Der Bearded Collie

Der Bearded Collie soll ein schlanker, drahtiger Hund mit kräftigem Körperbau und mittellangem, harschem Haarkleid sein. Er soll etwas länger als hoch aussehen, nicht quadratisch wie ein Bobtail. Leider entsprechen heute die meisten Bearded Collies nicht mehr diesem Idealbild.
Es gibt zwei Typen:

1. den "alten Schlag" (standardgerecht): mit harschem, mittellangem Fell, pflegeleicht - ein robuster, fröhlicher Naturbursche, der viel mehr Freude als Arbeit macht. Photo: Bearded Collie
2. den "Mode-" oder "Show-Typ",
wie er auf Ausstellungen gezeigt wird und heute bei den meisten Züchtern anzutreffen ist. Dieser Typ hat ein fast bodenlanges Fell (bis zu 60 cm), oft sehr üppig, weich, seidig und damit pflegeintensiv. Obwohl dieses Fell nicht standardgerecht ist, wird es momentan von den Ausstellungsrichtern bevorzugt.
Photo: Bearded Collie

Schulterhöhe
Hündin 51-53 cm
Rüde 53-56 cm
Viele werden heute kleiner und zierlicher gezüchtet, wenige größer.

Gewicht
20-25 kg ist normal, 15-30 kg kommt vor (kleine, zierliche Hündin / großer, kräftiger Rüde)

Farben
schwarz, braun, blau (verdünntes schwarz), fawn (verdünntes Braun), mit oder ohne weiße Abzeichen an Bart, Kragen, Pfoten und Rutenspitze
Die Hunde hellen im Junghundalter stark auf. Die Geburtsfarbe kehrt meist nicht vollständig zurück. Die meisten erwachsenen Bearded Collies sind grau, von hellgrau bis fast schwarz. Augen- und Nasenpigment sollen der Fellfarbe entsprechen. Die Farben sind innerhalb der Rasse in den letzten Jahren immer heller geworden. Beim Züchter auf pigmentstarke (dunkle) Tiere achten! Sie gelten als gesünder.

Lebenserwartung
ca. 13-15 Jahre. Einige werden 17-18 Jahre alt. Leider sterben auch viele schon mit ca. 11 Jahren an Krebs.

Herkunft
schottischer Treib- und Hütehund (Schafe, Rinder), der selbständig an der Herde arbeiten konnte, auch als Wächter und Beschützer.
Die Rasse war nach dem 2. Weltkrieg fast ausgestorben. Die engagierte englische Züchterin Mrs. Willison belebte sie aus wenigen Arbeitshunden neu, und zwar mit sehr sorgfältiger Zuchtwahl, so dass die Rasse so wenig wie möglich unter zu engen Verpaarungen litt.

Veranlagung
ausgeprägter Hütetrieb, arbeitswillig, sehr intelligent (denkt und entscheidet selbst), lauffreudig, braucht viel Bewegung
Der "Beardie" hat keinen Jagdtrieb, aber einen starken Verfolgungsdrang. Er stellt flüchtende Tiere, tötet sie aber nicht. Bei Freilauf muss der Hund im Ansatz des Verfolgens gebremst werden, sonst hat man keine Chance, dass er auf den Rückruf reagiert.
Mäßiger Schutztrieb (nicht geeignet für Schutzdienst, da sensibles Gemüt!), wachsam, sehr menschenfreundlich.
Wegen des äußerst guten Gehörs sowie bei mangelhafter Prägung kann der Bearded Collie geräuschempfindlich reagieren. Übermäßige Sensibilität ist in der Rasse nicht erwünscht, kommt aber relativ häufig vor (oft große Probleme beim Silvesterfeuerwerk, bei geräuschvoll anfahrenden Autos usw.). Durch die Modezucht "auf Schönheit", bei der das Wesen oft nicht genügend berücksichtigt wurde, gibt es leider auch schon aggressive Beardies.

Temperament
Dieser Hund verhält sich im Haus sehr ruhig, außer als Wächter am Fenster und wenn jemand an der Tür klingelt. Im Freien ist er sehr lebhaft und aktiv.

Portrait Bearded Collie

Wesen
aufmerksam, aufgeschlossen, neugierig, fröhlich, aktiv, klug, ausdauernd, spielfreudig, lernwillig, anhänglich, etwas dickköpfig (Klugheit wird oft mit Sturheit verwechselt), sehr verschmust, liebebedürftig und menschenbezogen. Dieser Hund möchte mit Respekt und seiner Intelligenz entsprechend behandelt werden.
Besitzer sagen: "Das ist kein Hund, das ist ein Mensch im Hundekostüm!" Man spricht von einer "weisen Seele". Dieser Hund hat Charakter. Er weiß immer, was er will.
Für Kinder ein idealer Spielkamerad, da sehr freundlich, geduldig, zuverlässig und einfühlsam ist. Wird der Hund allzu sehr bedrängt, zieht er sich zurück. Dann muss er unbedingt in Ruhe gelassen werden. Wegen des sehr guten Gehörs mögen Bearded Collies keine laute Musik im Kinderzimmer, die äußerst sensiblen Vertreter der Rasse mögen so etwas erst recht nicht.
Andere Haustiere wie Katzen, Hamster, Vögel werden problemlos akzeptiert. Dieser Hund wird ihnen kein Leid antun, sondern sie liebevoll behüten. Er eignet sich bestens als Zweithund. Beardies machen "süchtig", die meisten Besitzer schaffen sich bald einen 2. Hund dieser Rasse an.

Haltungsansprüche
Auf dem Land fühlt sich der Bearded Collie wohler als in der lauten, zugepflasterten Stadt. Er ist im Grunde mit einer kleinen Wohnung zufrieden, wenn er nur möglichst ständig mit seinen Menschen zusammen sein darf und wenn er oft und lange ausgeführt wird (mindestens 2 Std. täglich ins Grüne). Eine mittelgroße Wohnung oder ein Haus wären natürlich besser. Ein sicher eingezäunter Garten (2 m hoher Zaun) wäre ideal, denn der Bearded Collie hält sich am liebsten im Freien auf - immer mit der Möglichkeit, zu seinen Menschen ins Haus zurückkehren zu können! Er ist sehr unglücklich, wenn er ausgeschlossen wird und nicht bei seinen Menschen sein darf. Keine Haltung nur im Freien, vor allem kein Zwinger!
In einem hektischen, lauten Haushalt ist ein Beardie fehl am Platz. Wenig geeignet für Singles, da dieser Hund seiner Veranlagung gemäß eine "Herde" hüten möchte. Rentner sind mit dem Laufbedürfnis oft überfordert. Dieser Hund ist nichts für penible Hausfrauen, da er viel Schmutz ins Haus tragen kann.

Gesundheit
Beardies "vom alten Schlag" gelten als wenig krankheitsanfällig. Moderne (überzüchtete) Hunde sind relativ häufig beim Tierarzt anzutreffen, oft mit Problemen der Schilddrüse, des Herzens, der Nieren und der Knochen.
Beim Welpenkauf auf robuste Linien (kein überzüchteter Modehund) und gesunde Aufzucht achten! Welpen müssen sich schon beim Züchter schmutzig machen und im Freien herumtollen dürfen, um Abwehrstoffe entwickeln zu können. Einige Besitzer klagen über Magen-Darm-Probleme ihrer Hunde. Dies hat meist seelische Gründe, da diese Rasse sehr sensibel reagieren kann. Schwere HD kommt selten vor. Eine Besonderheit ist überdurchschnittlich häufiges Auftreten der Addison'schen Krankheit (Nebennieren). Der Bearded Collie mag keinen Stress, kann darauf mit körperlichen Beschwerden reagieren.

Fütterung
meist unproblematisch
Die meisten Bearded Collies vertragen Hausmannskost ebenso wie Trockenfutter. Auf Fell- und Hautveränderungen sowie auf Vorlieben achten! Viele Vertreter dieser Rasse sind noch so instinktsicher, dass sie genau wissen, was und wieviel sie an Nahrung brauchen.
Bei Welpen darauf achten, dass sie nicht zu schnell wachsen. Kein hoch vitaminisiertes Premiumfutter (kann zu Knochenproblemen führen)! Kein Calcium zufüttern!

Pflege
1-3 Stunden pro Woche
Das harsche, nur mittellange Fell des ursprünglichen Beardie-Typs ist pflegeleichter als das weiche, seidige, sehr lange, üppige Fell, das die namhaften Züchter heute hervorbringen. Es haart bei guter Pflege kaum.
Einmal wöchentlich mit einer Mason-Pearson-Bürste (Wildschwein- und Nylonborsten) gründlich bürsten, lagenweise bis zum Haaransatz.
Niemals aus Bequemlichkeit verfilzen lassen!
Üppiges Haar nie bis auf die Haut abscheren (Unterwolle = Klimaschutz, im Sommer wie im Winter).
Regelmäßige Augen-, Ohren- und Zahnpflege.
Im langen Fell sorgfältig auf Flöhe und Zecken achten.
Möglichst selten baden. Das harsche Fell ist selbstreinigend, das oft seidenweiche Fell der Hunde vom Modetyp nicht. Baden macht das Fell noch weicher.

Auslauf
erwachsener Hund: mindestens 2 Stunden täglich - 15 Jahre lang. Das muss man sich vor der Anschaffung gut überlegen!
Junghund: zwei- bis dreimal täglich 15 Min. pro Gang, aber erst 4 Wochen nach der 2. Impfung. Bei der Übernahme mit ca. 8 Wochen ist der Impfschutz noch nicht vollständig (Welpenspielstunden bergen große Ansteckungsgefahr!). Bis zur 16. Lebenswoche muss der Welpe unbedingt auf dem Arm oder im Fahrradkorb an Umweltgeräusche gewöhnt werden - ganz besonders, wenn man einen sehr sensiblen Welpen gekauft hat. In dieser Zeit übt man die Leinenführigkeit im Garten oder in der Wohnung. Dauer der Spaziergänge später langsam steigern. Zu viel Bewegung während des Wachstums schadet der Knochenentwicklung.
Der Beardie muss sich unbedingt ohne Leine im freien Gelände austoben können. Ein großer Garten allein darf Spaziergänge nicht ersetzen!
Frühestens im 2. Lebensjahr mit dem Fahrradtraining beginnen. Am Fahrrad den Hund nie galoppieren lassen! Traben neben dem Fahrrad nur bei Temperaturen unter 15 °C, sonst drohen Überhitzung und Kreislaufkollaps (wie bei jedem Hund).

Erziehung
liebevoll und konsequent, mit Geduld und viel Lob. Der Bearded Collie ordnet sich nur einem psychisch überlegenen, stets gelassenen Rudelführer unter, den er als würdig betrachtet. Den Hund möglichst nur mit leiser Stimme leiten. Je mehr er auf seinen Menschen achten muss, desto aufmerksamer wird er mitarbeiten. Nur mit positiver Verstärkung arbeiten (auch bei Agility). Fehler während der Ausbildung werden ignoriert.
Man schimpft nicht, sondern versucht es einfach noch einmal. Nie grob oder ungerecht behandeln, nie schreien, keine körperliche Gewalt, kein Schmerz, keine Starkzwangmittel (niemals Würger, Stachelhalsband, Gentledog-Geschirr, Teletakt usw.), sonst wird er stur und nachtragend. Schon ein Leinenruck kann für den sensiblen Hund zu heftig sein. Er braucht so etwas einfach nicht, wenn er nur versteht, was er tun soll.
Sehr wichtig: Der Bearded Collie muss unbedingt lernen, niemals Fahrzeuge zu "hüten", d. h. er darf ihnen auf keinen Fall nachlaufen. Schon mancher kam dabei ums Leben. Daher ist augenblickliches und unbedingtes Befolgen von "Platz!" die wichtigste Übung für einen Bearded Collie.

Spiel und Sport
mindestens 1 Stunde pro Tag fröhlich spielen, auch mit Spielpartnern auf der Hundwiese.
Der Beardie ist besonders gut für Hundesport und Ausbildung geeignet (wegen der Knochenentwicklung keine Sprünge vor dem 1. Geburtstag!), denn er will geistig genauso gefordert und gefördert werden wie körperlich. Man darf allerdings nicht zu ehrgeizig trainieren. Ohne Spaß an der "Arbeit" wird der Hund stur, er macht dann einfach nicht mehr mit.

Alleinsein
Auf keinen Fall darf man einen Bearded Collie länger als 4 Stunden allein lassen (Welpe: 2 Stunden, schon allein wegen der Stubenreinheit). Wer bei einem Halbtagsjob 4 Stunden arbeiten muss, ist zu lange fort! Die Rasse ist ausgesprochen menschenbezogen, der Hund braucht "seine Herde". Da er bei längerem Alleinsein sehr leidet, kann es passieren, dass er neurotisch wird, Mobiliar zerstört oder sich selbst benagt.

Urlaub
Der Beardie möchte immer bei seiner Familie sein und versteht die Welt nicht, wenn man ihn weggibt oder bei einer Pflegeperson daheim lässt. Man sollte ihn nicht einmal für einen Tag in fremde Hände geben, auf gar keinen Fall in eine Tierpension oder ins Tierheim! In den Urlaub möchte dieser anhängliche Hund immer mitgenommen werden (Familienmitglied!), vorzugsweise in die Berge oder an die See (Wandern). Er verträgt kühles Klima besser als den sonnigen Süden. Keine Flugreise im Kennel im Frachtraum!

Kosten
Welpenpreis: ca. 850 bis über 1000 Euro + 150 Euro für die Erstausstattung (Leine, Näpfe, wasserabweisende Decke, Stahlkamm, Mason-Pearson-Bürste, Spielzeug, Welpenfutter - ein so zusammengestelltes Paket bekommt man manchmal vom Züchter mit)
Tierarzt: Impfungen und Wurmkuren. Für evtl. hohe Kranheitskosten sollte jeder Hundehalter eine gute Rücklage haben. Tierkrankenversicherungen zahlen meist nicht alles oder kündigen den Vertrag, sobald die Kosten den Beitrag übersteigen.
Hundesteuer je nach Gemeinde
Hundehaftpflichtversicherung ca. 75 Euro/Jahr
2 m hoher Gartenzaun mit buddelsicherem Abschluss (Betonplatten oder angesetzter Kaninchendraht, in Richtung Garten in die Erde eingegraben wird)
Autozubehör (Gurt oder Gitter)

Futter und Leckerlis
Man muss mit durchschnittlich 50 Euro/Monat rechnen, eher mehr, da man diesen liebenswerten Hund gar zu leicht verwöhnt.

Die Modehund-Problematik
Der heute von den Züchtern und Ausstellungsrichtern bevorzugte Typ, sehr lang und üppig behaart, leidet unter der künstlichen "Schönheit". Schon den Junghund macht über die Augen wachsendes Stirnhaar oft scheu (diese hausgemachte Ängstlichkeit verschwindet sofort, wenn man das Haar kürzt).
Beim Spaziergang behindert überreiches Haar die Bewegung des Hundes, drehen sich allerlei kleine Zweige, Tannenzapfen usw. ständig ins Haar, so dass artgerechtes Herumtollen in der Natur dem Hund oft sehr bald nicht mehr erlaubt wird, weil das Entfernen dieser Mitbringsel äußerst mühsam werden kann.
Das dichte, lange Fell kann den Hunden sehr lästig werden, viele sehen damit traurig aus. Kürzt man das Fell, springen sie sofort wieder fröhlich herum, sichtlich von einer Last befreit. Im Sommer scheut dieser Typ in seinem "Wintermantel" oft die - gesunde! - Sonne, mag meist nur auf kühlen Fliesen im Haus liegen. Er bringt bei artgerechter Beschäftigung im Freien sehr viel mehr Schmutz ins Haus als sein mittellang behaarter Rassekollege und erfordert das Doppelte bis Dreifache an Zeit für die Fellpflege. Viele Beardies vom Modetyp werden geschoren oder völlig verfilzt abgegeben (unter der Filzmatte oft mit Ekzemen), weil die Besitzer mit der Pflege auf Dauer überfordert sind. Man sollte also vor allem dem Hund zuliebe nicht bei einem Züchter kaufen, der diesen überaus lang und üppig behaarten Typ züchtet und viele Pokale vorweist.
Wirklich gute Züchter, denen etwas an der Rasse liegt, machen diesen Trend nicht mit.
Bearded Collies vom alten Schlag findet man fast nur noch bei kleinen Hobbyzüchtern. Von Züchtern, die etliche Zuchthündinnen haben, sollte man sowieso Abstand nehmen (Zucht aus Profitgründen, oft ohne ausreichend Liebe und Zeit für die Welpen).

Wichtige Hinweise vor dem Kauf:

Kleine Anekdote:

Portrait Bearded Collie

Sherlock Beardie: Kombiniere!
Unser Bearded Collie weiß, dass er eine Belohnung bekommt, sobald er mir den Briefträger meldet. Im Haus ist das einfach, da wacht er am Fenster-Ausguck. Sind wir aber gerade im Garten, wenn die Post kommt, hat er bereits kombiniert: Sobald er das leise Klappern von Nachbars Briefschlitz hört, kommt der Postbote auch gleich zu uns. Schon saust der Hund zum Zaun. Nein, nicht dorthin, woher das Briefschlitzgeräusch kam, sondern auf die andere Seite des Gartens, wo der Briefträger gleich kommen muss! ... und die Wissenschaftler behaupten, Hunde könnten nicht vorausschauend denken. Der Beardie kann. Er findet auch selbständig Problemlösungen.
Wieder im Haus. Er hat seine Belohnung fürs Melden bekommen und schläft nun scheinbar tief und fest. Ich gehe in die Küche, um Brot zu schneiden. Gerade habe ich die Brotschneidemaschine aus dem Schrank genommen, da steht der Hund auch schon neben mir. Ein eindeutiges Geräusch hatte ihn informiert, dass es bald ein Endstück des Brotes zum Naschen gibt, das ihm natürlich nicht entgehen darf! Und er weiß auch ganz genau, dass so ein Brot zwei Endstücke hat ...
Dasselbe beim Öffnen eines Margarinebechers: Seitdem er einmal beim Kuchenbacken den leeren Becher ausschlecken durfte, ist er sofort zur Stelle, wenn er das knisternde Geräusch beim Öffnen des Plastikdeckels hört. Dann muss ich ihm jedes Mal erklären, dass der Becher noch nicht leer ist. Das versteht er und trollt sich. (Beardies verstehen mit der Zeit wirklich fast jedes Wort.) Er versucht es immer wieder und bekommt natürlich eines Tages den leeren Becher.
Läuft im Fernsehen eine Tiersendung mit fiependen Hündchen, sitzt unser Beardie vor dem Apparat und verdreht den Kopf, um herauszufinden, woher der Spuk kommt und wer ihm da etwas sagen will.
Einen Streich spielt ihm sein feines Gehör bei der Fernsehwerbung. Da gab es eine Reklame: "Noch zwei Tage? Aber du bist doch schon zwei Wochen weg ...", und im nächsten Moment klingelt es an der Haustür - bei uns, glaubt der Hund! Die Türklingel im Fernsehen hat exakt denselben Klang wie unsere. Der Hund bellt "Alarm!", rennt aufgeregt zwischen uns und der Haustür hin und her und fordert uns lautstark auf, doch endlich nachzusehen, wer da gekommen ist. Deshalb hatten wir, als diese Werbung lief, stets die Fernbedienung in Reichweite, und sobald es hieß "Noch zwei Tage?", musste schnellstens der Ton abgestellt werden, damit unser "Sherlock Beardie" nicht wieder Alarm schlug, weil er falsch kombiniert hatte.

Alle diese Verhaltensweisen sind typisch für den cleveren Bearded Collie. Manche Vertreter der Rasse kommen auf Verknüpfungen, da kann man sich nur immer wieder über die Intelligenz wundern! Einer vereitelt sogar bei Hütehund-Vorführungen regelmäßig das Einpferchen, weil er weiß, dass er danach den Platz für den nächsten Hund räumen muss.
Ein anderer lernte "Wo ist Katzi?" Irgendwann nieste jemand in der Familie: "Hatschi!" Der Hund verstand "Katzi" und lief los, um die Katze zu suchen.
Wieder ein anderer lernte: "Aufpassen!", um am Fenster den Postboten zu melden. Er wurde auf einem wackeligen Korbstuhl gekrault, bewegte sich dabei übermütig, so dass die Besitzerin rief: "Oh, pass auf, dass du nicht runterfällst!" Der Hund setzte "pass auf" mit "aufpassen" gleich und rannte sofort zum Fenster, um den Postboten zu erwarten.

copyright Text und Bilder by: Liesel Baumgart

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