Wie füttere ich einen Hund, der in die Jahre kommt?
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Wann wird mein Hund zum Senior?
Grundsätzlich sollte man nicht die Anzahl der Lebensjahre eines Hundes als wichtigstes Kriterium für die Einordnung als Senior nehmen. Als Senior sollte nur der Hund eingestuft werden, der eindeutige Symptome eines fortschreitenden Alterungsprozesses wie z. B. ein Nachlassen der Mobilität, verschlechterte Herz-Kreislauffunktionen, altersbedingte Bewegungsstörungen oder ähnliches zeigt.
Dieser Zeitpunkt kann nicht allein von dem Alter des Hundes abhängig gemacht werden, sondern stellt sich individuell unterschiedlich ein. So gibt es gerade bei grossen Rassen nicht selten Hunde, die schon mit 5-6 Jahren 'alt werden' wohingegen andere Hunde noch mit 13-14 Jahren ohne auch nur die geringste Beeinträchtigung am Leben teilnehmen.
Diese Tatsache bildet auch bei der Ernährung des älteren Hundes die Basis für die Wahl des geeigneten Futters.
Was verändert sich im Alter?
Der normale Alterungsprozess, dem jedes Lebewesen nun einmal natürlicherweise unterliegt, führt primär zu eingeschränkten Stoffwechselfunktionen. Das bedeutet, dass die am Stoffwechsel beteiligten Organe wie insbesondere die Leber, die Verdauungsorgane, die Nieren etc. in ihrer Funktionstüchtigkeit nachlassen und neben allgemeinen 'Ermüdungserscheinungen' sich mehr oder weniger deutliche Alterssymptome einstellen, die den Hund zum Senior machen.
Verbunden mit der eingeschränkten Stoffwechselfunktion ist eine Verminderung bzw. Verlangsamung der Aufnahmefähigkeit, des Transportes, der Verarbeitung und der Ausscheidung von Nährstoffen. Dadurch bedingt belasten minderwertige Futterkomponenten bzw. schwerverdauliches Futter den Organismus des älteren Hundes in einem weitaus höheren Masse als den eines erwachsenen Hundes mittleren Alters.
Leider findet dieser Aspekt heute kaum noch Beachtung insbesondere wenn man sich die Zusammensetzung vieler herkömmlichern Senior Futtermittel sogenanntes Seniorfutter anschaut.
Der Eiweissirrtum
Aufgrund der Tatsache, dass ein grosser Teil der älteren Hunde eine eingeschränkte Bewegungsaktivität zeigen, wird landläufig häufig irrtümlicherweise die Ansicht vertreten, dass mit zunehmendem Alter der Proteingehalt des Futters grundsätzlich sinken müsste. Dies kann so pauschal nicht festgelegt werden. Dadurch dass die Funktionstüchtigkeit der Stoffwechselorgane nachlässt, ist der ältere Hund unbedingt darauf angewiesen, hochwertige und bei Bedarf auch ein Mehr an Proteinen zur Verfügung gestellt zu bekommen, damit es nicht aufgrund der verminderten Resorptionsfähigkeit zu Mangel- bzw. Fehlversorgungen kommt.
Grundsätzlich müssen hier genau wie bei Hunden mittleren Alters die individuelle Konstitution, die Futterverwertung, die Bewegungsaktivität und der allgemeine Gesundheitszustand die Kriterien zur Wahl für das geeignete Futter geben. Der Anteil an hochwertigen, essentiellen Aminosäuren wie Lysin und Methionin in der angebotenen Futterration muss durch eine hochwertige tierische Eiweissgrundlage gewährleistet sein. Nur so ist der ältere Hund in der Lage, die aufgenommenen Eiweisse auch zu verwerten.
(Anmerkung: Relativ häufig auftretende altersbedingte Nierenfunktionsstörungen sind Ursache für diesen Denkansatz. Sicherlich belasten zu hohe Rohproteingehalte (bei erwachsenen Hunden in der Regel über 25%) die Nierentätigkeit. Aber insbesondere wenn es sich hierbei um minderwertige, schwer verdauliche Eiweisse handelt z. B. aus tierischen und pflanzlichen Nebenerzeugnissen fallen übermässig viele nierenbelastende Eiweissstoffwechselabbauprodukte an. Dies ist bei einer hochwertigen Eiweissgrundlage mit einem angemessenen Rohproteingehalt (20-25%) nicht der Fall, da eine 'saubere' Verarbeitung relativ einfach möglich ist.
Darüber hinaus wird leider nur zu leicht vergessen, dass die Nieren insbesondere durch einen zu hohen Rohaschegehalt (über 4%) resultierend aus hohen Mineralstoffgehalten und einem hohen Anteil an Knochen aus dem Fleischanteil überlastet werden.)
Besonders belastende fütterungsbedingte Faktoren
Genau wie bei allen Hunden gehören zu den stark belastenden fütterungsabhängigen Faktoren minderwertige Futterkomponenten und synthetische Zusatzstoffe in Form von Konservierungsstoffen, Lock- und Aromastoffen, Antioxidantien, Geschmacksverstärker aber auch synthetische Vitamine und Spurenelemente.
Darüber hinaus nimmt der Anteil an Mineralstoffen wie z. B. Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium etc. und schwerverdaulichen Komponenten eine besondere Stellung ein. Hohe Gehalte an Mineralstoffen und schwerverdaulichen Komponenten führen zu einem hohen Rohaschegehalt des Futters. So erzeugen sie neben einer unnötig schwierigen Verdauung eine hohe Menge an Stoffwechselabbauprodukten, die zum grössten Teil über die Nieren ausgeschieden werden müssen.
Die natürlicherweise bereits funktionsreduzierten Nieren des älteren Hundes werden durch eine zu hohe Menge dieser stoffwechselintensiven Stoffe schnell überlastet und können so zu verschiedensten Arten von Krankheitserscheinugnen wie z. B. Blasen- und Nierensteine, Harngriess, Nierenfunktionsstörungen, Knochenstoffwechselerkrankungen etc. aber auch zur Belastung des Herzens (Altersödem usw.) führen.
Aus diesem Grund ist es von grosser Wichtigkeit, dass der Gehalt an Mineralstoffen dem tatsächlichen Bedarf angemessen und auf schwerverdauliche Futterkomponenten in der Fütterung von älteren Hunden verzichtet wird.
Welche Lösung bietet das Marengo Konzept?
Das Marengo Fütterungskonzept sieht keine pauschale Diät für ältere Hunde vor, um dem individuellen Bedarf jedes Hundes gerecht werden zu können. Wir empfehlen genauso wie bei allen anderen erwachsenen Hunden die Wahl des Futters vom tatsächlichen Bedarf und der individuellen Konstitution abhängig zu machen.
Alle Marengo Futtersorten sind aufgrund ihrer Freiheit von jeglichen synthetischen Zusätzen, den hochwertigen Futterkomponenten und der hohen Verdaulichkeit insbesondere auch für ältere Hunde sehr gut geeignet. Zudem weisen alle Marengo Futtersorten aufgrund der hochwertigen Futterkomponenten und dem moderaten Gehalt an Mineralstoffen einen sehr geringen Rohaschegehalt auf.
So werden dem Hund alle lebensnotwendigen Nährstoffe wie z. B. essentielle Aminosäuren und essentielle Fettsäuren in leicht aufzuschliessender und leicht zu verstoffwechselnder Form zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht eine optimale Versorgung des Hundes bei gleichzeitiger Stoffwechselentlastung.
Praktische Fütterungsvorschläge
Marengo Classic
Für alle älteren Hunde, die eine verringerte Bewegungsaktivität bei gleichzeitig guter Futterverwertung zeigen, hat sich Marengo Classic bewährt.
Auch Hunde, die schon immer als 'eiweissempfindlich' eingestuft worden sind, sollten Marengo Classic erhalten.
Bei Hunden, die Probleme mit dem 'Gewichthalten' haben bzw. zu Übergewicht neigen, empfiehlt sich eine Kombinationsfütterung von Marengo Classic + Marengo Country
(Näheres zu diesem Thema finden Sie auch unter Light-Fütterung)
Diese Kombination sollte auch bei Hunden eingesetzt werden, die bereits eine Nierendiät einhalten sollen.
Marengo Premium
Ist der Hund im Alter entweder noch sehr aktiv und/oder schlank, neigt er zu einem nörgeligen Fressverhalten oder hat Allergieprobleme, sollte auf Marengo Premium zurückgegriffen werden.
Marengo Country Rationen + Marengo Wolfshappen bzw. selbstgewählte Eiweissträger
Eine weitere Alternative für alle älteren Hunde ist natürlich die Kombination von Marengo Country + Marengo Wolfshappen + Marengo Wellness-Bits bzw. selbstgewählte Eiweissträger wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte + Marengo Wellness-Bits, wobei der Gesamteiweissgehalt der Ration vom Besitzer selbst über die gefütterte Menge an Eiweissträgern einreguliert werden muss.
Wichtig ist es bei der Fütterung mit selbstgewählten Eiweissträgern, ebenfalls auf eine hochwertige und leichtverdauliche Eiweissgrundlage zu achten (siehe auch unter
FRISCH-Fütterung).
Der besondere Tipp: Puppy Brei und/oder Ziegenmilch
Sehr alte Hunde, die stark abgemagert sind und in der Regel auch nur noch wenig Appetit zeigen und / oder Zahnprobleme haben, können unter Umständen auch mit einer Kombination von Marengo Puppy Brei plus Reis gefüttert werden. In diesem Fall sollten Sie sich aber unbedingt individuell über das Mengenverhältnis der Futterkomponenten beraten lassen.
Eine weitere diätetische Massnahme für solche Fälle, die sich bestens bewährt hat, ist die Zugabe von etwas Ziegenmilch zur normalen Ration. Die Marengo Ziegenmilch hat eine sehr aufbauende Wirkung, fördert den Appetit und stärkt durch ihren darmflorastabilisierende Effekt das Immunsystem.
Zusätzliche Prophylaxe durch Kräuter
Grundsätzlich ist die Zugabe von Zusatzpräparaten bzw. Ergänzungsfuttermitteln bei der Verfütterung von Marengo Hundealleinfutter bei gesunden Hunden nicht notwendig, da der Hund mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen ausreichend versorgt ist.
Es gibt aber viele Hundebesitzer, die prophylaktisch oder auch bei bestehenden gesundheitlichen Problemen ihres Hundes gerne unterstützend Zusatzpräparate füttern möchten. Hier sollte man ebenfalls bedenken, dass ein alter Hund durch stark vitaminisierte bzw. stark mit Mineralstoffen angereicherte Ergänzungsfuttermittel stoffwechselmässig schnell überlastet wird.
Die natürliche Alternative von Marengo für den älteren Hund zu den synthetischen Präparaten stellen die Marengo Kräuter-Kekse dar.
Bei Hunden mit altersbedingten Bewegungsstörungen finden häufig die Marengo Athro-Bits erfolgreiche Anwendung wohingegen bei Haut- und Fellproblemen die Marengo Wellness-Bits zum Einsatz kommen sollten.
Das Marengo Fütterungskonzept bietet so mit den leckeren Kräuter-Keksen die Möglichkeit, gezielt für den jeweiligen Hund individuell ein Kräuterpräparat zu wählen, um den Hunden das Altwerden leicht und angenehm zu machen.
Copyright by Marengo - EnRa GmbH&Co.KG
Aktualisiert April 2011