Hintergrundinfos zur Herstellung des Marengo Hundefutters
Schonende Extrusion statt nur pelletiert(kaltgepresst)
| Info-Leitfaden zum Thema | |
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Partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Marengo und Firma Peter Kölln
Das Marengo Hundetrockenfutter wird seit Beginn von der Firma Peter Kölln KGaA, Elmshorn (siehe Photo rechts) nach unserer eigenen Rezeptur und streng auferlegten sogenannten Rohstoff-Spezifikationen erstellt. Neben den sicherlich bekannten 'Kölln Haferflocken' hat sich die Firma Peter Kölln in den letzten Jahren auch im Bereich Müslis hervorgetan und darüber hinaus einige sehr bekannte Marken wie Livio, Biskin, Palmin, Pomps Kindergriess übernommen. In diesem Zusammenhang ist für Marengo sehr vorteilhaft, dass die Firma Peter Kölln schwerpunktmässig im Lebensmittelbereich tätig ist und auch aus diesem Grund mit den Qualitätsvorstellungen von Marengo keine Probleme hat. Im Gegenteil: bestehende Zertifizierungen für den Lebensmittelbereich wirken sich positiv auch auf den Einkauf und die Verarbeitung der Rohstoffe für das Marengo Hundefutter aus.
Die nunmehr seit 1997 bestehende Zusammenarbeit zwischen der Firma Peter Kölln und der EnRa GmbH (siehe Photo rechts) ist dadurch gekennzeichnet, dass absolute Übereinstimmung in den Vorstellung über höchste Futterqualität für das Marengo Hundefutter besteht. Dies beruht sicherlich auch darauf, die Firma Peter Kölln ein traditionelles Familienunternehmen ist und auch an ihre eigenen Produkte höchste Qualitätsanforderungen stellt. Darum geht es bei der Zusammenarbeit insbesondere um das ständige Arbeiten an dem Erhalt bzw. der Optimierung der Rohstoffqualität. In 2008 ist es uns gemeinsam gelungen, durch Optimierung der Rohstoffe Fleisch, Fisch und Maiskeimöl, den Gehalt an natürlichen Vitaminen (hier insbesondere Vitamin A und Vitamin E) und Spurenelementen auf ganz natürliche Weise zu steigern. Hierauf sind wir besonders stolz, da wir nach wie vor aus Überzeugung auf eine Anreicherung mit synthetischen Vitaminen und Spurenelementen verzichten.
Auch bei dem Relaunch 2010 trafen die von Marengo angestrebten und alles andere als leicht zu realisierenden Optimierungen der Rezepturen auf konsequente und partnerschaftliche Unterstützung durch die Firma Peter Kölln, wofür wir uns auch hier an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchten.
Vitaminverlust durch Extrusion?
Das Ende des Mythos 'kaltgepresst'
Immer wieder werden wir gefragt, warum das Marengo Hundefutter nicht 'kaltgepresst' oder aber 'gebacken' hergestellt wird. Darum scheint es uns wichtig vorab, einige klärende Worte über die Bedeutung des Wortes 'kaltgepresst' im Zusammenhang mit der Herstellung von Hundefutter zu verlieren. Das positive Image des Wortes wird von Kunden leicht und leider zu Unrecht aus dem Bereich der Pflanzenöle auf den Bereich Hundefutter übertragen, was einige Hersteller von pelletiertem Futter gerne noch forcieren. Leider kursieren Gerüchte, dass durch eine Extrusion der Nährstoff- und insbesondere der Vitamingehalt der Zutaten erheblich leide. Dem ist nicht so, wenn man dies Verfahren verantwortungsvoll einsetzt. Im Gegenteil, Extrusionsverfahren sind teure und hochmoderne, sehr schonende Verfahren, die im Lebensmittelbereich präferiert eingesetzt werden, gerade um Nährstoffe und Aroma der Zutaten zu erhalten.
Grundsätzlich handelt es sich bei der Extrusion um ein sehr schonendes Herstellungsverfahren, bei dem die Zutaten nur für wenige Sekunden Temperaturen in der Regel zwischen 120-180°C ausgesetzt werden können. Für das Marengo Hundefutter haben wir die zur Sterilisation des Futters notwendige Temperatur von ca. 120°C gewählt, dem das Futter im Extruder nur ca. 30-50 Sekunden ausgesetzt ist. Bei der anschliessenden Warmlufttrockung wird eine Temperatur von 100-110°C über einen Zeitraum von ca. 10 Minuten erreicht. Sicherlich gibt es auch Hersteller, die höhere Extrudertemperaturen wählen, um eine Keimfreiheit gewährleisten zu können. Aufgrund der Hochwertigkeit der Marengo Zutaten können wir aber auf die im Lebensmittelbereich üblichen 'niedrigeren' und damit schonenderen Temperaturen zurückgreifen.
Vergessen wird leider oft, dass die pflanzlichen Anteile im Futter bei der Extrusion für den Hundedarm schonend aufgeschlossen werden, so dass die Verwertbarkeit der meisten Vitamine sich für den Hund sogar deutlich erhöht.
Bei dieser Art der Herstellung und Trocknung gibt es also keinen Nährstoffverlust, im Gegenteil, die Menge an verwertbaren Nährstoffen nimmt sogar zu. Der Verlust an Vitaminen bedingt durch das Herstellungsverfahren des Marengo Hundefutters liegt nachweislich unter 5%. Eine dermassen hohe Bereitstellung der Vitamine kann mit keiner selbstzubereiteten Ration erreicht werden.
Darüber hinaus sollte immer der erhebliche Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen in Betracht gezogen werden insbesondere auch was die Stabilität der Vitamine betrifft.
Bitte machen Sie sich klar, dass die Analysewerte, die Marengo veröffentlicht, Ergebnisse aus Untersuchungen der Endprodukte und keine theoretischen Rechenexemples sind.
Bei einem 'Backen' des Futters wäre die Dauer der hohen Temperaturen weitaus länger, damit die durch die Futtermittelverordnung festgesetzte Keimfreiheit garantiert werden könnte. Zudem müsste die Backtemperatur unter Umständen höher eingestellt werden, wodurch neben der längeren 'Backzeit' ebenfalls die Gefahr eines Vitaminverlustes tatsächlich deutlich höher wäre. Darum haben wir uns gegen diese Art der Herstellung entschieden.
Das schonende 'Aufschliessen' der pflanzlichen Anteile fehlt beim 'Kaltpressen' bzw. korrekt ausgedrückt 'Pelletieren' komplett und ist demnach in keinster Weise eine Alternative für uns. Da es sich beim Pelletieren eigentlich nur um eine Art Komprimierung handelt, bei der durch den technischen Vorgang eine Temperatur von um die 60°C entsteht, weist Pelletfutter grundsätzlich eine schlechtere Verdaulichkeit auf als ein Extrudat, was gerade bei sensiblen Hunden zu Problemen führen kann. Darum wird pelletiertes Futter hauptsächlich im Nutztierbereich und hier für PFLANZENFRESSER eingesetzt, deren Verdauungstrakt von Natur her auf das Aufschliessen von pflanzlichen Komponenten spezialisiert ist.
Um alle für gut befundenen Komponenten ohne Einschränkung einsetzen und deren Hochwertigkeit für die Ernährung des Hundes voll ausschöpfen zu können, haben wir somit als Herstellungsverfahren die Extrusion gewählt.
Grundsätzlich sollte man auch bedenken, dass die Investition für einen Extruder ab 1 Mio Euro aufwärts liegt, so dass eine genügende Kapazitätsauslastung vonnöten ist, damit sich die Anschaffung auch rentiert. Pelletieren und 'Backen' sind unter dem finanziellen Aspekt gesehen, die weitaus kostengünstigeren Varianten, aber eben nach unserer Ansicht nicht optimal für den Hund. Gerade weil im Marengo Hundefutter keine synthetischen Vitamine und Spurenelemente zugesetzt werden, gehen wir besonders sorgsam mit den natürlichen Nährstoffressourcen aus den Zutaten um.
Herstellung des Marengo Hundefutters
| Hersteller nach der Marengo Rezeptur ist die Firma Peter Kölln, KGaA, Elmshorn. Schwerpunktmässig im Lebensmittelbereich tätig, wird im 'Werk 3 Heimtierkost' das Marengo Hundefutter produziert. Für das von uns genutzte Herstellungsverfahren eines Trockenfutters, der 'Extrusion' benötigt man alle Komponenten in trockener und gemahlener Form. Sowohl die Rezeptur als auch die sogenannten 'Spezifikationen' werden von Marengo vorgegeben. Spezifikationen sind genaue Vorschriften für den Einkauf, welche Qualitätsmerkmale bei einem Rohstoff verpflichtend sind, damit er eingesetzt werden darf. |
Produktionsablauf
| Eingekaufte Rohstoffe werden auf verschiedene Silozellen verteilt. Getreide und Gemüse werden in trockener aber noch nicht gemahlener Form eingelagert. Alle anderen Komponenten wie Fleisch, Fisch, Milchpulver, Kräuter werden bereits in gemahlener Form angeliefert. Eine Trocknung z. B. von Fleisch bedarf einer speziellen Trocknungsanlage und muss zeitlich innerhalb einer vorgegebenen Zeit nach der Schlachtung geschehen, damit die Hygiene gewährleistet bleibt. Darum ist es in der Regel üblich, dass dieser Verarbeitungsschritt durch ein darauf spezialisiertes Unternehmen ausgeführt und die getrocknete und gemahlene Fleischgrundlage dann eingekauft wird. |
| Durch ein barcode-gestütztes Chargenverfolgungssystem wird schon bei der Einlagerung der Rohstoffe höchster Wert darauf gelegt, jede einzelne Chargenanlieferung rückverfolgbar bis in die jeweilige Silozelle zu machen. Obwohl erfreulicherweise viele Hundebesitzer zwar sehr kritisch sind was die Fleischgrundlage eines Hundefutters betrifft, werden die Risiken, die von belastetem Getreide und Gemüse ausgehen, unterschätzt oder für die Hundeernährung als nebensächlich abgetan. Marengo setzt auch hier höchste Masstäbe an. |
| Für den eigentlichen Produktionsvorgang des Hundefutters werden dann über eine automatische Waagensteuerung, die nach Vorgabe der jeweils hinterlegten Rezeptur arbeitet, die einzelnen Komponenten grammgenau abgewogen und zum Mischer befördert.Komponenten, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht in gemahlener Form vorliegen, werden nach dem Wiegen vorab dem Mahlprozess zugeführt. |
| Durch das Mahlen 'just in time' wird die grösst mögliche Frische insbesondere des Getreides gewährleistet. Dies ist z. B. für eine Komponente wie Hafer, der viele essentielle Fettsäuren und hochwertige pflanzliche Proteine enthält von grosser Bedeutung. Je zeitnaher hier ein Mahlen erfolgt, desto mehr wichtige Nährstoffe bleiben erhalten. Zudem erhöht sich das Risiko der Ranzidität essentieller Fettsäuren in gemahlenem Zustand deutlich. Darum wird das Getreide als Korn gelagert und erst direkt für die einzelne Produktion sozusagen frisch gemahlen. |
Mahlen des Getreides mit Hilfe einer Hammermühle Zerkleinerung der Komponenten auf eine Partikelgrösse. Absiebung durch Virbrationssieb nach dem Mahlen |
| Sind alle Komponenten gemahlen, abgewogen und per Metallcheck noch einmal einer Qualitätskontrolle unterzogen worden, so werden sie in einem Pflugscharmischer gemischt bevor sie letztendlich dann zum Extruder gelangen. Zur Produktion des Marengo Hundefutters wird ein sogenannter Einwellen-Extruder eingesetzt. |
Funktionsprinzip eines Einwellen-Extruders
Das gemahlene Komponentengemisch gelangt dosiert über die sogenannte 'Feststoffdosierung' in das Innere des Extruders, in dem ein Wasserbad sowie alle flüssigen Futterkomponenten (bei Marengo nur das Maiskeimöl) zur Verarbeitung warten.
Ist die Extrusion erfolgt, wird die noch feuchte Futtermasse zum Abschluss durch eine Düse gedrückt, die die jeweils gewünschte Form des Endproduktes erzeugt.
| Bei dem eigentlichen Extrusionsvorgang werden die Futterkomponenten in dem Wasserbad vorgewärmt und dann durch Druck für ca. 30-50 Sekunden auf eine Temperatur von ca. 120°C gebracht. Durch schlagartiges Nachlassen des Druckes expandiert das Futter und wird so für den Verdauungstrakt des Hundes aufgeschlossen. Beim Temperaturprotokoll sind mehr als 120°C nicht erwünscht. |
| Ein grosser Teil des enthaltenen Wassers wird bei der Energiefreisetzung während der Expansion verbraucht. Trotzdem ist die Futtermasse nach der Extrusion noch feucht und wird in diesem Zustand durch eine formgebende Düse gedrückt. |
| Hochwertige Komponenten, schonende Extrusion und das Verwenden eines qualitätvollen Maiskeimöls garantieren eine Haltbarkeit, ohne dass Konservierungsstoffe oder Antioxidantien eingesetzt werden müssen. Auch auf den Einsatz der oft irreführender Weise als 'natürliche Antioxidantien' bezeichneten synthetischen Vitamine wie Vit E, Vit C oder ß-Carotin kann so konsequent verzichtet werden. Ein bewährtes Markenzeichen von Marengo! In einem sogenannten Karusseltrockner werden die Extrudate anschliessend schonend getrocknet. Bei dieser Warmlufttrockung wird eine Temperatur von 100-110°C über einen Zeitraum von ca. 10 Minuten erreicht. Die Marengo Extrudate weisen im Endprodukt letztendlich nur noch eine Restfeuchtigkeit von ca.7-8% auf, was sich ebenfalls positiv auf die Dauer der natürlichen Haltbarkeit auswirkt. |
| Nach der Trocknung werden die Futteringe zur Absiebung von Feinteilen über ein entsprechendes Sieb transportiert. Dies dient dazu, dass möglichst ausschliesslich komplette Futterringe zur Verpackungsanlage gelangen. Anschliessend kommt die sogenannte Coating Trommel zum Einsatz. In der Coating Trommel wird der Schmalz schonend aufgetragen. So wird der Futterring noch einmal auf natürliche Weise ein wenig stabiler und haltbarer, weil er einen leichten 'Fettmantel' bekommt. Ein grosser Vorteil ist zudem, dass es den Hunden dadurch auch besonders gut schmeckt. |
Weitere Qualitätskontrollen im laufenden Produktionsprozess
| Restfeuchtigkeit | Probenentnahme | Metallcheck |
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![]() Restfeuchtigkeitsbestimmung direkt nach der Extrusion |
Probenentnahme für weiterführende Laborbestimmungen |
Erneuter Metallcheck vor der automatischen Verpackung |
| Sind die Futterringe abpackbereit, werden sie über eine automatische Abfüllanlage in die Marengo Säcke abgesackt. Hier rechts die Abfüllung der 15 kg Ventilsäcke.
Obwohl in der letzten Zeit fast alle anderen Hersteller auf Kunsstoffsäcke gewechselt haben, nutzen wir für das naturbelassene Futter weiterhin Papiersäcke, um alle daraus entstehenden aromatischen Vorteile etc. bieten zu können. Selbstverständlich ist bei Marengo jeder einzelne Sack wie es gesetzlich vorgeschrieben ist mit einer Partiebezugsnummer, MHD und anderen notwendigen bzw. wichtigen Informationen gekennzeichnet. So ist jeder Marengo Hundefutter Sack bis in Detail rückverfolgbar und gewährt grösst mögliche Sicherheit für Hund und Besitzer. |
Hintergrundinformationen und textbegleitende Photos wurden uns freundlicherweise von der Firma Peter Kölln zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns insbesondere bei Herrn Dirk Kahlke, Abteilungsleiter Verfahrenstechnik bei Peter Kölln, dessen Ausarbeitungen zum Thema 'Dem Herstellungsverfahren des Marengo Hundefutters auf den Grund gegangen' uns als Basis dienen.
Copyright by Marengo - EnRa GmbH&Co.KG
Aktualisiert Juli 2010
