Marengo Lexikon der synthetischen Zusatzstoffe im Hundefutter

Hier können Sie sich über häufig verwendete Zusatzstoffe und deren Risiken für die Hundegesundheit einen Überblick verschaffen. Wählen Sie den für Sie jeweils interessanten Beitrag.

Mopsrüde Titus by Erwin H.

 

Woran erkenne ich, dass ein Hundefutter synthetische Zusatzstoffe enthält?

Hier sollte man unterscheiden, ob den Rohstoffen des Futters bereits vorab bzw. dem Komponentengemisch nachträglich Zusatzstoffe beigemengt wurden.

Deklaration auf dem Futtersack
Ob ein Komponentengemisch nachträglich zugesetzte, synthetische Zusatzstoffe enthält, ist aufgrund der Vielzahl an Zusatzstoffen nicht immer leicht am ausgewiesenen Namen zu erkennen. Eindeutig ist eine Auflistung unter Formulierungen wie „Zusatzstoffe je kg“, „Gehalt an Zusatzstoffen“, und zwar auf dem FUTTERSACK. Hier müssen – im Gegensatz zu allgemeinen Beschreibungen des Produktes – Zusatzstoffe wegen ihres toxischen Risikos (Giftrisikos) ausgewiesen werden. Man findet auf dem Futtersack darum bei allen herkömmlichen Futtersorten eine Auflistung der synthetischen, zugesetzten Vitamine und anderer Zusatzstoffe wie etwa Antioxidantien und Konservierungsstoffen.

Wann muss ein Zusatzstoff deklariert werden?
Grundsätzlich sind laut aktuellem EU-Deklarationsrecht alle den einzelnen Rohstoffen und/oder der gesamten Futtermischung zugesetzten Futtermittelzusatzstoffe deklarierungs- bzw. kennzeichnungspflichtig, sofern sie mit Höchstgehalten für einzelne Tierarten zugelassen wurden.
Wird einem Einzelfuttermittel (Ausgangserzeugnis) wie z. B. Geflügelfett Vit. E bzw. BHA, BHT etc. als Antioxidans direkt zugesetzt, bevor es mit den anderen Futterkomponenten vermengt wird, muss das Antioxidans im Mischfuttermittel nicht deklariert werden, sofern dieses aufgrund des Gehaltes keine Wirkung mehr zeigt. So wäre z. B. ein Antioxidansgehalt im Fett von 150 mg nicht kennzeichnungspflichtig, da bei einem Fetteinsatz von 5 % im Mischfutter nur ein Gehalt von 7,5 mg erreicht wird und dieses keine Wirkung mehr im Mischfutter erzielt. Ein Gehalt von 150 mg (Antioxidansgehalt im Fett 3000 mg bei einem Einsatz von 5%) müsste allerdings deklariert werden, da der Gehalt an Antioxidans eine antioxidative Wirkung haben würde.

Ausgenommen von der Kennzeichnungspflicht sind zudem alle sogenannten technischen Hilfsstoffe, die der Be- oder Verarbeitung dienen, sofern diese nur noch in einem technisch unvermeidbaren Maß vorhanden sind.
Wird z. B. zur Erreichung einer höheren Homogenität des Fettes ein Hilfsstoff (z. B. Polysorbat) zugesetzt, der die Verarbeitung des Fettes ermöglicht (erleichtert), und bleiben hiervon auch im Endprodukt (Mischfutter) Abbauprodukte bzw. Restmengen erhalten, so ist dieser Hilfsstoff, „Unschädlichkeit vorausgesetzt“, nicht deklarierungspflichtig.

Wie deklariert Marengo?
Da KEINERLEI synthetische Zusatzstoffe zugesetzt werden (weder den einzelnen Zutaten noch dem Komponentengemisch), finden Sie dementsprechend keine Auflistung von synthetischen Vitaminen oder anderen chemischen Zusatzstoffen auf den Marengo Futtersäcken. Die von uns im Prospekt und Internet veröffentlichten Analysen geben die rein natürlichen Gehalte an Vitaminen und Spurenelementen wieder, die aus den verwendeten Zutaten stammen.

Unser Buchtipp zum besseren Erkennen von Zusatzstoffen anhand von E-Nummern und Namen: „Chemie im Essen“ von Dr. Hans-Ulrich Grimm, erhältlich bei uns im Online Shop.

 

Synthetische Vitamine

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • Vit A, Beta-Carotin, Vit E, Folsäure usw.
  • m Labor oft auf Basis von genmanipulierten Substanzen hergestellte synthetische Nachbauten von natürlichen Vitaminen zur Erreichung von fragwürdigen Tabellenwerten, die in der Regel auf Tierversuchen basieren.
  • Die Wirkungsweise von synthetisch hergestellten Vitaminen ist eine andere als die der natürlichen Vitamine in den Nahrungsmitteln. Studien wie die „Finnische Raucherstudie “ oder die Carrey Studie belegen, dass synthetische Vitamine schon in relativ geringer Dosierung die Krebs- und Sterblichkeitsrate deutlich erhöhen. Zudem können sie derart intensiv in die Regulationsmechanismen des Organismus eingreifen, dass hormonelle Dysfunktionen sowie ein erhöhtes Risiko von Allergien und anderen Erkrankungen ausgelöst werden können.
 

Synthetische Antioxidantien

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • BHA (Butylhydroxyanisol), BHT (Butylhydroxytoluol)
  • Antioxidantien werden eingesetzt, um das Ranzigwerden von Fetten zu verhindern und sind in der Regel den Rohstoffen wie Fleisch, Fetten und Ölen schon beigemengt
  • BHA ist ein synthetisches Alkylphenol, das biologisch kaum abbaubar ist und sich vor allem im Fettgewebe anreichert. Es gilt als allergieauslösend, behindert Leberfunktionen, erhöht Blutfettwerte und kann bei Trächtigkeit selbst bis in den Fötus gelangen.
  • BHT ist ebenfalls ein synthetisches Erzeugnis, das sich als Stoffwechselgift im Fettgewebe anreichert. Es kann deutliche Veränderungen an Immunsystem, Schilddrüse und Leber auslösen und gilt als krebserregend, lebervergrößernd und allergieauslösend.
  • BHA und BHT sind in Säuglings- und Kindernahrung verboten, da sie Auslöser einer lebensgefährlichen Blausucht sein können, die zum Erstickungstod führen kann.
 

Sogenannte „natürliche“ Antioxidantien

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • Vit. E, Vit. C, Betacarotin
  • Synthetisch hergestellte Vitamine, die ebenfalls ein Ranzigwerden von Fetten verhindern sollen.
  • Achtung! Der Begriff „natürliche Antioxidantien“ ist irreführend, da es sich um synthetische Vitamine (Risiken siehe oben) handelt. Mit Natur hat das nichts zu tun!
  • Insbesondere wenn sie in Hundefutter als Antioxidantien dauerhaft in hohen Dosen eingesetzt werden, stellen sie ein erhebliches Risiko für die Gesundheit der Hunde dar.
 

Konservierungsstoffe

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • Ameisensäure, Zitronensäure, Kupferverbindungen
  • Konservierungsstoffe sind Substanzen, die die Bildung von Bakterien, Schimmel und Mykosen verhindern sollen.
  • Konservierungsstoffe schädigen in der Regel die Darmschleimhaut und belasten den Stoffwechsel als Toxin erheblich, wie z. B. Kupferverbindungen.
  • Kupfer ist schon bei leichtester Überdosierung stark zellschädigend bzw. eindeutig zelltoxisch und stellt aus diesem Grund eine Gefahr für Gesundheit und Fortpflanzungsfähigkeit dar.
  • Nicht selten reagieren Hunde auf Konservierungsstoffe direkt allergisch in Form von Hautaffektionen oder Verdauungsstörungen.
 

Aroma-, Farb- und Geschmacksstoffe

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • Eine Vielzahl an natürlichen, naturidentischen und künstlichen Stoffen.
  • Diese Substanzen werden einem Futter lediglich zugesetzt, um das „Outfit“ augenfreundlich zu gestalten sowie die Akzeptanz bei wenig schmackhaften (minderwertigen?) Zutaten zu erhalten.
  • Diese Stoffe steigern in der Regel den Appetit und forcieren so Übergewicht und Adipositas (Fettsucht).
  • Abhängig von der jeweilig verwendeten Substanz entsteht eine unnötige zusätzliche Stoffwechselbelastung insbesondere von Leber und Nieren, die auf Dauer Schäden nach sich ziehen kann.
  • Zudem besteht auch hier die Gefahr einer direkten allergischen Reaktion.
 

Kräuter-Wahnsinn & Exoten

Beispiele Einsatzgebiet Risiken
  • Kieselgur, Tonerde, Psyllium, Yucca Schidigera, Petersilie
  • Hierunter fallen für Hunde ungeeignete Kräuter oft mit medikamentöser Wirkung sowie exotische Komponenten, die dauerhaft eingesetzt werden.
  • Nicht jedes Kraut ist gut für den Hund! Auch bei natürlichen Komponenten wie Kräutern, Früchten und anderen Pflanzen ist nicht in jedem Fall eine positive Wirkung für den Hund garantiert. Die richtige Auswahl von Kräutern, die als Nahrungsergänzung und nicht als Medikament dienen, die Verträglichkeit und die Frage nach dem tatsächlichen Nutzen sollte gründlich geklärt werden. Gerade bei einem dauerhaften Einsatz über das tägliche Futter ist hier Vorsicht geboten.
 

Interne Linkliste

Hintergrundinfos für Interessierte zum Thema „synthetische Zusatzstoffe“

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Aktualisiert Januar 2015

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