Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)

Info-Leitfaden zum Artikel
Graphik Bauchspeicheldrüse Hund
 

I. Grundsätzliches
Der exokrine Teil der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert Verdauungssäfte bzw. Verdauungsenzyme (Lipase, Amylase, Trypsin, Chymotrypsin, Peptidasen etc.), die massgeblich an der Verdauung von Fetten, Eiweissen und Kohlenhydraten beteiligt sind. Darüber hinaus stellt die Bauchspeicheldrüse bestimmte Salze (Bicarbonatsalze) zur Verfügung, die den angemessenen pH-Wert für eine optimale Enzymtätigkeit im Verdauungstrakt garantieren.

Was ist eine Exokrine–Pankreas-Insuffizienz (EPI)?
Bei einer exokrinen Pankreasinsuffizienz (EPI) kommt es infolge einer Zerstörung bzw. Atrophie (Schwund) der sekretproduzierenden Zellen zu einer mehr oder weniger eingeschränkten Verdauungsenzymproduktion und somit zu einer reduzierten Abgabemenge in den Dünndarm.
Dieser Mangel an Enzymen führt zu einer mangelhaften Verdauung, wobei anfangs in der Regel vornehmlich Fettverdauungsstörungen auftreten. Die ungenügende Fettverdauung führt dazu, dass ein zu hoher Anteil an unverdauten Fetten die Mikroflora des Dickdarms überschwemmt und diese in ihrer Nährstoffaufnahme von Vitaminen, Elektrolyten und Spurenelementen behindert. Hierdurch bedingt wird der Kot breiig bis durchfällig.
Aufgrund des hohen Anteils an unverdauten Futterbestandteilen führt diese Erkrankung darüber hinaus zu einer übermässigen Vermehrung von belastenden Darmbakterien, wodurch sich nach einiger Zeit Blähungen und Darmschleimhautschädigungen einstellen. In diesem Stadium ist der Futterzustand des Hundes in der Regel noch normal, aber Veränderungen des Fells, der Haut und oben beschriebene Kotkonsistenzirritationen in Verbindung mit Blähungen treten auf.
Mit fortschreitender Erkankung werden auch die mikrobiellen Verdauungsvorgänge von Kohlenhydraten und Eiweissen im Dickdarm blockiert und ein Abmagerungsprozess setzt ein.
Die durch die mangelnde Verdauungsfähigkeit ausgelöste verminderte Aufnahme von Nährstoffen zieht neben einer Abmagerung des Hundes auch das Absetzen von grossen Mengen an Kot nach sich.
Je nach Schweregrad der Erkrankung werden die fehlenden Verdauungsenzyme in Form von Pulver etc. über das Futter gegeben, um die ungenügende körpereigene Produktion auszugleichen.

 

Wie erkenne ich die Exokrine – Pankreas - Insuffizienz (EPI) bei meinem Hund?
In der Regel werden zu Beginn einer EPI Erkrankung nur Verdauungsstörungen und eventuell Haut- und Fellprobleme beim Hund festgestellt. Mit fortschreitender Erkrankung setzt eine vermehrte Abmagerung bei sehr gutem Appetit und einem ungewöhnlich hohen Futterbedarf ein.
Durch die mangelnde Verdauungstätigkeit bedingt wird ein grosser Teil der aufgenommenen Futtermenge in Form von grossen Kotmengen ungenügend verdaut wieder ausgeschieden. Der Kot, den man auch als 'Fettstuhl' bezeichnet, ist in der Regel voluminös, gelblich gefärbt, fettglänzend, schaumig, häufig durchfällig und enthält meistens Anteile an unverdauten Futterbestandteilen.
In vielen Fällen neigt der Hund neben breiiger Kotkonsistenz auch zu periodisch wiederkehrenden Durchfällen. Der Kot wird entweder in häufigen, kleineren oder auffällig grossen, voluminösen Mengen abgesetzt. In Verbindung mit diesen Symptomen treten ebenfalls gehäuft Blähungen und andere Verdauungsstörungen wie Erbrechen etc. auf.

 

Ursachen für die Exokrine-Pankreas-Insuffizienz (EPI)

Fütterungsunabhängige Ursachen

Fütterungsabhängige Ursachen
Grundsätzlich gibt es drei fütterungsabhängige Faktoren, die zu einer Schädigung der Bauchspeicheldrüsenfunktion in Form einer EPI führen können.

 

Risiko: Verdauungsenzyme im Futter

Was verbirgt sich hinter dem Werbeslogan *enthält durchfallverhindernde Stoffe*?

In der letzten Zeit hört und liest man vermehrt, dass einige Hersteller sogenannte 'durchfallverhindernde Stoffe' in ihr Futter einmischen und auch offen damit werben. Leider bleibt gänzlich ungeklärt, was man nun darunter zu verstehen hat. Diese durchfallverhindernden Stoffe sollen den Hundebesitzer bzw. seinen Hund vor den leider weit verbreiteten Durchfallproblemen und Verdauungsstörungen u. a. auch prophylaktisch schützen.

Im Nutztierbereich(Schweinefütterung) ist seit Jahren bei jungen Ferkeln zur Steigerung der Futterverwertung (einer Verbesserung der Nährstoffaufnahme) und zur Vermeidung von Futterumstellungsproblemen der Einsatz von Verdauungsenzymen (Lipase/Amylase/Peptidasen) erlaubt und gebräuchlich. Der Einsatz beschränkt sich in der Schweinefütterung in der Regel auf Futterumstellungsphasen und ist somit zeitlich begrenzt. Futtermittelrechtlich gesehen ist die Verwendung von Verdauungsenzymen im Hundefutter ebenfalls erlaubt.

Was bewirken von aussen durch das Futter zugeführte Verdauungsenzyme im Organismus?

Werden dem Futter Verdauungsenzyme beigemengt, geht der Bedarf an selbstproduzierten Verdauungsenzymen im Darm abhängig von der jeweils zugeführten Menge zurück. Das bedeutet, die Bauchspeicheldrüse reduziert die Produktionsmenge an Enzymen bzw. im Extremfall wird die Produktion komplett eingestellt.
Auf Dauer kommt es zu einem Untergang der sekretproduzierenden Zellen und das Tier ist dann ein Leben lang auf die äussere Zufuhr durch die Nahrung angewiesen. Ist dieser Prozess erst einmal in Gang gekommen, kommt er selten zum Stehen und der Hund erkrankt trotz der über das Futter zugeführten Enzyme infolge des stetigen Fortschreitens der Reduzierung der körpereigenen Enzymproduktion bzw. einer Bauchspeicheldrüsenatrophie.

Was würde der Einsatz von Verdauungsenzymen im Futter beim Hund bewirken?

Grundsätzlich würde auch beim Hund die körpereigene Produktion von Verdauungsenzymen in Abhängigkeit der über das Futter verabreichten Menge an Enzymen selbstständig reduziert und im schlimmsten Fall ganz eingestellt werden. Würde bei einem Futterwechsel auf ein Futter umgestellt, das frei von diesen Enzymen wäre, träten erhebliche Verdauungsprobleme auf, die bei einer 'Rückumstellung' auf das 'alte' Futter sofort wieder verschwinden würden. Da beim Hund, im Gegensatz zum Nutztierbereich, die Enzymgaben dauernd verabreicht würden, wäre durch den massiven Eingriff in die hormonellen Regulationsmechanismen der Verdauungstätigkeit auf Dauer mit ernsthaften Erkrankungen zu rechnen. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass man in diesem Fall einen an sich gesunden Hund krank und abhängig machen würde.
Und wer möchte seinen Hund schon grundsätzlich abhängig von einem Futterzusatz machen auch in Anbetracht der Tatsache, dass aufgrund einer anderen Erkrankung, eine Futterumstellung dringend nötig sein könnte?

 

Medizinisch verordnete Zufuhr von Verdauungsenzymen

Leichte EPI Fälle
Leichte Fälle von EPI, die sich durch Unregelmässigkeiten in der Verdauung z. B. in Form von breiiger, hellgefärbter Kotkonsistenz, bzw. periodisch wiederkehrenden Durchfällen, stumpfem Fell etc. bei gleichzeitig aber noch gutem Futterzustand und gutem Allgemeinbefinden äussern, sollten möglichst ausschliesslich über die Umstellung der Fütterung und die Einhaltung bestimmter Grundregeln einreguliert werden.

Der zu frühzeitige Einsatz von Verdauungsenzymen als Zugabe zum Futter kann u. U. zu einer Verschlimmerung der Erkrankung führen, da die körpereigene Produktion reduziert bzw. eingestellt wird, wenn bedingt durch die äussere Zufuhr immer genügend Enzyme zur Verfügung stehen.

Auf Dauer kann es dadurch zum Schwund der verdauungsenzymproduzierenden Bauchspeicheldrüsenzellen kommen, so dass die Erkrankung verschlimmert und eine Regeneration wesentlich erschwert wird. Aus diesem Grund sollte in diesen Fällen unbedingt der Erfolg einer Spezialdiät abgewartet werden.

Mittelgradige EPI Fälle
Bei mittelgradigen EPI Fällen, in denen diätetische Massnahmen allein nicht mehr ausreichen, werden in der Regel Verdauungsenzyme dem Futter direkt bei der Fütterung oder ca. 4 Stunden vor der Fütterung (zum Zwecke der Vorverdauung) beigegeben.
Bei dieser Substitution ist es von grosser Wichtigkeit, dass die Menge passend eingestellt und immer wieder neu dem aktuellen Gesundheitszustand angepasst wird.

In vielen Fällen, in denen sich die Bauchspeicheldrüse regeneriert, treten bei Beibehaltung der gleichen Enzymmenge wiederum Verdauungsstörungen und andere Symptome ein, die durch eine Reduzierung der Enzymmenge sofort wieder behoben werden können. Leider wird in der Praxis häufig bei Aufkommen von Verdauungsstörungen sofort die Enzymmenge erhöht, da von vornherein von einer Verschlimmerung der Erkrankung ausgegangen wird. Dies ist oft der falsche Weg.

Was Sie wissen sollten.....
Die meisten Besitzer von Hunden mit mittelgradiger EPI, die nach einer Fütterungsumstellung die Enzymmenge stetig in minimalen Einheiten senken und dies ohne Probleme können, schaffen es, ihren Hund auf die genau notwendige Menge an Verdauungsenzymen einzustellen und erhalten dem Hund so die Chance auf eine zumindest teilweise Regeneration der Bauchspeicheldrüsenfunktion. Uns sind sogar Fälle bekannt, in denen durch die konsequente Einhaltung einer Diät und schrittweiser Einschränkung der Enzymmenge nach Ablauf einer längerer Zeit eine Fütterung ohne den Zusatz von Verdauungsenzymen wieder möglich wurde.

Hochgradige EPI Fälle
Grundsätzlich sollte in Fällen von hochgradiger EPI neben einer Diät das Gleiche wie unter dem Punkt 'mittelgradige EPI Fälle' aufgeführte beachtet werden. Denn auch hier sollte man durch die ständige Kontrolle die Zufuhrmenge an Enzymen dynamisch halten, um die nur funktionsgestörten aber noch regenerierbaren Zellen eventuell wieder zu aktivieren.
Ist ein Hund sehr schwer an EPI erkrankt, so kann die Erkrankung leider einen derart heftigen Verlauf nehmen, dass eine Regeneration nicht mehr möglich ist. In diesen Fällen ist der Hund sein Leben lang auf die äussere Zufuhr angewiesen und die Gefahr eines frühzeitigen Todes ist leider auch gegeben.

 

Fütterung von Hunden mit Exokriner –Pankreas-Insuffizienz

Was sieht das Marengo Fütterungskonzept für Hunde mit EPI vor?
Grundsätzlich sollte eine Futtereinstellung in Abhängigkeit des Schweregrades der vorliegenden Erkrankung, des Futterzustandes und der eventuellen Beigabe von Verdauungsenzymen erfolgen. Aus diesem Grund werden wir unterschiedliche Fütterungsvorschläge erstellen. Es gibt aber einige grundsätzliche Kriterien, die generell beachtet werden sollten.

Fettversorgung
Da bei einer EPI die Fettverdauung als erstes und in der Regel am meisten beeinträchtigt ist, sollte die Fütterung von EPI erkrankten Hunden insgesamt fettarm sein.
Fette und Öle werden vom gesunden Hund grundsätzlich leicht und zu einem hohen Prozentsatz verdaut. In sich stabile tierische Fette zeigen allerdings im Gegensatz zu den pflanzlichen Fetten eine etwas niedrigere Verdaulichkeit, da sie keine oder nur wenige ungesättigte Fettsäuren enthalten.
Um bei niedrigem Gesamtfettgehalt den Fettbedarf des EPI erkrankten Hundes decken zu können, sollte aus diesem Grund der überwiegende Teil über hochwertige, pflanzliche Fette, die einen hohen Anteil an essentiellen (lebensnotwendigen) Fettsäuren enthalten, zur Verfügung gestellt werden. Auch in der Praxis hat sich gezeigt, dass EPI Hunde u. U. eine erhöhte Empfindlichkeit zeigen können, wenn sie mit einem zu hohen Anteil an tierischem Fett gefüttert werden.

Proteinversorgung
Der EPI kranke Hund sollte ausschliesslich hochverdauliche Eiweissträger auf seinem Speiseplan wiederfinden, einmal um den Verdauungstrakt nicht unnötig zu belasten, zum anderen, um die Eiweissversorgung nicht zu gefährden. Hierzu ist es notwendig, dass Fleisch-, Fisch– und Milchproduktquellen einen hohen Anteil an essentiellen (lebensnotwendigen) Aminosäuren (Eiweissbausteinen) wie z. B. Lysin und Methionin aufweisen, damit es nicht zu Mangel- bzw. Fehlversorgungen kommt.
Verzichtet werden sollte darauf, den Eiweissbedarf des Hundes über schwerverdauliche pflanzliche Eiweissträger wie Kleber bzw. Eiweissextrakte, Schälkleien, Sojaerzeugnisse etc. zu decken.
Die Höhe des Proteingehaltes sollte in Abhängigkeit der Schwere der Erkrankung und dem damit in der Regel verbundenen Futterzustand und einer eventuellen Enzymgabe zwischen 20%-26% einreguliert werden. Je magerer der Hund ist, desto wichtiger ist es, dass er wieder an Gewicht zulegt, ohne die Bauchspeicheldrüse zu überlasten. Aus diesem Grund sollten tendentiell Rohproteingehalte zwischen 24-27% bevorzugt werden. Bei normalgewichtigen Hunden sind Werte zwischen 20-24% angezeigt, damit es nicht - auch in Anbetracht einer eventuellen Enzymsubstitution - zu Übergewicht kommt.

Kohlenhydratversorgung
Kohlenhydrate sollten vornehmlich in Form von hochwertigem Getreide zur Verfügung gestellt werden, wobei Flocken in der Regel aufgrund der schweren Verdaulichkeit weniger bekömmlich und darum nicht geeignet sind. Vorzuziehen sind hochwertige Getreidesorten, die mit dem heute üblichen Herstellungsverfahren, der Extrusion, aufbereitet und daher leicht verdaulich für den Verdauungstrakt des Hundes sind.

Rohfasergehalt
Unter Rohfaser fasst man alle unverdauliche, pflanzliche Rohfaser zusammen. In der Hundeernährung ist die Rohfaser nicht identisch mit Ballaststoff. Die ausgewiesene Rohfaser ist zwar zu 100% Ballaststoff, aber sie ist nur ein Teil des Ballaststoffes. Bei einem EPI erkrankten Hund sollte die Gesamtration in jedem Fall einen relativ niedrigen Rohfasergehalt aufweisen, um unnötige Verdauungsschwierigkeiten und Bauchspeicheldrüsenbelastungen zu vermeiden.

Keine synthetischen Zusatzstoffe
Wenn Hunde an EPI erkranken, sollte auf alle verdauungsbelastenden Substanzen in der Fütterung verzichtet werden. Hierzu zählen wie oben schon näher ausgeführt sowohl chemische Zusatzstoffe wie BHA, BHT, Ethoxyquin, Konservierungsstoffe, Lock-, Aroma- und Geschmacksstoffe als auch synhetische Vitamine und Spurenelemente.
Neben dem Risiko der direkten Schädigung der Darmschleimhaut und der Verdauungsorgane besteht ebenfalls die Gefahr über die hormonellen Irritationen der Verdauungsenzymtätigkeit, unerwünschte Krankheitssymptome hervorzurufen oder zu fördern.

Ungewollte Futteraufnahme
Ein relativ wichtiger Gesichtspunkt bei der Fütterung von EPI erkrankten Hunden ist das Thema der ungewollten Futteraufnahme bzw. dem Aufnehmen von schwerverdaulichen, belastenden Substanzen wie z. B Kadaver, Kot, etc. beim Spazierengehen. Grundsätzlich liegt die Neigung zum Kotfressen - insbesondere der Exkremente von Pflanzenfressern - in der Natur des Hundes und muss zwar als unangenehm aber auf keinen Fall immer als krankhaft eingestuft werden.
Jeder weiss, wieviel konsequente Erziehungsarbeit es kostet den Hunden, die diesem Hobby nachgehen, eine andere Verhaltensweise anzuerziehen. Neben der sozusagen vorhandenen instinktiven Neigung kann es gesundheitliche Umstände geben, in denen der Hund z. B. wegen Hunger, Verdauungsstörungen, Hormonumstellungen etc. vermehrt eine Neigung zu diesem Verhalten hat.
Kotfressen kann u. a. ein Zeichen für eine gestörte Mikroflora im Darm bzw. auch als Reaktion auf eine vom Hund empfundene Übelkeit oder auch eines allgemeinen Unwohlseins z. B. durch eine akute Stoffwechselüberlastung ausgelöst sein. Der Hund versucht in diesen Fällen durch die Aufnahme von z. B. Kot oder Erde seine Darmflora zu sanieren bzw. möchte instinktiv sein Unwohlsein kompensieren.
Da bei einer EPI von Anfang an bereits eine Störung der Mikroflora vorliegt, neigt der EPI erkrankte Hund vermehrt dazu, Kot und anderen Unrat aufzunehmen. Leider ist es aber gerade bei diesen Hunden in der Regel so, dass der Verdauungstrakt auf diese Substanzen aufgrund der annähernden Unverdaulichkeit bzw. der häufig vorhandenen Toxin(Gift)belastung mit mittelgradigen bzw. schweren Symptomen reagiert.

Aus diesem Grund ist es unumgänglich, dem EPI erkrankten Hund die Aufnahme von Kot und Unrat abzugewöhnen und über die Einstellung der Fütterung Einfluss auf die Gesundung der Darmflora zu nehmen.

Selbstergänzungen und Leckereien
Grundsätzlich sollte auf Selbstergänzungen zum aufgestellten Futterplan auch in Form von Gemüse, Quark, etc. verzichtet werden, um das Gesamtnährstoffverhältnis der Tagesration nicht zu verändern.
Dies gilt auch für die Gabe von Trockenfleischprodukten und Hundekuchen etc.. Als Belohnung sollte auf die Futterringe der jeweils gefütterten Marengo Sorte z. B. Marengo Country zurückgegriffen werde. Diese Belohnung kann relativ unkompliziert durch ein kurzes Abwiegen in die Tagesgesamtration eingerechnet werden.

Fütterungstechnik
Um den Bedarf an Verdauungsenzymen relativ konstant zu halten und so eine Überlastung der Bauchspeicheldrüse zu vermeiden, sollten alle EPI erkrankten Hunde mit 3-4 Mahlzeiten am Tag versorgt werden. Dies gilt auch für den Fall, dass Verdauungsenzyme dem Futter beigemengt werden. Sprechen Sie mit dem behandelnden Tiermediziner die Art der Verabreichung und die Dosierung ab, damit es nicht zu unerwünschten Reaktionen kommt.

Futtermenge
Die Futtermenge muss wie bei allen anderen Hunden auch individuell in Abhängigkeit insbesondere des Futter- und Gesundheitszustandes vom Besitzer einreguliert werden.

 

Praktische Fütterung von Hunden mit EPI

Marengo Wolfshappen oder Marengo Bio Beef + Marengo Country
geeignet für leichte, mittelgradige und schwere EPI Fälle
Marengo Wolfshappen / Marengo Bio Beef sind rohproteinreich und relativ fettarm und kommen so pankreaserkrankten Hunden sehr entgegen. Durch die Kombinationsfütterung mit Marengo Country ist eine optimale und auch individuelle Einstellung des angemessenen Protein- und Fettgehaltes problemlos möglich, der streng eingestellt und gehalten werden kann (im Gegensatz zu ständig wechselnden Werten bei selbstgewählten Eiweissträgern). So kann sowohl ein abgemagerter Hund als auch ein normalgewichtiger Hund angemessen versorgt werden. Durch die gleichbleibende Qualität des Fleisches von Marengo Wolfshappen / Marengo Bio Beef ist das Risiko von Unverträglichkeitserscheinungen auf bestimmte Eiweissträger, die u. U. zu ungewollten Beschwerden führen können, nicht gegeben.
Marengo Country enthält ausschliesslich pflanzliche Fette und Marengo Wolfshappen / Marengo Bio Beef sind relativ fettarm, so dass die Menge an tierischen Fetten in den Rationen niedrig gehalten werden kann, was bei EPI erkrankten Hunden von Wichtigkeit ist.

Die Einstellung bzw. das Errechnen des Protein- und Fettgehaltes der Ration bei selbstgewählten Eiweissträgern ist relativ schwierig, so dass dadurch bedingt mit erheblichen Schwankungen gerechnet werden muss. Darüber hinaus müsste peinlich genau auf eine gleichbleibende Qualität der gefütterten Eiweissquellen geachtet werden, um Unverträglichkeitserscheinungen bedingt durch Qualitätsschwankungen auszuschliessen. Dies ist gerade bei grösseren Rassen, die einen hohen Futterbedarf haben, in der Praxis nicht selten schwer zur realisieren. Darum empfehlen wir in allen EPI Fällen grundsätzlich die Kombination von Marengo Wolfshappen / Marengo Bio Beef + Marengo Country oder alternativ die Fütterung des Marengo Hundealleinfutters.

Fütterungsalternative mit Marengo Hundetrockenfutter für EPI Hunde ohne Enzymbeigabe
Grundsätzlich kann man natürlich auch EPI erkrankte Hunde ausschliesslich mit Marengo Hundetrockenfutter füttern. Da die Eiweisse durch das Herstellungverfahren bedingt für den Hund in Futterringform besser verwertbar sind als bei Rohfleisch- bzw. Kochfleischfütterung, wird der Rohproteingehalt der Ration grundsätzlich etwas niedriger eingestellt als bei einer Ration mit Marengo Country + Marengo Wolfshappen bzw. selbstgewählte Eiweissträger. Auch diese Art der Fütterung hat sich in der praktischen Fütterung von EPI erkrankten Hunden bereits vielfach bestens bewährt.

 

Diäten für EPI Hunde ohne Enzymbeigabe

Marengo Wolfshappen + Marengo Country

Die passende Gesamtfuttermenge für Ihren Hund entnehmen Sie bitte den Tabellen unter Futtermenge

normalgewichtige Hunde magere Hunde
Marengo Wolfshappen + Marengo Country
in einem Verhältnis von 40% zu 60%
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt auf 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein i. d. TS. ca. 23,0%
Fett i. d. TS. 8,2%
Marengo Wolfshappen + Marengo Country
in einem Verhältnis von 45% zu 55%
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt auf 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein i. d. TS. ca. 24,6%
Fett i. d. TS. 8,7%

Marengo Bio beef + Marengo Country

Die passende Gesamtfuttermenge für Ihren Hund entnehmen Sie bitte den Tabellen unter Futtermenge

normalgewichtige Hunde magere Hunde
Marengo Bio beef + Marengo Country
in einem Verhältnis von 50% zu 50%
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt auf 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein i. d. TS. ca. 23,0%
Fett i. d. TS. 8,5%
Marengo Bio beef + Marengo Country
in einem Verhältnis von 55% zu 45%
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt auf 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein i. d. TS. ca. 24,5%
Fett i. d. TS. 8,8%

Fütterungsalternative mit Marengo Hundetrockenfutter

Marengo Premium + Marengo Country
Als Alternative zu der Kombinationsfütterung
von Marengo Country + Marengo Wolfshappen
bzw. Marengo Bio beef kann für normalgewichtige
Hunde, die keine Enzymbeigaben erhalten, eine
Kombinationsfütterung von 2/3 Marengo Premium
+ 1/3 Marengo Country vorgenommen werden.
Hierbei muss der Futterzustand wie immer über
die absolute Gesamtfuttermenge einreguliert werden.
Rohprotein ca. 20%, Rohfett ca. 10%.

Die passende Gesamtfuttermenge für Ihren Hund entnehmen Sie bitte den Tabellen unter Futtermenge

75% Marengo Premium + 25% Marengo Country
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt auf 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein ca. 20%, Rohfett ca. 10%.
 

Diäten für EPI Hunde, die Enzymbeigaben erhalten

In der Regel handelt es sich bei den Hunden, die Enzymgaben erhalten um mittelgradige bis hochgradige EPI Fälle. Bei einer optimalen Einstellung der Enzymbeigaben und immer vorausgesetzt, dass diese auch ihre gewünschte Wirkung zeigen, müssen die EPI erkrankten Hunde ganz normal wie gesunde Hunde gefüttert werden. Damit die zugesetzten Enzyme auch im Verdauungstrakt tätig werden können, benötigen sie zur Bearbeitung Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate, die nur zur Verfügung stehen, wenn ein hochwertiges, angemessen zusammengesetztes Futter gefüttert wird.
Leider gibt es aber immer wieder Fälle, in denen die Enzymwirkung nicht optimal ist. Für diese Hunde ist eine individuelle Einregulierung des Futterplans notwendig. Gerne beraten wir Sie hierzu.

Die passende Gesamtfuttermenge für Ihren Hund entnehmen Sie bitte den Tabellen unter Futtermenge

1. Marengo Premium oder Marengo Classic
Als Alternative zu der Kombinationsfütterung von
Marengo Country + Marengo Wolfshappen / Bio beef kommen
für die normalgewichtigen EPI Hunde Marengo Classic und
für die mageren EPI Hunde Marengo Premium in Betracht.
Zusätzlich muss der Futterzustand über die absolute
Gesamtfuttermenge einreguliert werden.
2- 4 Mahlzeiten am Tag
2. Marengo Wolfshappen + Marengo Country
40% Marengo Wolfshappen + 60% Marengo Country
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt 2 - 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein ca. 23,0%, Rohfett ca. 8,2%.
3. Marengo Bio beef + Marengo Country
50% Marengo Bio beef + 50% Marengo Country
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt 2 - 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein ca. 23,0%, Rohfett ca. 8,2%.

Copyright by Marengo - EnRa GmbH&Co.KG
Aktualisiert April 2011

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