zwei Landseer liegend

Der Landseer

Ein Hund, der Schönheit besitzt ohne Eitelkeit, Stärke ohne Übermut, Mut ohne Wildheit und alle Tugenden des Menschen ohne seine Laster (frei nach Lord Byron).

Etwa um 1780 wurden die ersten Exemplare nach Europa gebracht. Sie kamen von Neufundland. Dort hatten sie den Siedlern beim Fischfang geholfen. Sie haben die Netze durchs Wasser gezogen und dabei soviel Geschick und Ausdauer bewiesen, dass sie sich aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften bald grosser Beliebtheit erfreuten.
Auch soll es einer dieser gutmütigen Riesen gewesen sein, der dem Grossen Napoleon, der bei seiner Flucht vor der Insel Elba ins Wasser fiel, das Leben rettete.

Zum grössten Ruhm gelangten diese Bären aber durch den Maler Sir Edwin Landseer, der 1837 das berühmte Gemälde "Ein verdienstvolles Mitglied der Lebensrettungsgesellschaft" - "A distinguished member of the human society" - schuf. Der Name des Hundes war Paul Pry. Er rettete seinem Herrrn einmal das Leben. Beim zweiten Mal konnte er seinen Herrn nach einem Schiffbruch nur noch tot bergen. Seitdem lebte er auf sich allein gestellt am Hafen und an den Ufern. Er soll vielen Kindern, die beim Spielen ins Wasser fielen, das Leben gerettet haben. Dieser Rettungstrieb ist angeboren, er gehört zu seinem Wesen und spiegelt seinen Charakter sehr gut wider.

Landseer liegend

Bekannt geworden durch die vielen Bilder von Landseer wurde der Hund irgendwann nach dem Maler benannt. Um 1860 herum kamen auch einige Tiere nach Deutschland. Sie eigneten sich gut als Familienhunde und bewachten verlässlich Haus und Hof, denn schon allein durch das äussere Erscheinungsbild zollte man solch einem Riesen Respekt.

Seine Familie sowie Haus und Hof bewacht der Landseer zuverlässig. Er kann, falls erforderlich, auch mal sehr überzeugend drohen. Jagdtrieb hat diese Rasse nicht, Aggression gegenüber anderen Tieren ist eher selten.

Der Landseer ist sehr auf seine Menschen bezogen, allzeit bereit zum Knuddeln. Kindern gegenüber ist er sanftmütig, seine Geduld ist schier unerschöpflich. Da, wo der Hund hingeht, geht auch das Kind hin und umgekehrt. Der ideale Partner für die Familie ist dieser Hund.

5 Landseerwelpen sitzend vor einer Bank

Bei frühzeitiger Erziehung passt er sich seiner Umgebung problemlos an. Er hat eine enorme Persönlichkeit und doch ist er eigentlich ein wenig sensibel. Laute Worte bei der Erziehung sind nicht erforderlich. Ruhig und artgerecht vermittelt versteht der Hund auch so, was der Mensch will.
Der Landseer ist sehr lernfreudig und immer bereit etwas Neues zu erleben. Noch ist er eine Rarität, denn er wird nicht in grossem Umfang gezüchtet. Das ist auch gut so, denn er sollte kein Modehund werden.

Trotz seiner enormen Grösse und seines doch manchmal lebhaften Temperaments ist er ein ausgeglichender Hausgenosse - bei richtiger Erziehung versteht sich. Er sollte die Möglichkeit haben überall da zu sein, wo seine Familie ist.
Gern hält er sich im Freien auf, immer seine Liebsten im Blick. Für sein Leben gern schwimmt er und fährt mit zum Einkaufen - immer im Kontakt zur Familie. Spaziergänge liebt er ebenso wie Toben im Schnee, bei beidem ist er in seinem Element. Nach gewisser Einübung kann er einen Schlitten oder einen Bollerwagen ziehen. Er freut sich, wenn er seinen Menschen eine Freude machen kann. Auch deshalb hat der Landseer ein Recht darauf, in der Umgebung aufzuwachsen, die für einen solchen Riesen passend ist.
Der Landseer wird erfahrungsgemäss dem Menschen gegenüber seine Kraft niemals ausspielen. Nach gewisser Gewöhnung kann auch ein Kind durchaus mit ihm spazieren gehen.

Vor dem Kauf sollte in die Überlegungen mit einbezogen werden, ob man dem Hund soviel Platz bieten kann wie er braucht. Eine Mietwohnung ist zu klein für so ein grosses Tier. Das ist so gemeint wie geschrieben, denn ein Rüde kann durchaus 80 cm und höher werden. Die Hündinnen sind meist ca. 10 cm kleiner, aber auch da gibt es Ausnahmen. Das Gewicht der Rüden kann bis zu 70 kg betragen, das der Hündinnen zwischen 55 - 60 kg. Mit Leichtgewichten hat man es hier also auch nicht gerade zu tun.

Was seine Gesundheit anbelangt ist er sehr robust und kann bis zu 13 Jahre alt werden. Auch in der Haltung ist der Landseer ziemlich anspruchslos. Er frisst weitaus weniger als aufgrund seiner Grösse zu vermuten ist. Die Pflege kann man auf einmal wöchentliches Bürsten beschränken, das aber sehr gründlich. Baden ist auch möglich, sollte aber schon im Welpenalter trainiert werden.

Wenn alle Überlegungen angestellt sind und alles gründlich bedacht ist, sollte man sich noch den Kosten zuwenden und erst dann "JA" zu einem Landseer sagen. Kaufpreis eines Welpen: ca. 750,00 bis 1.300,00 €, monatliche Futterkosten: ca. 45,00 € Tierarzt: Unkosten für zweimal jährlichen Besuch zwecks Impfung und Durchschecke

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