Mein PON-Polski Owczarek Nizinny

Photo PON

Der PON ist ein polnischer Hütehund, der sich seinen Platz als Familienhund längst erobert hat. Er gehört zu den ältesten Herdengebrauchshunden. Er bewegt sich sehr gerne und ist sehr ausdauernd. Er hat eine sehr schnelle Auffassungsgabe und will seinem Besitzer gefallen. Er verfügt über eine robuste Gesundheit und eine hohe vitale Lebenserwartung. Wird der PON artgerecht gehalten und achtet man auf eine ausgeglichene Ernährung wird er ca. 12 bis 15 Jahre alt.

Der PON lernt schnell und es empfiehlt sich, außer aktivem Wandern Hundesport Aktivitäten zu machen. Er bleibt mit entsprechendem Training auch im Alter noch recht aktiv. Der tägliche Auslauf mit Artgenossen fördert sein intaktes Sozialverhalten und sein freundliches Wesen und sind eine Bereicherung für Hund und Halter.

Standard: FCI-Nr. 251 vom 07.09.1998
Ursprungsland: Polen

  1. Verwendung:
    Er ist ein leicht zu führender Hüte- und Wachhund. Ins Stadtleben versetzt ist er ein sehr guter Begleithund
  2. Klassifikation FCI:
    Gruppe 1, Hüte- und Treibhunde, ausgenommen Schweizer Sennenhunde; Sektion 1, Schäferhunde ohne Arbeitsprüfung
  3. Allgemeines Erscheinungsbild:
    Der Polnische Niederungshütehund ist ein Hund von mittlerer Grösse, gedrungen, kräftig, muskulös, mit langen dichten Fell. Gut gepflegt gibt ihm sein Haarkleid ein anziehendes und interessantes Aussehen.
  4. Wichtige Proportionen:
    Das Verhältnis von Körperhöhe zu Körperlänge beträgt 9 : 10. Das Verhältniss von Schädellänge zu Fanglänge beträgt 1 : 1; der Fang kann etwas kürzer sein.
  5. Verhalten / Charakter(Wesen):
    Von lebhaftem, aber gemässigtem Temperament, wachsam, wendig, intelligent, ausgestattet mit gutem Gedächtnis und vortrefflicher Aufnahmebereitschaft. Er ist widerstandsfähig gegenüber ungünstigen klimatischen Gegebenheiten.
  6. Kopf:
    Von mittlerer, proportionierter Größe, nicht zu groß. Das buschige Haar auf Stirn, Wangen und Kinn läßt den Kopf größer erscheinen als er tatsächlich ist.
  7. Oberkopf:
    a) Schädel: Nicht übertrieben breit, leicht gewölbt, Stirnfurche und Hinterhauptbein erkennbar.
    b) Stop: Gut ausgeprägt
  8. Gesichtsschädel:
    a) Nasenschwamm: Unter Berücksichtigung der Fellfarbe so dunkel wie möglich; mit weiten Nasenöffnungen.
    b) Fang: Kräftig, stumpf, Nasenrücken gerade
    c) Lefzen: Anliegend, Ränder von gleicher Farbe wie der Nasenschwamm
    d) Kiefer / Zähne: Kräftige Kiefer, regelgerechtes Gebiss, Scheren- oder Zangengebiss
    e) Augen: Von mittlerer Größe, oval, nicht hervortretend von haselnussbrauner Farbe mit lebhaftem und durchdringendem Blick. Die Lidränder sind dunkel.
    f) Ohren: Hängend, ziemlich hoch angesetzt, von mittlerer Größe, herzförmig, breit an der Basis, der vordere Rand liegt an den Wangen an. Ohren aufmerksam getragen.
  9. Hals:
    Von mittlerer Länge, kräftig, muskulös, ohne Wamme, eher horizontal getragen.
  10. Körper:
    Photo PON
    a) Umriss: Mehr rechteckig als quadratisch.
    b) Widerrist: gut betont
    c) Rücken: Eben, stark bemuskelt.
    d) Lenden: Breit, gut gefügt.
    e) Kruppe: kurz, leicht abgestumpft
    f) Brust: tief, von mittlerer Breite, die Rippen ziemlich gebogen, weder flach noch tonnenförmig
    g) Untere Profillinie und Bauch: Zeigt eine elegant zur hinteren Körperregion verlaufende Bogenlinie.
  11. Rute:
    a) Angeborene kurze oder Stummelrute.
    b) Nicht kupierte, ziemlich lange, reichlich behaarte Rute. In der Ruhe hängend, in der Erregung fröhlich über den Rücken getragen, aber niemals eingerollt oder auf dem Rücken aufliegend.
    c) Nicht gekürzte mittellange, unterschiedlich getragene Rute.
  12. Gliedmassen:
    a) Vorderhand: Aus der Vorder- und aus der Seitenansicht: Im Lot. Dank eines kräftigen Skeletts gut ausgeglichener Stand.
    b) Schultern: Breit, von mittlerer Länge, schräg, klar umrissen, stark bemuskelt.
    c) Vordermittelfuß: Leicht schräg zum Unterarm liegend.
    d) Vorderpfoten: Oval, geschlossen, leicht gewölbt; recht harte Ballen, Krallen kurz, so dunkel wie möglich.
    e) Hinterhand: Von hinten gesehen: Senkrecht, gut gewinkelt.
    f) Oberschenkel: Breit, gut bemuskelt.
    g) Sprunggelenk: Gut ausgebildet.
    h) Hinterpfoten: Kompakt, oval.
  13. Gangwerk:
    Leichtfüßig und raumgreifend. Schritt oder ein gleichmäßiger Trab (ohne große Vertikalbewegung). Im langsamen Schritt hat die Rasse häufig die Neigung zum Passgang.
  14. Haut:
    Gut anliegend, ohne jede Faltenbildung.
  15. Haarkleid:
    a) Haar: Der ganze Körper ist von derbem, dichtem, dickem und reich vorhandenem Fell bedeckt; weiche Unterwolle. Gerades oder leicht gewelltes Haar annehmbar. Die von der Stirn fallenden Haare bedecken die Stirn auf charakteristische Weise.
    b) Farbe: Alle Farben und Flecken sind erlaubt.
  16. Grösse:
    a) Widerristhöhe Rüden: 45 - 50cm
    b) Widerristhöhe Hündinnen: 42 - 47cm

Der Hund muss den Typus eines Gebrauchshundes bewahren, infolgedessen darf seine Körpergröße den Standard nicht unterschreiten, er darf weder zu schwach noch empfindlich sein.

Der PON als Therapiebegleithund

Photo PON am Krankenbett

Für den Einsatz als Therapiebegleithund eignet sich der PON hervorragend.
Absoluter Gehorsam ist Bedingung, doch der Aufbau zum Therapiebegleithund geht nur über bedingungsloses Vertrauen zwischen Hund und Halter. Selbständige Mitarbeit des Hundes ist erwünscht und da der PON dies in seinem Naturell mit sich bringt sind die Voraussetzungen ideal.

Der Hund sollte mindestens 2 Jahre alt sein. Als Welpe wird er schon an viele möglichen Situationen gewöhnt, die ihm in seinem Einsatz der späteren Besuchstermine begegnen könnten. Der Hundehalter sollte lernen, sich konsequent und ruhig mit seinem Hund auseinander zu setzen. Gleichzeitig sollte der Hundeführer sich mit praxisnahen Krankheitsbildern auskennen, mit denen der Therapiebegleithund konfrontiert wird. Dies ist auch wichtig zum Schutz des Hundes. Beim Eignungstest wird zum Beispiel folgendes abverlangt:
Halter geht mit angeleintem Hund an Gehilfen um abgelegte Hunde herum und der Therapiebegeleithund muss sich dem Halter anpassen und darf nicht auf die liegenden Hunde reagieren.

Der Therapiebegleithund geht ruhig neben dem Rollstuhl und lässt sich nicht durch akustische und optische Reize ablenken. Er darf keine Berührungsängste zu Menschen haben.
Für demenzkranke, bettlegriege Patienten, muss er ruhig auf dem Bett bleiben auch wenn dieses eine Rüttelvorrichtung hat. (Vorbeugung für Liegestellen). Platz bleib sollte er aushalten, egal was um ihn herum passiert. Er darf keinesfalls Aggression zeigen. Distanzarbeit, Kommandos auf Distanz sind sehr wichtig. Der Hund sollte in jeder Situation sofort gestoppt werden können. Meine beiden PON’s Yaika und Diuk, Mama mit Sohn, fiebern regelrecht bzw. bellen im Auto, wenn sie erkennen dass ich in Richtung Altenheim fahre.

Photo PON am Krankenbett

Vor dem Zimmer leine ich sie ab und sie gehen selbständig in die Räumlichkeiten. Sie kennen jedes Zimmer und sind schon soweit konditioniert, dass sie genau wissen was sie bei den jeweiligen Patienten für Aufgaben zu erfüllen haben. Natürlich wissen sie auch wo es Leckerchen gibt. Es ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit für den Hund. Wir drei sind aber schon so eingespielt, dass oft meine beiden durch Blickkontakt oder Handzeichen wissen was erwartet wird.

Die Senioren fiebern regelrecht dem Tag entgegen wo wir kommen. Da wird auch die eine oder andere Frühstückswurst an die Seite gepackt.

Photo PON berührt Hand eines Kranken Die Begleitperson, bzw. Hundeführer sollte ruhig und besonnen mit den Senioren umgehen. Entsprechend dem Krankheitsbild braucht es viel Einfühlungsvermögen. So gehören reden und beten auch zu den Aufgaben des Hundeführers. Oft streicheln die Senioren die Hunde dabei und ich versinke in Demut bei solchen Erlebnissen. Ich möchte diese Arbeit mit den Senioren und meinen Hunden nicht mehr missen.

Nach 2 Std. im Altenheim fahren wir wieder nach hause. Meine beiden PON’s schlafen dann 3 – 4 Std. tief und fest.
Beim Einsatz mit Kindern, muss der Therapiebegleithund oft noch mehr aushalten. Die Kinder rennen, juchzend auf die beiden zu und greifen sofort nach den beiden. Yaika ist so klever dass sie sich gleich auf den Rücken legt. Die Kinder streicheln ihren Bauch und sie genießt es und zeigt mir dass, indem sie ihre Augen schließt und sich durchstreckt.
Bei Diuk wissen die Kinder, dass sie mit ihm toben oder Kommandos geben können. Er macht auf Wunsch alles. Sei dies eine Rolle, Kriechen oder Pfote geben. Anspringen dürfen die Hunde nicht. Wenn man das aber von Welpen an richtig geübt hat, macht das ein PON mit 2 Jahren auch nicht mehr.

copyright Texte und Bilder by: Sonja Reschke, Kinesiologin
Verhaltentherapeutin für Hunde

Marengo in den sozialen Netzwerken

Sie möchten mehr Informationen über Marengo erhalten oder würden gern über Aktuelles auf dem Laufenden sein?
Dann verfolgen Sie unsere Aktivitäten in sozialen Netzwerken.
Werden Sie Fan bei Facebook, indem Sie auf unserer Seite auf "Gefällt mir" klicken!
Besuchen Sie uns auf Google+
nach Oben