlichen Fütterung sind konsequent und erfolgreich?
- BARFen - im Vertrauen auf 'Mutter Natur'
ohne Zusatzpräparate und auf Basis einer kompetenten Zusammensetzung - Selbstzubereitete/gekochte Rationen
ohne Zusatzpräparate und auf Basis einer kompetenten Zusammensetzung - Kombination Rohes Fleisch und Getreide/Gemüsekrokette
ohne Zusatzpräparate und auf Basis einer kompetenten Zusammensetzung - Kombination Fleisch/Dose und Getreide/Gemüsekrokette
ohne Zusatzpräparate und auf Basis einer kompetenten Zusammensetzung - Marengo Hundealleinfutter
ohne Zusatzpräparate und auf Basis einer kompetenten Zusammensetzung
Copyright by Marengo - EnRa GmbH&Co.KG
Aktualisiert April 2011
