Graphik Bauchspreicheldrüse Hund

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) beim Hund

Teil I. Grundsätzliches
Der Diabetes mellitus (DM) ist eine schwerwiegende Stoffwechselerkrankung, bei der es durch eine mangelnde Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse bzw. durch eine mangelnde Insulinwirkung zu Störungen insbesondere des Glukose(Zucker)stoffwechsels kommt.
Insulin wird von dem endokrinen Teil der Bauchspeicheldrüse in den sogenannten ß-Zellen gebildet und fördert u. a. die Aufnahme von Glukose aus dem Blut in die Fett- und Muskelzellen. Darüber hinaus übernimmt Insulin ebenfalls wichtige Funktionen innerhalb des Fett- und Eiweissstoffwechsels.

Welche Diabetes Formen gibt es?

Diabetes Typ I
Beim Diabetes Typ I ist die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) nicht mehr in der Lage Insulin zu produzieren. Man spricht hier von einem absoluten Insulinmangel. Hunde, die unter DM Typ I leiden, sind in der Regel schlank bis mager und zeigen die Krankheitssymptome im Alter von 9 Monaten bis 3 Jahren (zum Vergleich: beim Menschen wird dieser Typ oft als 'Jugenddiabetes' bezeichnet).
Altersunabhängig tritt Diabetes Typ I allerdings auf, wenn er durch das Fortschreiten des Diabetes Typ II bzw. als Nebenwirkung von Hormontherapien entsteht. Bei diesen Hunden, die unter Diabetes Typ I leiden, muss neben einer speziellen Diät per Insulininjektion das fehlende Insulin von aussen zugeführt werden.

Diabetes Typ II
Beim Diabetes Typ II produziert die Bauchspeicheldrüse zwar genügend Insulin, aber die Empfängerzellen reagieren nicht oder nur ungenügend, so dass es zu einem relativen Mangel an Insulin kommt, weil der Bedarf an Insulin höher als normal ist. In den meisten Fällen sind Hunde, die unter Diabetes Typ II leiden, bereits etwas älter ('Erwachsenendiabetes') und übergewichtig. Die Zellen übergewichtiger Hunde neigen zu dieser Art von Desensibilisierung gegenüber Insulin.
Da die Bauchspeicheldrüse bei DM Typ II als erste Gegenmassnahme mit einer erhöhten Produktion von Insulin einsetzt, um dem angestiegenen Bedarf gerecht zu werden, kann es in schweren Fällen durch Überbelastung (Erschöpfungsatrophie) zu einer eingeschränkten bzw. kompletten Produktionsunfähigkeit (Diabetes Typ I) kommen.
Auch eine zu frühzeitig eingesetzte Insulintherapie bei Vorliegen des Diabetes Typ II kann zu einer Einstellung der körpereigenen Insulinproduktion und somit zu Diabetes Typ I führen.
Leichte bis mittelgradige Diabeteserkrankungen vom Typ II können in der Regel über eine Gewichtsreduzierung in Verbindung mit einer speziellen Ernährung erfolgreich eingedämmt bzw. komplett geheilt werden, da mit dem Erreichen des Normalgewichtes in der Regel auch die nötige Sensibilität der Zellen gegenüber Insulin wieder einsetzt.

Wie erkenne ich Diabetes mellitus bei meinem Hund?
Diabetes kann bereits Monate vor dem Ausbruch erkennbarer äusserer Symptome latent vorhanden sein, wobei nur spezifische Laborwerte verändert sind. Man spricht hier von latenter Diabetes.
Erste äussere Anzeichen für eine Diabeteserkrankung sind in der Regel eine stark vermehrte Wasseraufnahme (Polydipsie) und ein dadurch bedingtes häufiges Wasserlassen (Polyurie). Häufig zeigen die Hunde in diesem Stadium noch einen guten bis sehr guten Futterzustand. Laboruntersuchungen weisen dann aber bereits zeitweilig oder permanent erhöhte Blutzuckerwerte im nüchternen Zustand, eine gestörte Glukosetoleranz sowie Ausscheidung des übermässig hohen Anteils an Zucker im Blut über die Nieren mit dem Urin (Glycosurie) auf.
Schreitet die Erkrankung weiter voran, kann es zu Symptomen wie Abmagerung trotz guten Appetits, Hautveränderungen, Erbrechen, Durchfall, allgemeiner Schwäche, Gefässerkrankungen etc. kommen.
Wie oben bereits angedeutet nimmt Insulin eine wichtige Stellung nicht nur innerhalb des Kohlenhydrat- sondern auch innerhalb des Fett- und Eiweissstoffwechsels ein. Mit fortschreitender Erkrankung kommt es daher zu einem kompletten Stoffwechselzusammenbruch, wobei Symptome wie Erblindung durch Star (Katarakt), sekundäre Erkrankungen von Herz, Leber, Nieren und anderen Organen bishin zu Komazuständen die Folge sein können.

Was versteht man unter einem unkomplizierten Diabetes mellitus?
Grundsätzlich gibt es erhebliche Unterschiede im Schweregrad der Diabeteserkrankungen und deren Erscheinungsbildern. Gerade bei älteren und übergewichtigen Hunden kann eine relativ unkomplizierte Erscheinungsform auftreten, die unter normalen Umständen allein über eine Gewichtsreduzierung und eine spezielle Diät in den Griff zu bekommen ist.
Man sollte immer bedenken, dass die regelmässige Gabe von Insulin dazu führen kann, dass die körpereigene Produktion gehemmt bzw. komplett eingestellt wird, weil immer Insulin von aussen zugeführt wird. Aus diesem Grund sollte man nur in schweren, wirklich notwendigen Fällen auf Insulingaben zurückgreifen. Verfrühte Gaben könnten ansonsten aus einer ehemals leichten eine schwere Diabeteserkrankung machen.

Ursachen für Diabeteserkrankungen Überfütterung

  1. Diabetes mellitus ist ganz eindeutig eine Zivilisationskrankheit.
    Das bedeutet schlicht und ergreifend, dass die meisten Diabeteserkrankungen bei erwachsenen Hunden angefüttert werden. Die zunehmende Unvernunft in der Handhabung mit Leckereien, Trockenfleischprodukten, Süssigkeiten, Gebäck neben der häufig komplett falsch zusammengesetzten Gesamttagesration und absolut überhöhten Gesamtfuttermengen fordern auf diese Weise ihre Opfer. Leider siegt in diesen Fällen die Unvernunft um das vermeintliche momentane Wohlbefinden des Hundes über die Verantwortung für eine artgerechte Fütterung und Haltung.

    Photo kleiner übergewichtiger Mischling

    Auch wenn dies jetzt sehr hart klingt, die Realität bestätigt es. Zu viele Hunde werden heutzutage fast permanent den ganzen Tag über mit Futter, Leckereien, Gemüse, Obst in übermässiger Menge versorgt, ohne dass auf die Konsequenzen geachtet wird. Tatsache ist und bleibt, dass bei übergewichtigen Hunden die Ursache für eine Diabeteserkrankung am häufigsten durch ein falsches Fütterungsmanagement entsteht.

  2. Hormonstörungen
    Im Zuge von Erkrankungen des hormonellen Systems (zu dem die Bauchspeicheldrüse gehört) wie z. B. bei übermässiger Produktion von Schildrüsen- oder Wachstumshormonen oder Cortisol (Hyperthyreose, Akromegalie, Cushing-Syndrom), kann als sekundäre Erscheinung eine Diabeteserkrankung auftreten. Das bedeutet aber auch, dass durch medikamentöse Hormongaben wie z. B. Langzeitkortisontherapien aber auch durch das sogenannte 'Wegspritzen' der Läufigkeit bzw. der hormonellen Beeinflussung des Läufigkeitszeitpunktes der Hündin (mit Progestagenen) durch den massiven Eingriff in den Hormonhaushalt die Gefahr besteht, eine Diabeteserkrankung auszulösen. Ein sehr wichtiger Aspekt, der insbesondere was die Läufigkeitsmanipulationen angeht, relativ einfach zu vermeiden ist.
  3. Zusatzstoffe im Hundefutter
    Alle Zusatzstoffe im Hundefutter wie z. B. synthetische Vitamine und Spurenelemente können nachhaltig auch in das hormonelle System des Hundes eingreifen und so zu Hormonstörungen führen, wobei auch die Möglichkeit der Entstehung eines DM gegeben ist.
  4. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
    Seltene Ursache für Diabetes sind Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse selbst wie z. B. Krebs (Karzinom) oder Entzündungen (nekrotisierende Pankreatitis), wobei es direkt zu einer Schädigung der insulinproduzierenden ß-Zellen kommt.
  5. Vererbung
    Dass Diabetes bzw. eine Diabetesneigung vererbt wird, so wie es im Humanbereich der Fall ist, konnte bislang für den Hund nur vermutet und nicht nachgewiesen werden. Einige Rassen wie Dackel, Pudel, Spitze etc. sollen angeblich eine vermehrte Neigung aufweisen. Dies spielt aber augenscheinlich, wenn überhaupt, beim Hund nur eine untergeordnete Rolle.
  6. Viruserkrankungen
    Bestimmte Arten von Virusinfektionen als Ursache für Diabetes werden von einigen Wissenschaftlern in Anschlag gebracht, scheinen aber keine grosse Bedeutung zu haben.
  7. Autoimmunerkrankung
    Neue Untersuchungen aus dem Humanbereich zeigen deutliche Tendenzen, dass Diabetes vom Typ I durch eine Art Autoimmunerkrankung ausgelöst werden könnte, wobei der Organismus durch eine Fehlreaktion des Immunsystems beginnt körpereigene, in diesem Fall ß-Zellen zu zerstören. Obwohl diese Möglichkeit angesichts der in den letzten Jahren stark gestiegenen Anzahl an Allergien beim Hund sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen ist, gibt es bislang noch keine Studien hierzu.

II. Fütterung von Hunden mit Diabetes mellitus

Was sieht das Marengo Fütterungskonzept bei Hunden mit DM vor?
Grundsätzlich sollten bei der Fütterung von Hunden, die unter DM leiden spezielle Aspekte in der Gestaltung der Futterration beachtet werden.

Proteinversorgung
Veraltet ist die leider noch häufig anzutreffende Empfehlung, Hunde mit DM auschliesslich mit Fleisch und gegebenenfalls in Verbindung mit einem minimalen Anteil an Flocken zu füttern. Diese Empfehlung beruht auf der Tatsache, dass innerhalb von Laborversuchen (!) eine Anregung der körpereigenen Insulinproduktion bei einer ausschliesslichen Fleischfütterung festgestellt wurde.
Diese eventuelle Vermehrung der körpereigenen Insulinproduktion steht aber in keinem Verhältnis zu den schädigenden Wirkungen einer durch eine reine Fleischfütterung bedingten Eiweissüberversorgung auf die Stoffwechselorgane, insbesondere Leber und Nieren.
Einerseits muss der Organismus bei reiner Fleischfütterung seinen natürlich immer noch vorhandenen Bedarf an Kohlenhydraten über stark belastende Stoffwechselumwandlungsprozesse u. a. aus Eiweissen oder anderen Nährstoffen decken (Glukoneogenese) und andererseits erhöht sich die Menge an Abbauprodukten, die grundsätzlich innerhalb des Eiweissstoffwechsels anfallen. Da bei diabeteserkrankten Hunden die Stoffwechselfunktionen immer bereits beeinträchtigt sind, sollte auf keinen Fall durch eine Eiweissüberversorgung die Erkrankung verschlimmert werden.


Hunde, die unter DM leiden, benötigen eine hochwertige und leicht verdauliche Eiweissgrundlage unter Verzicht auf minderwertige, stoffwechselbelastende Komponenten. Der Rohproteingehalt i. d. TS. der Gesamttagesration sollte für schlanke oder magere Hunde (in der Regel Diabetiker Typ I) zwischen 23-27% und für übergewichtige Hunde (in der Regel Diabetiker Typ II) zwischen 22-25% liegen.
So wird die Basis für eine optimale Proteinversorgung geschaffen und gleichzeitig eine übermässige Produktion von Abbauprodukten vermieden.

Kohlenhydratversorgung
Ziel der Kohlenhydratversorgung beim an DM erkrankten Hund ist die Erreichung eines relativ konstanten, angemessen hohen Blutzuckerspiegels, damit es nicht zu einer unnötigen Belastung von Bauchspeicheldrüse, Leber etc. infolge von extremen Schwankungen bzw. zu einer Über- oder Unterzuckerung kommt. Der Begriff 'Kohlenhydrate' ist ein Oberbegriff für verschiedene Zuckerverbindungen. Insbesondere für Diabetiker wichtig ist die Unterscheidung von:
Ein- und Zweifachzucker wie z. B. Traubenzucker (Glukose), Haushaltszucker (Sacchacharose), Honig etc. Ein- und Zweifachzucker sind, wie der Name schon sagt, aus einem oder zwei Zuckerverbindungen zusammengesetzt. Aus diesem Grund gelangen sie sehr schnell aus dem Verdauungstrakt ins Blut und führen dort spontan zu hohen Blutzuckerwerten, die man grundsätzlich bei Diabetikern vermeiden sollte.
Daher sollte in der Ernährung von diabetischen Hunden konsequent auf die Fütterung von Einfach- bzw. Zweifachzuckerverbindungen verzichtet werden. Ein/Zweifachzucker werden häufig in Dosenfutter und bei einigen Trockenfuttermitteln als Lockstoff bzw. bei Halbfeuchtfutter zur Wasserbindung eingesetzt.
Aber auch Gebäck, Süssigkeiten, Honig und einige Obstsorten enthalten für Diabetiker nicht geeignete Zuckerverbindungen, die konsequent vom Speiseplan gestrichen werden müssen.

Stärke- wichtigster Vielfachzucker aus Getreide
Stärke gehört zu den sogenannten Vielfachzuckern und kommt vor allen Dingen in Getreide und Gemüse vor. Stärke hat infolge seines komplexen Aufbaus den Vorteil, dass die Aufschliessung für die Zurverfügungstellung von Zuckerbausteinen im Blut weitaus langsamer vonstatten geht und es so nach den Mahlzeiten zu einem langsamen Anstieg des Blutzuckerspiegels kommt, der relativ lange konstant bleibt. Dies ist von grossem Vorteil für diabetische Hunde, da extreme Schwankungen und überlastende Beanspruchungen vermieden werden.
Aus diesem Grund sollte der Kohlenhydratbedarf des DM Hundes durch eine hochwertige Qualität von Getreidesorten wie Hafer, Weizen, Reis etc. und geeignetem Gemüse gedeckt werden, wobei selbstverständlich auf minderwertige pflanzliche Nebenerzeugnisse aufgrund der hohen Stoffwechselbelastung verzichtet werden muss. Die Aufbereitung der geeigneten Getreidearten mit Hilfe des Extrusionsverfahrens (Herstellungsverfahren der meisten Hundetrockenalleinfuttermittel) wird aufgrund der höheren Verdaulichkeit häufig von DM erkrankten Hunden besser vertragen als Dosenfutter, Flockenfutter oder pelletierte Futtermittel.


Für eine optimale Kohlenhydratversorgung des DM Hundes sollten drei Grundsätze eingehalten werden:

1. Verzicht auf Ein/Zweifachzuckerverbindungen

2. Auswahl hochwertiger Getreidearten, die aufgrund ihrer komplexen Kohlenhydrate für eine angemessene Resorbtionsgeschwindigkeit des Zuckers im Körper sorgen und so helfen Überzuckerungen zu vermeiden.

3. Diabetikergerechte Aufbereitung des Futters mithilfe des Extrusionsverfahrens

Fettversorgung
Bedingt durch den bei Diabetes vorliegenden Insulinmangel kommt es im Organismus auch zu Störungen innerhalb des Fettstoffwechsels. Bei einem Fortschreiten der Erkrankung können das Überangebot an Fettsäuren und deren sauren Abbauprodukten zu einer mehr oder weniger schweren Veränderung (Senkung) des Blut ph-Wertes führen. Dies kann in hochgradigen Fällen eine sogenannte Azidose bzw. Ketoazidose, eine sehr schwere Stoffwechselstörung, auslösen. Um diese Stoffwechselstörung zu vermeiden, sollte der Gehalt an freien (ranzigen) Fettsäuren, die über die Nahrung zugeführt werden, möglichst gering gehalten werden.


Darum muss auf die Verwendung von Hundefutter, das minderwertige Fette enthält, auf jeden Fall verzichtet werden. Zusätzlich sollte die Ration für DM Hunde bei ausschliesslicher Verwendung von hochwertigen Fetten relativ fettarm gehalten werden mit einem Gesamtfettgehalt von ca. 4-8% , wobei den pflanzlichen Fetten der Vorzug gegeben werden sollte.

Faserstoffe im Futter
Ähnlich wir bei der Empfehlung einer reinen Fleischfütterung (s.o.) wurde lange Zeit eine Rationsgestaltung für diabetische Hunde mit sehr hohen Rohfasergehalten angeraten. Hier ging man ganz theoretisch davon aus, dass hohe Rohfasergehalte die Aufnahmegeschwindigkeit von Zuckerverbindungen aus dem Verdauungstrakt ins Blut verlangsamen, was wiederum einen übermässig hohen Blutzuckerspiegel nach aufgenommener Mahlzeit verhindern sollte.

Die Praxis zeigt aber, dass zu hohe Rohfasergehalte (übrigens auch Rohaschegehalte) infolge der enormen Stoffwechselbelastung zu einer Verschlimmerung der gesamten Erkrankung führen und wiederum in keinem Verhältnis zu dem Vorteil der erlangten Resorbtionsverzögerung stehen.


Eine angemessene Resorbtionsgeschwindigkeit erreicht man nicht über einen belastend hohen Rohfasergehalt, sondern über den Einsatz von geeignetem Getreide, das aus Stärke (bzw. komplexen Kohlenhydraten) aufgebaut ist. Darüber hinaus sind hohe Rohfaser- und Rohaschegehalte gerade für untergewichtige Hunde, die an Gewicht zulegen sollen, absolut ungeeignet, weil die Ration dadurch einen zu niedrigen Nährwert hat.

In der Praxis hat sich bei DM erkrankten Hunden eine Rationsgestaltung mit einem relativ niedrigen Rohfasergehalt von 2-3% bewährt, wobei sich der Anteil aus dem natürlichen Gehalt der verwendeten Futterkomponenten und nicht aus speziell zugesetzten Faserstoffen wie z. B. Rübenfasern, Zellulose etc. ergeben sollte.
Photo Hafer

Hafer – das besondere Getreide für Diabetiker
Unter den für Diabetiker gut geeigneten Getreidesorten nimmt der Hafer eine besondere Stellung ein. In der menschlichen Ernährung von Diabetikern wurde traditionell schon in Zeiten, in denen die Möglichkeiten von Insulininjektionen noch nicht gegeben waren, über spezielle Hafer-Diäten, Hafer-Tage etc. die förderliche Wirkung von Hafer genutzt. Diese Erfahrungen aus dem Humanbereich können auch für den Hund bestätigt werden. Hafer weist neben einem hohen Anteil an komplexen Kohlenhydraten, eine ausgeglichene, gut bekömmliche Rohfaserzusammensetzung sowie einen hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren auf, die den Fettstoffwechsel positiv beeinflussen. Darüber hinaus ist Hafer reich an hochwertigen pflanzlichen Eiweissen, Vitaminen und Spurenelementen und hat eine sehr darmstabilisierende Wirkung.
U. a. aus diesem Grund nimmt Hafer innerhalb des Marengo Fütterungskonzeptes einen wichtigen Platz ein und wird nicht nur in den Marengo Hundealleinfuttersorten sondern auch im Marengo Country bewusst eingesetzt.

Fütterungstechniken
Oberstes Ziel bei der Ernährung von diabeteskranken Hunden bleibt die Erhaltung eines relativ konstanten Blutzuckerwertes, der auch nach einer Mahlzeit nur langsam und mässig ansteigen sollte, damit eine unproblematische Einregulierung des Blutzucker- und Insulinspiegels erfolgen kann. Neben der Auswahl geeigneter Futterkomponenten und der Zusammenstellung einer diabetikergerechten Futterration, ist es für DM erkrankte Hunde wichtig, dass sie ca. 4-5 kleine Mahlzeiten relativ gleichmässig über den Tag verteilt angeboten bekommen. Dies verhindert einen zu hohen Blutzuckerwert nach der Nahrungsaufnahme, da die Futtermenge bei jeder einzelnen Mahlzeit geringer ist und somit auch der jeweilige Insulinbedarf reduziert werden kann.
Wichtig ist es darüber hinaus, dass die Mahlzeiten tagtäglich pünktlich zur gleichen Zeit angeboten werden, da der Organismus sich auf die Nahrungsaufnahme einstellt und so eine Blutzuckerspiegeleinregulierung überhaupt erst möglich wird. Dies gilt natürlich in erhöhtem Masse für DM erkrankte Hunde, die Insulininjektionen erhalten.

Insulingaben
Bei allen Hunden, die Insulininjektionen oder zum Teil auch Antidiabetika in Tablettenform erhalten, ist es dringend erforderlich, die Futtermenge der einzelnen Mahlzeiten auf das jeweilige Insulinpräparat abzustimmen. Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Insulinpräparate, deren Wirkung mit unterschiedlichen Anlaufzeiten einsetzt und deren Wirkungsdauer und Wirkungshöhepunkte zum Teil erheblich differieren.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang abzuklären, wann das Insulin im Organismus bereitgestellt wird und dementsprechend die Mahlzeiten darauf einzustellen, wobei man die individuellen Vorlieben des Hundes natürlich mit einplanen sollte. Grundsätzlich ist es nicht sinnvoll, ein kurzfristig wirkendes Insulinpräparat morgens zu verabreichen, wenn der Hund morgens den geringsten Appetit zeigt.


Das Insulin muss, um nicht zu einer schwerwiegenden Unterzuckerung mit schwersten Krankheitssymptomen bishin zu komatösen Zuständen zu führen, auf einen genügend hohen Blutzuckerspiegel treffen. Sprechen Sie sich in jedem Fall mit dem behandelnden Tiermediziner ab.
Wir empfehlen, die Insulineinstellung so vorzunehmen, dass eine Injektion des Präparates sofort nach Aufnahme der mengenmässig grössten und kohlenhydratreichsten Mahlzeit erfolgt (siehe Fütterungspläne unten). Der optimale Zeitpunkt der Insulininjektion sollte immer auf den Appetit des Hundes eingestellt werden.

Futtermenge
Die benötigte Gesamtfuttermenge muss immer individuell auf den Hund abgestimmt werden. Sie hängt wie bei allen Hunden von der Grundkonstitution, der Bewegungsaktivität, dem aktuellen Gesundheitszustand bzw. der Schwere des Krankheitszustandes, den Aussentemperaturen etc. ab und muss in jedem Fall vom Besitzer einreguliert werden, wobei der aktuelle Futterzustand (mager- schlank-übergewichtig) den wesentlichsten Faktor darstellt, der auch für die Auswahl des richtigen Futterplanes (siehe unten) entscheidend ist.

Broteinheiten des Marengo Hundefutters


Das Umrechnen der benötigten Kohlenhydratmenge in Broteinheiten(BE)
(1 Broteinheit entspricht einer Menge von 12 g Kohlenhydraten) wird in der Regel nur im Zusammenhang mit Insulingaben notwendig.
Das Marengo Hundefutter enthält pro 100 g folgende Mengen an Broteinheiten (BE) :
Marengo Junior 3,3 BE
Marengo Premium 3,4 BE
Marengo Classic 3,9 BE
Marengo Country 5 BE

Leckereien, Selbstergänzungen
Wir lehnen bei Hunden, die unter DM leiden, grundsätzlich alle Zugaben neben dem streng einzuhaltenden diätetischen Fütterungsplan ab.
Sowohl für Hunde, die unter Diabetes Typ I leiden als auch für Hunde mit Diabetes Typ II kann jede Abweichung gravierende Folgen haben und zu einem Fortschreiten der Erkrankung führen. An dieser Stelle soll nochmals darauf hingewiesen werden, dass die meisten Diabetes Typ II Erkrankungen und durch ein Fortschreiten dieser Erkrankung auch viele der Diabetes Typ I Erkrankungen durch falsche und übermässige Fütterung verursacht werden.
Erkrankt ein jahrelang überfütterter Hund schliesslich an Diabetes, ist dies sicherlich der allerletzte Zeitpunkt, um endlich die Verantwortung für eine den Umständen angemessene, artgerechte Fütterung zu übernehmen!

III. Fütterungpläne für Hunde mit Diabetes mellitus

Unsere erste Empfehlung für alle DM erkrankten Hunde ist eine Kombinationsfütterung von Marengo Wolfshappen bzw. selbstgewählten Eiweissträgern + Marengo Country. Diese Art der Fütterung bietet mehrere Vorteile:

  1. Durch die Möglichkeit der Auswahl von fettarmen Eiweissträgern (Marengo Wolfshappen, Fleisch, Fisch, Milchprodukten) ist eine optimale und auch individuelle Einstellung des Protein- und Fettgehaltes problemlos möglich. So kann sowohl ein abgemagerter Hund als auch ein stark übergewichtiger Hund angemessen versorgt werden.
  2. Die bei Insulininjektionen notwendigen unterschiedlichen Kohlenhydratanteile einzelner Mahlzeiten können durch Variationen des Mischungsverhältnisses sehr leicht zubereitet werden.
  3. Marengo Country enthält ausschliesslich pflanzliche Fette, so dass die Menge an tierischen Fetten in den Rationen niedrig gehalten werden kann, was bei DM erkrankten Hunden von Wichtigkeit ist.

Fütterungspläne für magere bzw. schlanke Hunde (in der Regel Diabetes Typ I mit Insulininjektionen)
Bei täglichen Insulininjektionen sollte die Mahlzeit direkt vor der Injektion (Mahlzeit 1 von 5) komplett aus Marengo Country in notwendiger Menge bestehen.
Wichtig! Sprechen Sie die zu fütternde Menge an Kohlenhydraten vor den Injektionen mit dem behandelnden Tiermediziner ab. (Es ist sinnvoll abzuwarten, ob der Hund seine Mahlzeit komplett auffrisst bevor Insulin gespritzt wird, damit es nicht zu einer Unterzuckerung kommt, wenn der Hund die Mahlzeit verweigert.)
Der dazugehörige Anteil an selbstgewählten Eiweissträgern wird dann komplett als eine Mahlzeit und zwar in der Reihenfolge als Mahlzeit 5 gefüttert. So stehen nach der Insulininjektion ausreichend Zuckerverbindungen zur Verarbeitung zur Verfügung und eine Unterzuckerung des Hundes wird vermieden. Darüber hinaus wird der Hund mit der Mahlzeit 5 kohlenhydratarm gefüttert, was dem niedrigen Insulinspiegel durch Nachlassen der Insulininjektionwirkung entgegenkommt und eine Überzuckerung verhindern hilft.

I. Ration mit Marengo Wolfshappen + Marengo Country


55% Marengo Country + 45% Marengo Wolfshappen z. B. 275 g Marengo Country + 225 g Marengo Wolfshappen
Mahlzeit 1: ausschliesslich 125 g Marengo Country (Sollten Akzeptanzprobleme bei Mahlzeit 1 die Aufnahme von genügend Kohlenhydraten verhindern, kann z. B. ein kleiner Anteil von höchstens 5% von Marengo Wolfshappen eingemischt werden, um den Appetit zu steigern)
Mahlzeit 2, 3 und 4: pro Mahlzeit z. B. 50 g Marengo Country + 50 g Marengo Wolfshappen
Mahlzeit 5: ausschliesslich 75 g Marengo Wolfshappen
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 24,6%, Fett a. 8,7%.

II. Ration mit selbstgewählten Eiweissträger + Marengo Country


I. 55% Marengo Country + 45% mageres Muskelfleisch z. B. 275 g Marengo Country + 225 g mageres Muskelfleisch
Mahlzeit 1: ausschliesslich 125 g Marengo Country
Mahlzeit 2, 3 und 4 : pro Mahlzeit z. B. 50 g Marengo Country + 50 g mageres Muskelfleisch
Mahlzeit 5: ausschliesslich 75 g mageres Muskelfleisch
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 26%, Fett ca. 7,9%.

II. 55% Marengo Country + 45% Geflügelkeule z. B. 275 g Marengo Country + 225 g Geflügelkeule
Mahlzeit 1: ausschliesslich 125 g Marengo Country
Mahlzeit 2, 3 und 4 : pro Mahlzeit 50 g Marengo Country + 50 g Geflügelkeule
Mahlzeit 5: ausschliesslich 75 g Geflügelkeule
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 27%, Fett ca. 6,5%
Sollten Akzeptanzprobleme bei Mahlzeit 1 die Aufnahme von genügend Kohlenhydraten verhindern, kann z. B. ein kleiner Anteil von höchstens 5% Magerquark gefüttert werden, um den Appetit zu steigern

III. 45% Marengo Country + 55% Lunge z. B. 225 g Marengo Country + 275 g Lunge
Mahlzeit 1: ausschliesslich 75 g Marengo Country
Mahlzeit 2, 3 und 4 : pro Mahlzeit z. B. 50 g Marengo Country + 65 g Lunge
Mahlzeit 5: ausschliesslich 80 g Lunge
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 26%, Fett ca. 7%

IV. 50% Marengo Country + 50% Schellfisch bzw. mageres Fischfilet z. B. 250 g Marengo Country + 250 g Schellfisch bzw. mageres Fischfilet
Mahlzeit 1: ausschliesslich 100 g Marengo Country
Mahlzeit 2, 3 und 4 : pro Mahlzeit z. B. 50 g Marengo Country + 50 g Schellfisch bzw. mageres Fischfilet
Mahlzeit 5: ausschliesslich 100 g Schellfisch bzw. mageres Fischfilet
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 25,5%, Fett ca. 4,3%

V. 50% Marengo Country + 50% Leber z. B. 250 g Marengo Country + 250 g Leber
Mahlzeit 1: ausschliesslich 100 g Marengo Country
Mahlzeit 2, 3 und 4 : pro Mahlzeit z. B. 50 g Marengo Country + 50 g Leber
Mahlzeit 5: ausschliesslich 100 g Leber
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 26,5%, Fett ca. 8%

Fütterungspläne für übergewichtige Hunde (in der Regel Diabetes Typ II)
Bei täglichen Insulininjektionen sollte die Mahlzeit direkt vor der Injektion (Mahlzeit 1 von 5) komplett aus Marengo Country in notwendiger Menge bestehen.
Wichtig! Sprechen Sie die zu fütternde Menge an Kohlenhydraten vor den Injektionen mit dem behandelnden Tiermediziner ab. (Es ist sinnvoll abzuwarten, ob der Hund seine Mahlzeit komplett auffrisst bevor Insulin gespritzt wird, damit es nicht zu einer Unterzuckerung kommt, wenn der Hund die Mahlzeit verweigert.) Der dazugehörige Anteil an selbstgewählten Eiweissträgern wird dann komplett als eine Mahlzeit und zwar in der Reihenfolge als Mahlzeit 5 gefüttert. So stehen nach der Insulininjektion ausreichend Zuckerverbindungen zur Verarbeitung zur Verfügung und eine Unterzuckerung des Hundes wird vermieden. Darüber hinaus wird der Hund mit der Mahlzeit 5 kohlenhydratarm gefüttert, was dem niedrigen Insulinspiegel durch Nachlassen der Insulininjektionwirkung entgegenkommt und eine Überzuckerung verhindern hilft.

I. Ration mit Marengo Wolfshappen + Marengo Country


60% Marengo Country + 40% Marengo Wolfshappen z. B.300 g Marengo Country + 200 g Marengo Wolfshappen
bei 5 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit z. B. 60 g Marengo Country + 40 g Marengo Wolfshappen
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 23,0%, Fett ca. 8,2%

II. Ration mit selbstgewählten Eiweissträgern + Marengo Country


I. 55% Marengo Country + 45% Magerquark
z. B. 275 g Marengo Country + 250 g Magerquark
bei 5 Mahlzeiten amTag pro Mahlzeit z. B. 55 g Marengo Country + 45 g Magerquark
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 23,5%, Fett ca. 5%

II. 50% Marengo Country + 50% Lunge
z. B. 250 g Marengo Country + 250 g Lunge
bei 5 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit z. B. 50 g Marengo Country + 50 g Lunge
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 24%, Fett ca. 7%

III. 60% Marengo Country + 40% Geflügelkeule
z. B. 300 g Marengo Country + 200 g Geflügelkeule
bei 5 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit z. B. 60 g Marengo Country + 40 g Geflügelkeule
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 24,5%, Fett ca. 6,4%

IV. 65% Marengo Country + 35% Geflügelbrust
z. B. 325 g Marengo Country + 175 g Geflügelbrust
bei 5 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit z. B. 65 g Marengo Country + 35 g Geflügelbrust
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 24%, Fett ca. 5,5%

V. 55% Marengo Country + 45% Schellfisch bzw. mageres Fischfilet
z. B. 275 g Marengo Country + 225 g Schellfisch bzw. mageres Fischfilet
bei 5 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit z. B. 55 g Marengo Country + 45 g Schellfisch bzw. mageres Fischfilet
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 23,5%, Fett ca. 4,5%

Fütterungsalternativen
Aufgrund der Insulininjektionen sollte die kohlenhydratreiche Mahlzeit ausschliesslich aus Marengo Country bestehen. Diese Menge an Marengo Country ist auszuwiegen und muss in Form von Marengo Wolfshappen bzw. selbstgewählten Eiweissträgern wie Fleisch, Fisch oder Milchprodukte als einzelne Mahlzeit verabreicht werden (siehe Futterplan unten). Bei täglichen Insulininjektionen sollte die Mahlzeit direkt vor der Injektion (Mahlzeit 1 von 5) komplett aus Marengo Country in notwendiger Menge bestehen.
Wichtig! Sprechen Sie die zu fütternde Menge an Kohlenhydraten vor den Injektionen mit dem behandelnden Tiermediziner ab. (Es ist sinnvoll abzuwarten, ob der Hund seine Mahlzeit komplett auffrisst bevor Insulin gespritzt wird, damit es nicht zu einer Unterzuckerung kommt, wenn der Hund die Mahlzeit verweigert.) Der dazugehörige Anteil an selbstgewählten Eiweissträgern wird dann komplett als eine Mahlzeit und zwar in der Reihenfolge als Mahlzeit 5 gefüttert. So stehen nach der Insulininjektion ausreichend Zuckerverbindungen zur Verarbeitung zur Verfügung und eine Unterzuckerung des Hundes wird vermieden.
Darüber hinaus wird der Hund mit der Mahlzeit 5 kohlenhydratarm gefüttert, was dem niedrigen Insulinspiegel durch Nachlassen der Insulininjektionwirkung entgegenkommt und eine Überzuckerung verhindern hilft.

I. Marengo Premium + Marengo Wolfshappen
bzw. selbstgewählten Eiweissträgern + Marengo Country geeignet ausschliesslich bei abgemagerten bis schlanken Hunden in der Regel Diabetes Typ I


Mahlzeit 1: ausschliesslich Marengo Country in notwendiger Menge
(Sollten Akzeptanzprobleme bei Mahlzeit 1 die Aufnahme von genügend Kohlenhydraten verhindern, kann z. B. ein kleiner Anteil von höchstens 5% Marengo Wolfshappen bzw. eines anderen geeigneten Eiweissträgers eingemischt werden, um den Appetit zu steigern)
Mahlzeit 2, 3 und 4 : Marengo Premium in notwendiger Menge
Mahlzeit 5: ausschliesslich Marengo Wolfshappen bzw. selbstgewählter, fettarmer Eiweissträger (z. B. mageres Muskelfleisch,Schellfisch, Lunge, Geflügelbrust, Geflügelkeule, Magerquark) in der gleichen Menge wie Marengo Country bei Mahlzeit 1
Tagesgesamtgehalte an Eiweiss und Fett variieren mit dem verwendeten Eiweissträger

II. Marengo Classic + Marengo Wolfshappen
bzw. selbstgewählten Eiweissträgern + Marengo Country ausschliesslich bei übergewichtigen Hunden in der Regel Diabetes Typ II
Bei übergewichtigen Hunden steht immer die Gewichtsreduzierung im Vordergrund. Bitte lesen Sie hierzu unbedingt die ausführlichen Informationen des Artikels 'Fütterung von übergewichtigen Hunden'


Wichtig! Als Reduktionsdiät ist eine Kombination von 2/3 Marengo Classic + 1/3 Marengo Country wie im oben genannten Artikel beschrieben aufgrund des niedrigen Proteingehaltes für diabeteserkrankte Hunde nicht geeignet.
Bei einer Grundfütterung mit Marengo Classic (auf 5 kleine Mahlzeiten verteilt) werden 3 mal pro Woche Diättage mit 5 kleinen Rationen Marengo Country + Marengo Wolfshappen bzw. einem anderen kalorienarmen Eiweissträger (siehe oben unter Fütterungspläne mit Marengo Country + Marengo Country bzw. selbstgewählte Eiweissträger für übergewichtige Hunde) zubereitet.
Diese Art der Fütterung ist extrem fett- und kalorienarm und stellt trotzdem genügend hoch verdauliches Protein zur Verfügung.

3 Diättage pro Woche nach folgendem Fütterungsplan:


Bei einer angenommenen Gesamttagesmenge (Menge bitte unbedingt individuell festlegen!)
I. 60% Marengo Country + 40% Marengo Wolfshappen z. B. 300 g Marengo Country + 200 g Marengo Wolfshappen
bei 5 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit z. B. 60 g Marengo Country + 40 g Marengo Wolfshappen
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 23,0%, Fett ca. 8,2%

Alternativ: 55% Marengo Country + 45% Magerquark
bei 5 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit z. B. 55 g Marengo Country + 45 g Magerquark
Tagesgesamtgehalte Eiweiss ca. 23,5%, Fett ca. 5%

Wichtig bei allen übergewichtigen DM erkrankten Hunden!

  1. Unbedingt die Futtermenge passend einregulieren! Auch ein noch so ausgefeilter Diätplan nutzt nichts, wenn der Hund eine zu hohe Futtermenge bekommt.
  2. Lassen Sie eingehend prüfen, ob Insulininjektionen überhaupt notwendig sind oder ob die Krankheitssymptome bei Umstellung der Fütterung nicht schon zurückgehen.
  3. Erhält Ihr übergewichtiger Hund bereits Insulin, so bedenken Sie, dass die Insulinempfindlichkeit der Zellen mit jedem Gramm, das Ihr Hund abnimmt, wieder verbessert wird und darum die Insulinmenge, die per Injektion zugegeben wird, unbedingt reduziert bzw. angepasst werden muss. Beachtet man dies nicht, so kann es u. U. zu einer gefährlichen, durch eine zu hohe Gabe an Insulin provozierte Unterzuckerung des Hundes kommen und eine schwere Diabetes Typ I kann ausgelöst werden.

Zusammenfassung
Grundsätzlich handelt es sich beim Diabetes mellitus um eine Stoffwechselstörung, die in unterschiedlichstem Schweregrad in Erscheinung treten kann.
Unabhängig vom vorliegenden Diabetes Typus ist die Einhaltung einer strikten Diät bei einer sachgerechten Zusammenstellung der Mahlzeiten die Basis für ein Leben mit der Erkrankung bzw. wie oben aufgezeigt auch oft die einzige Chance auf eine Heilung. Dies gilt insbesondere für die Diabeteserkrankungen, die ihre Ursache in jahrelanger Überfütterung des Hundes haben. Die Chancen, durch eine sachgerechte Gewichtsreduzierung den Organismus zur Regeneration anzuregen, sind vorhanden und sollten immer vor einer verfrühten Einstellung auf tägliche Insulininjektionen genutzt werden.

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Aktualisiert April 2011

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