Photo Eurasier im Stand von seitlich

Der Eurasier

Der ideale Familienhund... gesund, robust, langlebig

Der Eurasier ist die jüngste deutsche 1973 von der "Fédération Cynologique Internationale (FCI)" und vom "Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) anerkannte Hunderasse. Dieser Hund wurde von Beginn an zielgerichtet als Familienhund gezüchtet. In unserer heutigen technisierten Welt haben die Hunde Ihre Aufgaben und ihre Arbeit weitgehend verloren. Der älteste Freund des Menschen wird heute zweckfrei als sozialer Partner in der Familie gehalten. Rassegeschichte

Dieser prächtige Hund mit seiner großen Ausstrahlung entstand aus einer Kombinationszucht der drei Rassen Chow-Chow, Wolfsspitz und Samojede.
Zunächst paarte Julius Wipfel, der Gründer dieser Rasse, 1960 Chow-Chows mit Wolfsspitzen nach einem vorgegebenen Zuchtplan und kreuzte nach 12 Jahren Aufbauzucht 1972 den Samojeden ein.
Die Rasse wurde 1973 von Wolf-Chow in Eurasier umbenannt. Der Name EURASIER verweist auf die Herkunft der Ausgangsrassen - Europa und Asien. Durch strenge Auslese und konsequente Zuchtplanung hat sich der Eurasier zu einer eigenständigen Hunderasse entwickelt.

Erscheinung
Rüden Größe 52 - 60 cm, Gewicht 23 - 32 kg
Hündinnen Größe 48 - 56 cm, Gewicht 18 - 26 kg

Der Eurasier mit seinen attraktiven Farben schmeichelt unserem ästhetischen Empfinden. Da der Eurasier nie in abgegrenzten Farbschlägen gezüchtet wurde, hat sich im Laufe der Jahre eine recht vielfarbene Eurasierpopulation entwickelt. Nur die Farben weiß, weißgescheckt und leberfarben sind nicht erlaubt und werden von der Zucht ausgeschlossen.

Am ganzen Körper hat der Eurasier dichte Unterwolle und mittellanges lose anliegendes Grannenhaar. Sein dichtes Haarkleid macht ihn kälteunempfindlich, das Fell ist schmutzabweisend und damit pflegeleicht, seine Gesundheit ist robust. Er ist ein harmonisch aufgebauter, mittelgroßer spitzartiger Hund von kräftiger Konstitution. Die buschige Rute wird aufliegend nach vorn über den Rücken oder leicht seitwärts gebogen oder gerollt getragen.
Seine Schönheit, von Harmonie und Eleganz geprägt, entspricht dem aufgeweckten und würdevollen Charakter dieser Rasse.

Photo Kind mit 3 Eurasiern an der Leine

Verhalten und Charakter
Der Eurasier ist ein selbstbewußter Individualist, ruhig und ausgeglichen, der manchmal zu eigenständigen Entscheidungen neigt. Bedingt durch seine Feinfühligkeit hat er ein erstklassiges Gespür für die Stimmung seiner Menschen, ja man könnte ihn fast als Resonanzhund bezeichnen. Bemerkenswert ist sein in vielen Situationen instinktsicheres Verhalten und sein ausgeprägtes Sozialverhalten gegenüber Menschen und Artgenossen.
Der Eurasier liebt seine ganze Familie und ist auf diese stark fixiert. Mit Kindern geht er liebenswürdig um und ist ihnen ein fröhlicher Spielkamarad, solange ihn die Kinder als Hundepersönlichkeit respektieren und nicht als Spielzeug mißbrauchen. Werden ihm die Kinder lästig, zieht er sich meist auf seinen Ruheplatz zurück. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend ohne jedoch unfreundlich zu sein.

Der Eurasier verhält sich sehr umweltfreundlich, er ist kein Kläffer, der am Gartenzaun hinter jedem Passanten oder Radfahrer herbellt, seine Lautfreudigkeit ist sehr gering. Als unbestechlicher Wächter schlägt er bei ungewohnten Störungen nur kurz an.
Der Eurasier ist auf Spaziergängen ein angenehmer Begleiter, denn er hat keinen ausgeprägten Jagdtrieb und nimmt keine Spuren auf. Aber auch ein Eurasier wird einem aufgescheuchten Kaninchen in den meisten Fällen lustvoll hinterherjagen, ist die Beute außer Sicht, kehrt er schnell zurück. Die meisten Eurasier lassen sich auf Kommando abrufen und brechen die Jagd bereitwillig ab.

Photo 5 Eurasier in seichtem Wasser am Strand

Haltung und Pflege
Der Eurasier hat das gleiche natürlich Bedürfnis wie sein Urahn, der Wolf; er will wie der Wolf in einer Rudelgemeinschaft leben mit vielfältigen sozialen Kontakten. So sucht auch der Eurasier den ständigen Kontakt zu seinen Menschen, die ihm das Rudel ersetzen. Er gehört deshalb dahin, wo sich seine Familie aufhält, in die Wohnung beziehungsweise ins Haus. So ist auch verständlich, dass eine Zwingerhaltung für den Eurasier auf gar keinen Fall in Frage kommt.
Seinem Naturell entspricht auch nicht, allein in einem Garten eingesperrt zu sein, was ja nur eine etwas komfortablere Zwingerhaltung ist. Der Eurasier will das tägliche Leben mit seinem Menschen teilen, für langes Alleinsein ist er nicht geschaffen. Wer den ganzen Tag außer Haus seinem Beruf nachgeht und den Hund alleine läßt, sollte sich keinen Eurasier halten, denn er wird den Bedürfnissen dieser Rasse nach enger Menschenanbindung nicht gerecht.

Der Eurasier braucht eine feste Rudelordnung, besonders der Rüde muß konsequent erzogen werden, da er sonst bestrebt ist, seine Stellung in der Rudelhierarchie zu verbessern. Die Hündin ordnet sich bereitwilliger unter und ist mit ihrer Stellung im Rudel meist zufrieden.
Als gut sozialisierter Hund verträgt er sich mit Artgenossen. Rüden testen allerdings manchmal gerne aus, wer der Stärkere ist und zeigen ein entsprechendes Imponiergebaren. Gelegentlich kommt es deshalb immer wieder mal zu kleinen Rangeleien, die aber nicht sonderlich ernsthaft sind.

Der Eurasier gilt als leicht erziehbar und viele Hunde haben erfolgreich eine Begleithundeprüfung abgelegt. Der Eurasier ist ein sehr intelligenter Hund und trixt seinen Menschen ganz charmant aus, um seinen eigenen Willen durchzusetzen. Doch mit Leckerchen oder Lob ist er sehr leicht zu motivieren und zu überzeugen, das zu tun, was sein Rudelchef/in von ihm verlangt. Mit Drill und Strenge erreicht man bei diesem Hund gar nichts.

Auch wenn der Eurasier als ruhiger Hund gilt, so braucht er seinen regelmäßigen täglichen Auslauf, mindestens eine Stunde vormittags und eine Stunde nachmittags. Wenn Herrchen oder Frauchen joggen, rennt der Eurasier begeistert mit. Auch läuft er gern neben dem Fahrrad, doch damit darf man erst nach dem ersten Lebensjahr beginnen. Eine zu frühe Belastung und Überforderung wirkt sich negativ auf die Skelettentwicklung aus.
Sportliche Betätigung wie zum Beispiel Agility macht ihm Freude und beugt der Langeweile vor, aber zur Schutzhundausbildung oder zur Ausbildung in fremder Hand ist er nicht geeignet. Der Spieltrieb ist bei vielen Eurasiern nicht stark ausgeprägt und Wiederholungsspiele langweilen die meisten Hunde. Für Apportierspiele wie zum Beispiel Bällchen holen ist die Begeisterung nicht allzu groß.

Trotz seines längeren Haarkleides ist der Eurasier pflegeleicht. Regelmäßiges wöchentliches Bürsten genügt vollauf. Baden ist überflüssig, es sei denn, er hätte sich in Mist gewälzt. Das Fell hinter den Ohren muß sorgsam gepflegt werden, da es hier besonders weich ist und leicht verfilzt. Im Frühjahr und im Herbst, während der Zeit des Fellwechsels, lockert sich die Unterwolle und kann in ganzen Büscheln herausgeholt werden, wobei die Hündin stärker abhaart als der Rüde. Aber auch das ist kein Problem, denn die Unterwolle läßt sich leicht herauskämmen. Werfen Sie die Unterwolle nicht fort, denn diese kann nach Verspinnen zu warmen Handschuhen oder Pullovern verstrickt werden.

Photo 2 Eurasier im Spiel

Zucht
Die Eurasiervereine in Deutschland, dem Stammland der Rasse, haben strenge Zuchtbestimmungen, die der Gesunderhaltung der Rasse und dem Tierschutz dienen. Damit die Hündinnen nicht als Zuchtmaschine mißbraucht werden, darf sie nur einmal im Kalenderjahr einen Wurf haben. Die Zuchttiere müssen vor Zuchtverwendung auf Hüftgelenksdysplasie, Augenerkrankungen und Patellaluxation untersucht werden und eine Zuchttauglichkeitsprüfung bestehen. Auch muß jeder Züchter nachweisen, dass die Welpen mit Anbindung an die Familie aufgezogen werden, um so gut auf den Menschen geprägt zu werden, denn nur so wird ein Höchstmaß an Vertrauen für die zukünftige Mensch - Hund - Beziehung geschaffen.
Zwingerhaltung oder eine isolierte Aufzucht fern der Familie ist nicht erlaubt. Die Welpen müssen einen Auslauf ins Freie haben mit genügend Platz zum Spielen und Herumtollen. Diesen strengen Zuchtbestimmungen verdankt der Eurasier seine robuste Gesundheit und seine gute Sozialisierung während der Aufzuchtphase. Die Welpen werden in der Regel mit acht bis neun Wochen abgegeben.
Vorsicht ist geboten bei sogenannten Züchtern, die Eurasier aus dubiosen Quellen anbieten. Ein bunter Großspitzmix ist noch lange kein Eurasier, selbst wenn er schön aufgemachte Papiere haben sollte. Die neue Rasse, die aus einer gezielten Dreierkreuzung entstanden ist, kann nicht in einer Generation nachgemacht werden. Da beim Eurasier eine gute Sozialisation sehr wichtig ist, kaufen Sie nur bei einem Züchter, der seine Welpen mit der notwendigen Sorgfalt aufzieht und nur mit nachweisbar gesunden Elterntieren züchtet. Am besten kaufen Sie einen Welpen nur bei Züchtern, die einem seriösen FCI-Eurasierzuchtverein angeschlossen sind. Das kann zwar manchmal zu Wartezeiten führen, aber es lohnt sich. Ein gesunder Welpe erspart später viele Tierarztkosten.
Seit 1996 gibt es die "Internationale Föderation für Eurasierzucht" mit einer gemeinsamen Datenbank. Die internationale Kooperation zwischen den Eurasiervereinen, die über die FCI miteinander verbunden sind, und der gemeinsame Datenaustausch sichern ein Höchstmaß an Information. Die Daten werden in modernen Zuchtprogrammen zur Zuchtwertschätzung herangezogen, veraltete Zuchtmethoden haben beim Eurasier ausgedient.

Mehr über Eurasier finden Sie unter folgenden Links:
www.eurasier-klub.de

copyright Text und Bilder by: Urheber

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